Ich heiße Sie ganz herzlich willkommen zu unserer Veranstaltung zum Thema Fördermittelgeber recherchieren, finden und ansprechen. Das Wichtigste ist erstmal, dass Sie mich sehen und hören können. Falls dem nicht so sein sollte, dann müssten Sie mir oder den Veranstaltern ein Zeichen geben. Vor allem sollten die Veranstalter mir ein Zeichen geben.
Ja, der Titel der Veranstaltung beschreibt so in etwa mein ganzes Leben oder zumindest meine berufliche Tätigkeit. Wir machen das heute mal hier in einer knappen Schulstunde und ich werde mein Bestes tun. Wie Claudia bereits erwähnt hat, beschäftige ich mich seit knapp 15 Jahren mit dem Thema Fördermittel. Seit einigen Jahren mache ich das komplett und hauptberuflich für andere große und kleine Organisationen mit meinem Kollegen Torsten Schmitz bei der Agentur förderte.
Und ja, ich habe mir natürlich ein bisschen überlegt, was machen wir mit dieser knappen Stunde, die ich habe?
Stimmig, in jedem Fall mit Ihnen mit dem Thema "Wie finde ich Fördermittelgeber?" beschäftigen, wie sowie "suche und finde ich". Also, der Fokus liegt quasi auf dem ersten Teil des Seminartitels und natürlich werde ich Ihnen am Ende aber noch ein, zwei Tipps auch geben, zuerst Anfrage von Fördermittelgebern, woraus der ankommt. Ich bitte da ein bisschen um Verzeihung, wenn die Zeit etwas eingeschränkt ist. Das kann mir nicht umfassend behandeln, aber schauen wir mal, wie weit wir kommen.
Was Sie hier sehen, das ist so der typische Prozess einer Fördermittelakquise, so wie wir ihn beschreiben: dass man am Anfang eine Idee hat oder ein Konzept, dann sucht man – oder man hat auch einen Bedarf, ja, das kann natürlich auch der Fall sein – man sucht dann jemanden, der einem das Geld dafür gibt, das zu realisieren. Man schreibt weiterhin dafür einen Antrag, das ist ein wichtiger und erforderlicher Schritt bei fast allen Fördermittelgebern, und dann schließt man im Erfolgsfall noch eine Vereinbarung mit dem Fördermittelgeber ab und muss das, was man dann angekündigt hat, natürlich auch noch in die Praxis umsetzen. Das ist denn die Umsetzung. Wir sprechen heute besonders hier über diesen Punkt mit der Lupe, das heißt über das Suchen und hoffentlich Finden.
Ja, worüber sprechen wir überhaupt? Das möchte ich zumindest ganz kurz umreißen am Anfang, weil unter Fördermitteln verstellen verstehen die Leute immer sehr viel.
Und Fördermittel sind für uns freiwillige Leistungen. Also die Fördermittelgeber – das können öffentliche, aber auch private Fördermittelgeber sein – zahlen an gemeinnützige Organisationen. Die muss man nicht zurückzahlen, das unterscheidet sie beispielsweise von einem Förderkredit, und diese dienen dazu, um bestimmte gesellschaftliche oder wirtschaftspolitische Zwecke zu verfolgen. Wir sprechen heute nur über die gesellschaftlichen beziehungsweise genauer gesagt über die gemeinnützigen Zwecke.
Noch zwei Ergänzungen zu dieser relativ breiten Definition: Fördermittel werden in der Regel für Projekte, also für einzelne abgrenzbare Vorhaben oder Anliegen, vergeben und in der Regel über Anträge. Wenn Sie gut aufgepasst haben, vorhin als ich diesen Pfeil eingeblendet habe, haben Sie ja gesehen: Der Kreis mit dem Antrag ist in der Mitte ein ganz wichtiger Punkt. Also sprich, über den Antrag geht in diesem Fundraising-Bereich eigentlich nichts vorbei.
Ja, wie viele Fördermittelgeber, wie viele Fördermittel gibt es eigentlich in Deutschland? Tatsächlich eine ganze Menge. Dieses Feld ist riesig und unüberschaubar. Es gibt keine allgemein verbindliche Statistik dafür. Die haben wir uns mal selber gemacht vor ein paar Jahren. Da sind wir auf ein knappes Fördervolumen von 50 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland gekommen. Das ist weitaus größer als der Spendenbereich, das ist weitaus größer auch als der Bereich der Unternehmenskooperation. Und was jetzt beispielsweise damit Corona passiert ist, da mag ich gar nicht daran zu denken, dass die Summe wahrscheinlich sogar noch nach oben gegangen.
Was steckt da alles drin an Akteuren, die Förderung vergeben? Das können die Förderprogramme der öffentlichen Hand sein, öffentliche Einrichtungen von lokaler, regionaler Ebene bis über die Länder, bis zum Bund und EU. Da sind wir auch schon hier beim nächsten Punkt: EU-Strukturfonds und Aktionsprogramme. Auch tatsächlich sehr große Förderprogramme, leider auch sehr bürokratische Förderprogramme. Wir haben in Deutschland fast 25.000 Stiftungen bürgerlichen Rechts. Das heißt, da haben wir die DSG als Bundesstiftung noch nicht mehr mitgezählt. Wir haben die Lotteriemittel der Länder, also die Lottogesellschaften der Länder, die im Deutschen Lotto- und Totoblock organisiert sind. Wir haben aber auch die privaten Lottoveranstalter, die großen und die kleinen Soziallotterien. Aktion Mensch wird den meisten ja ein Begriff sein, aber auch die Deutsche Fernsehlotterie oder die Glücksspirale.
Es gibt weiterhin auch Verbände und Netzwerke, die Fördermittel vergeben, entweder bundesweit oder regional vor Ort oder für bestimmte Themen und Branchen. Es gibt weitere Hilfs-, Medien- und Spendenfonds. Ich denke vor allem halt auch an die, ja, sagen wir mal, Charity-Abteilungen von Fernsehsendern und Medienhäusern. Die haben inzwischen eigentlich alle eine entsprechende Zweigstelle, wo auch gerne Förderprojekte unterstützt werden. Und davon gibt es auch sehr viele, sowohl bundesweit als auch regional. Und damit ist die Liste noch nicht vorbei.
Es gibt auch Förderpreise, Wettbewerbe, Auszeichnungen. Also damit meine ich Verfahren oder Förderorganisationen, wo das Ganze eher den Charakter von einem Wettbewerb hat, wo man sich manchmal sogar mit etwas bewerben kann, was man schon gemacht hat und oder was man gerade tut und sich dafür dann auch noch einen Preis verleihen lassen kann. Das ist ein kleiner Unterschied zu vielen anderen Förderprojekten, wo es mal sehr günstig ist, wenn man noch nicht angefangen hat mit dem, was man tut, weil die möchten immer gerne etwas fördern, was in der Zukunft liegt.
Wenn wir den Fördermarkt ganz grob in vier große Schubladen unterteilen, dann machen wir das so: Wir haben oben die öffentliche Hand auf allen föderalen Ebenen unseres Systems. Wir haben unten links die Stiftungen, und zwar die, die fördern, die sind für uns spannend. Wir haben unten in der Mitte die Soziallotterien und die Lotteriemittel und unten rechts haben wir noch eine Schublade, packen wir noch alles Weitere rein, zum Beispiel auch die Spenden, Spenden- und Medienfonds.
Ganze Menge, und das wird sehr schnell unübersichtlich. Und in der Regel lernt man ja auch sehr wenig in Studium, Ausbildung oder sonstigem Leben über diesen Fördermarkt. Aber wir finden natürlich, dass es sehr spannend ist, sich mit dem zu beschäftigen, weil da eine ganze Menge Geld drin steckt.
Bevor ich Ihnen ein paar Tipps gebe für die Fördermittelrecherche, wie man Fördermittelgeber sucht und findet, ich habe einfach ein paar Ressourcen, Hinweise, Links, Literatur, Webseiten mitgebracht, die Ihnen hoffentlich helfen, den passenden Fördermittelgeber zu finden.
Bevor ich aber das tue, möchte ich kurz über die Grenzen von Recherche sprechen, weil wir haben natürlich häufig die Anfrage, dass man eine ganz tolle Idee hat oder was ganz Tolles macht und dann fehlt aber eine entscheidende Sache, nämlich die Finanzierung. Und die Idee ist dann: "Wir müssen einfach jemanden finden, der uns das bezahlt." Punkt. Also sprich, Fördermittel als Finanzierungsmodell. Und das funktioniert aus verschiedenen Gründen leider nicht. Das kann ich jetzt hier auch nicht ganz breit erklären, aber es beginnt auch schon damit, dass Fördermittel in der Regel projektbezogen sind, ja, und nur über einen bestimmten Zeitraum für ein bestimmtes Anliegen, für einen bestimmten Bedarf finanziert werden und danach steht man wieder ohne Finanzierung da. Kurz: Fördermittel sind ein Teil von einer Finanzierung. Sie können auch ein wichtiger Teil sein bei manchen Organisationen. Die ersetzen aber kein langfristiges Finanzierungs- und Betriebsmodell. Das ist immer so die bittere Pille für diejenigen, die sich erhoffen, dass man einfach nur den richtigen Förderer finden müsste und damit wären alle Finanzierungssorgen gelöst. Das funktioniert in der Regel nicht. Aber wie gesagt, Fördermittel können ein wichtiger Teil sein, beispielsweise bei Anschubfinanzierungen. Sie können auch tatsächlich im Betrieb sehr wichtig sein, aber allein auf Fördermittel zu setzen, geht meistens nicht.
Informationsgewinnung muss aktiv und vorausschauend betrieben werden, schreibe ich hier. Es ist eben halt nicht so, dass man einmal sucht und dann hat man die Förderung und die Finanzierung bis auf Lebenszeit, sondern es ist tatsächlich Arbeit. Fördermittelakquise ist Fundraising. Fundraising ist Arbeit. Auch noch so eine schlechte Nachricht. Das heißt, man muss seine Zeit da auch rein investieren, damit das funktioniert, vor allem wenn es in größerem Umfang finanzieren soll. Und man muss das planen, tun, um uns das vorausschauend tun. Man kann ich heute anfangen und morgen ist das Geld da.
Eine weitere Sache, warum Recherche an Grenzen stößt: Manchmal ist Lobby- und Netzwerkarbeit. Das ist eine ganz wichtige Voraussetzung für den Erhalt von Förderung in vielen Fällen, dass man mit den richtigen Leuten spricht. Und das reicht nicht aus, dass man mal im Internet recherchiert und dann findet man was, bewirbt sich drauf und gut ist. Sondern in vielen Fällen ist auch Lobby- und Netzwerkarbeit von Bedeutung, dass man mit dem Bürgermeister spricht, mit dem entsprechenden Referenten und den auch mit ins Boot holt. Mehr noch: Viele Fördermittel, ja, wir sagen immer, die entstehen eigentlich erst aus der Lobby- und Netzwerkarbeit.
Das heißt, da entstehen manchmal auch Programme und Förderungen, wo die vorher quasi gar nicht da waren, die auch nicht in der Form ausgeschrieben worden sind und wo clevere Akteure es geschafft haben, dass diese Programme oder Förderungen entstehen, indem sie mit Leuten sprechen.
Und als letzter Punkt: Recherchieren ist eine Sache. Erfahrungsgemäß bekommt man aber auch sehr viel mit, indem man mit Leuten spricht, indem man vernetzt ist, gerade in bestimmten Branchen, in bestimmten Szenen zu bestimmten Themen. Da ist häufig der Weg erfahrungsgemäß, dass Dinge über den Flurfunk kommuniziert werden. Und damit meine ich jetzt nicht nur die offiziellen Förderprogramme, die man dann irgendwann auch kennt und mitbekommt und die Ausschreibung, sondern vielleicht auch informelle und inoffizielle Informationen. Das heißt, dass wir immer davon sprechen, dass man nicht nur recherchieren muss, sondern sich als Organisation ein Radar aufbauen muss, ein Fördermittel-Radar, was quasi verschiedene, verschiedene Schüler hat in die Welt hinaus.
Ja, das können Newsletter sein von Einrichtungen und Fachgruppen und Verbänden. Das kann natürlich auch die aktive Recherche sein, also dass Sie jetzt nach diesem Seminar einfach loslaufen und fleißig recherchieren und hoffentlich was finden. Das können Webseiten sein, die Sie gezielt besuchen von fördernden Einrichtungen, Förderprogrammen. Da übrigens auch ein Tipp: Bei vielen Förderprogrammen, gerade auf regionaler Ebene und auch beim Thema EU, Stichwort EU-Strukturfonds, da ist es eigentlich unumgänglich, dass Sie auch die Newsletter der entsprechenden mittelverwaltenden Stellen abonnieren. Also da kriegen Sie die Informationen noch am ehesten und am frühzeitig ssten. Und auf anderem Wege geht das gar nicht. Das heißt, wenn Sie sich für solche Programme interessieren oder identifiziert haben, dass das etwas für Sie sein könnte, dann ist es einfach: Das geht nicht ohne, dass Sie dann diese diesen Informationskanal auch erhalten und dann auf die Infoveranstaltungen gehen der mittelverwaltenden Stellen.
Hinweis von Menschen aus dem eigenen Netzwerk habe ich schon erwähnt, Flurfunk und natürlich auch Bücher, Publikationen, Verzeichnisse, die Ihnen hoffentlich helfen, die richtigen Fördermittelgeber zu finden. Das alles können Teile eines Radars sein. Und Organisationen, die dort erfolgreichen geschäfts sind, die das auch langfristig machen und wo auch was bei rumkommt, die tun das. Das ist einfach meine Erfahrung. Wer einmal ein Stündchen recherchiert, da passiert meistens nicht so viel, um auch Erwartungsmanagement zu betreiben. Also es ist leider auch Arbeit. Diese Arbeit kann sich aber tatsächlich auch lohnen, und das kann ich – also da habe ich sehr viele Beispiele dafür auch von kleineren Organisationen – dass sich das auch erheblich lohnen kann.
Gut, Johnston, noch ein paar Hinweise zur Format. Wenn ich ein paar Informationsquellen zeige, wenn die gemeinnützig sind, dann zeige ich da auch gleich Links. Wir können Sie auf klicken und kommen hoffentlich hin. Wenn das Angebot kostenlos ist, dann zeige ich dann auch einfach gegebenenfalls mit Verlinkung, egal von wem es ist. Bei Büchern genauso. Bei Büchern ist das ja ein bisschen dramatisch, da ist jetzt auch nicht so strittig, dass die was kosten.
Es gibt noch weitere kostenpflichtige Angebote, beispielsweise von gewerblichen Anbietern. Ein Beispiel sind wir selber, wir sind ein Unternehmen. Da verzichte ich jetzt auf Links, weil ich das hier für die DSW mache und sage auch: Wenn Sie sich für eine, für ein Unternehmen interessiert, was Ihnen zuarbeitet, kostenpflichtig, dann informieren Sie sich bei Interesse bitte selbst über diese Angebote.
Und noch ein kleiner Disclaimer: Leider sind auch gemeinnützige Angebote manchmal teuer. Also gemeinnützig heißt nicht immer billig. Dazu habe ich auch dann im Verlauf der Präsentation ein Beispiel.
Gut, fangen wir mal mit ein paar Optionen an, wo können Sie Beratung und Hilfe bekommen? Und an erster Stelle nenne ich jetzt mal hier natürlich die DSE, die DSW und Claudia, die jetzt hier virtuell neben mir steht. Ich sehe, die tut – da ist die, die tut das, ja – sie berät bürgerschaftliche Akteure zu Fördermitteln und Fundraising.
Und das tut die DSC II auch im Rahmen ihres Auftrages und auch für Sie. Das heißt, Sie können sich an die die SED wenden, falls Sie das jetzt noch nicht wussten und dort auch verschiedene Beratungsangebote in an Beratungs-, Veranstaltungs-, Bildungsangebote in Anspruch nehmen. Dann geschickt, aber ja, dass du dich noch mal gezeigt hast.
Gibt es noch, wenn Sie einem Dachverband oder irgendeiner Form von Dachorganisation angeschlossen sind? Auch diese haben manchmal Beratungs- und Unterstützungsangebote. Vor allem deutlich wird das bei den großen Wurf als den, spitz, sogenannten Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege. Die bieten, je nachdem wo Sie sind und bei welchem Sie sind, in unterschiedlichem Umfang Unterstützungsangebote an, um Fördermittel zu finden. Und die können Sie auch in der Regel kostenlos in Anspruch nehmen. Die Qualität ist unterschiedlich. Es gibt da Abteilungen, die machen das wirklich richtig toll und die laden geführt, also drei Wochen jemanden ein, wieder eine Förderorganisation, die was erzählt. Dann kann man hingehen, Fragen stellen, sich informieren. Die haben Publikationen, Webinare, also ganz viele Dinge. Bei andere sind weniger aktiv. Ich wünsche Ihnen natürlich, wenn Sie da Mitglied sind, dass Sie bei einer, bei einem guten Ansprechpartner gelandet sind.
Wenn Sie nicht in einem Dachverband organisiert sind, auch andere lokale Akteure, wie zb Freiwilligenagenturen, haben manchmal Unterstützungsangebote. Nicht immer, aber weiß ich, weil beispielsweise der Kreis Offenbach interessanterweise da sehr aktiv ist und für die Vereine in seinem Kreis schon verschiedenste Veranstaltungen organisiert hat, auch zum Beispiel verschiedene eigene Förder-Ratgeber für die Vereine im Kreis Offenbach herausgebracht hat. Das weiß ich, weil ich sie halt geschrieben habe oder halt in Kooperation mit dem Kreis gestaltet hat. Und das macht der Kreis dann eben für die Vereine vor Ort. Auch das wünsche ich Ihnen, dass Sie einen Akteur haben vor Ort, der Sie dort unterstützt. Und das ist in der Regel mal ganz toll, weil wenn Sie dort Info-Angebote kriegen, sind ja auch entsprechend regional gestaltet. Viele Förderangebote sind eben regional, und wenn Sie dann eine Hamburger Organisation sind, dann müssen Sie nicht die ganzen Seiten überblättern mit den Förderangeboten aus Bayern.
Kommen wir zu Blogs. Da habe ich hier mal zwei rausgesucht für Sie. Zum einen das Blog von meinem Kollegen und Partner Torsten Schmitz. Wir machen in den "Förderlotsen" zusammen und in diesem Blog finden Sie Artikel, Übersichten, Hintergrundinfos zum Fördermarkt. Ich glaube, wir haben gerade heute einen neuen Artikel veröffentlicht zum Thema "Übersicht über die EU-Förderung", falls das für Sie noch so ein unübersichtliches Feld ist, ist es nämlich auch. Und dann versuchen wir da manchmal mit zu kleinen Blogartikeln ein bisschen Ordnung reinzubringen.
Hier ein weiteres Blog, ebenfalls von einer Kollegin, von der Monika. Die hat das Blog "Fördermittel Wissenswert" und letztendlich auch dort finden Sie verschiedene Artikel, Übersichten und Infos zum Fördermarkt oder auch thematische Artikel zu bestimmten Themen und Branchen und welche Förderungen es dort geben könnte. Das ist alles sehr gut für Einsteiger und Einsteigerinnen geeignet und rechts zugewandt, wie sie das schreibt.
Kommen wir zum Thema Literatur. Es gibt natürlich auch Bücher, die man lesen kann, um den richtigen Fördermittelgeber, die richtige fördernde Einrichtung zu finden. Wenn es was Gedrucktes sein soll, dann empfehle ich ganz gerne diese Broschüre, die heißt "Fördertöpfe für Vereine, selbst organisierte Projekte und politische Initiativen". Die beinhaltet nach eigenen Angaben jetzt 470 Förderquellen. Also ich habe nur eine ältere. Die wird tatsächlich aber regelmäßig aktualisiert, also jährlich oder alle zwei Jahre, das kann ich jetzt nicht gerade nicht genau sagen, aber sie wird regelmäßig aktualisiert und ist eben, weil sie vom Netzwerk Selbsthilfe ist, auch vergleichsweise kostengünstig. Da kenne ich viele Vereine, die das sich mal angeschafft haben und wo es dann in der Mitte auf dem Tisch liegt und man immer mal wieder blättern und schmökern kann. Natürlich muss man auch sagen, dass Gedrucktes aber natürlich auch veraltet und noch schneller veraltet als Datenbanken. Aber für ein Druckwerk ist das gar nicht so schlecht.
Ansonsten haben wir auch noch ein eigenes Buch dazu herausgegeben, das "Föderlotse Handbuch Fördermitteln". Das hätte ich jetzt mal clevererweise bereit legen sollen. Moment.
So, das sieht so aus. Und das ist schon ein dicker Schinken, ist auch teurer und Fachbuchkreis, sage ich mal. Und das ist aber, ja, ich sage mal, schon das Standardwerk für den Fördermarkt in Deutschland. Also das gibt eine sehr gute Übersicht über die verschiedenen Branchen des Bereiches des Fördermarktes und wie verschiedene Förderungen auch funktionieren. Ja, es gibt tatsächlich aber in Deutschland auch ein wenig zu viele Bücher zu diesen Themen. Das muss man klar sagen.
So, kommen wir zu Datenbanken. Gehen wir mal weg vom gedruckten Wort hin zum Digitalen. Das werden viele von Ihnen schon kennen: Förderprogramme des Bundes und der Länder sind in dieser Datenbank zu finden, in der Förderdatenbank. Und dort finden Sie in der Theorie alle Förderprogramme der öffentlichen Hand, inklusive auch der verschiedenen EU-Mittel, die ja häufig mit nationalen Mitteln verbunden werden in den Förderprogrammen.
Man muss aber auch sagen, das ist – also für den Einstieg ist es ganz spannend oder um auch manchmal entdeckt man auch Dinge – das geht aber nicht sehr in die Tiefe, wo man muss dann in der Regel von diesen fördert, von diesen Seiten, von den Einträgen dort auch schon genauer nachschauen bei den mittelverwaltenden Stellen, bei den Ministerien, wie genau funktioniert das denn, ist da gerade was los oder nicht?
Aber für den ersten Einstieg, um da einfach mal durchzugehen, ist es spannend. Man kann eben auch nach Ländern suchen, man kann auch nach Themen suchen, und auch da wünsche ich Ihnen, dass Sie da einen Ansatzpunkt finden für eine Förderung für Ihren Verein.
Eine weitere Datenbank: Da haben wir einmal, was die Stiftungen angeht, natürlich den Bundesverband der Deutschen Stiftungen mit seiner Stiftungssuche. Ja, die ist aber tatsächlich kostenpflichtig geworden vor einigen Jahren. Das heißt, es gibt eine sehr abgespeckte Basisversion, wo man nach Stiftungen suchen kann, und die erweiterte Suche mit mehr Stiftungsporträts und vor allem mehr Funktionalität, die ist dann teuer und, wie ich finde, schon ordentlich teuer. Was interessantes Modell ist, genau. Aber der Vollständigkeit halber sei dies ja auch erwähnt.
Und gerade Stiftungssuche ist natürlich ein spannendes Thema, weil wir wissen, dass sehr, sehr viele Stiftungen regional fördern. Sie fördern lokal, und das heißt vor der Haustür. Und deswegen ist es natürlich auch clever zu schauen, welche Stiftungen gibt es denn in, vor meiner Haustür, in meiner Region, meinem Bundesland. Und die kann ich viel leichter für bestimmte Dinge gewinnen als manche Stiftungen, die 500 Kilometer weit entfernt sind. Das ist bei gerade bei die kleineren und mittelgroßen Förderstiftungen fast chancenlos. Es gibt natürlich aber auch bundesweit fördernde große Stiftungen, die fördernder mathematisch. Und da ist es dann vielleicht etwas weniger wichtig, ob es jetzt gerade in Hamburg, Konstanz, Leipzig oder Essen sitzen, wenn denen das Thema gefällt.
Wenn Sie sich das Geld sparen wollen für die Stiftungssuche, gebe ich Ihnen einen weiteren Tipp. Sie finden eigentlich immer, egal wo Sie sind, auch öffentlich zugängliche, kostenlose Stiftungsverzeichnisse. Das kann von dem Bundesland sein, bei manchen, manche Bundesländer haben solche Stiftungsverzeichnisse. Das kann von einer Region sein, das kann Stiftungsnetzwerk von der Stadt sein. Die Suchmaschine Ihrer Wahl ist da Ihr Freund. Und ehrlich gesagt, ich habe noch nie ein solches Verzeichnis nicht gefunden für eine Stadt, für eine Region, wenn ich danach gesucht habe. Und ich hoffe, dass das bei Ihnen auch so ist und das kostet genau nichts. Und bei manchen kann man da auch tatsächlich komfortabel filtern: Ja, in welchem Landkreis sitzt man da, in welcher Stadt und was ist so in der Nähe und was sind die Themen? Ja, die sind dann unterschiedlich gestaltet, aber manche sind wirklich gar nicht schlecht.
Ich habe ja auch schon das pralle Thema Preise, Auszeichnungen für bürgerschaftliches Engagement, für gemeinnützige Arbeit angesprochen. Es gibt sehr, sehr viele Preise, Auszeichnungen, Wettbewerbe zu diesem Thema, weil viele Organisationen auch diese Art von Engagement – also das Engagement, was sie ist Tag und Nacht auf den Beinen hält – die möchten das auszeichnen, prämieren, würdigen, und dafür sind natürlich Preise und Auszeichnungen ein schönes Format.
Einerseits können Sie mal in der Datenbank des Deutschen Engagementpreises schauen. Das ist quasi der, der Preis der Preise. Also wenn man einen kleinen Preis gewonnen hat, kann man da noch meint, manchmal noch mal einen größeren Preis gewinnen beim Deutschen Engagementpreis. Es gibt aber so viele Preise, Auszeichnungen und Wettbewerbe. Also das beginnt bei der Ehrennadel des Stadtteils, ja, und geht hoch bis zum Bundesverdienstkreuz.
Dass es noch viel mehr gibt als auch hier in dieser Datenbank drin ist. Schauen Sie mal vor Ort, dass es manchmal ganz spannend, was man dort entdeckt. Und das können Preise sein von, von, von den ganz verschiedensten Einrichtungen, von Unternehmen, von Kammern, von alles Mögliche.
Wir haben auch eine Datenbank zu diesem Thema. Wir finden natürlich auch, dass das eine ziemlich gute ist, aber ich will hier nicht zu viel Werbung machen. Es ist tatsächlich eine, aber eine der wenigen Datenbanken, die branchenübergreifend ist und wo ganz viele verschiedene Typen von Förderungen drin stehen. Deswegen möchte ich sie einfach nicht verschweigen. Da haben wir aktuell etwa 750 Zuschussquellen drin für gemeinnützige Förderprogramme, gemeinnützige Förderorganisationen, quer durch alle Förderteam und Branchen. Dort kann man auch entsprechend nach dem Thema, in dem man sich engagiert, suchen nach Förderung. Und wir haben auch weitere, veröffentlichen regelmäßig News zum Fördermarkt. Das ist aber tatsächlich ein kostenpflichtiges Angebot, deswegen gleich weiter.
Ach so, jetzt kommt dummerweise auch wieder noch ein kostenpflichtiges Angebot. Da wurden wir gerade darauf aufmerksam gemacht, die, ja, so viel zum Thema Links. Das heißt halt einfach "Fördersuche dort Ort" und wurde als Start-up schon fünf verschiedener Stelle ausgezeichnet. Dort kann man auch nach Förderquellen suchen, entsprechend, also nach nach Themen, Standort et cetera und sich Reports zusammenstellen lassen. Habe ich, muss allerdings gestehen, mit diesem Service liegen mir persönlich keinerlei Erfahrungen vor. Werden Sie sich gegebenenfalls selbst ein Urteilten. Da ist auch zwar das kostet was, wenn Sie solch einen Anbieter beauftragen oder benutzen.
Gut, jetzt tickt die Uhr, und ich wollte noch ein paar Worte sprechen zum Thema, ein paar Worte sagen zum Thema "Fördermittelgeber überprüfen und ansprechen". Das mache ich jetzt mal so salopp in zehn Minuten.
Jo.
Die wichtigsten Aspekte, wenn wir jemanden im Visier haben, wenn wir jetzt in der Datenbank reingehen und schauen, wir finden ein Programm oder eine Förderorganisation: Das Allerwichtigste ist erstmal, passen die Förderziele dieser Organisation zu dem, was wir machen? Müssen Leute denken immer: "Ach, die haben ja Geld, da müssen wir irgendwie rankommen." Das ist aber tatsächlich nicht der entscheidende Faktor, dass die Geld haben und Sie kein Geld haben und dass Sie Geld brauchen und die Ihnen das geben sollen. Sondern es geht darum: Haben Sie gemeinsame Ziele? Das ist das Entscheidende, und ab dem Punkt an kann man auch anfangen darüber nachzudenken, ob das was wird. Wenn die Ziele nicht zusammenpassen von Ihnen, von dem, was Sie machen und der Förderorganisation, dann ist eine Anfrage in der Regel komplett sinnlos.
Eine weitere wichtige Frage ist: Können Sie formal einen Antrag stellen? Das ist manchmal schwierig für die Organisationen, die noch nicht gegründet haben, also keinen Verein sind, sondern zum Beispiel eine Bürgerinitiative oder eine sogenannte freie Gruppe. Die sind in vielen Fällen formal von der Antragstellung ausgeschlossen. Also das heißt, es gibt einzelne Ausnahmen, da geht es doch, aber zuerst müssen überprüfen, dürfen wir formal überhaupt nicht mit der Rechtsform, die wir haben?
Eine wichtige Frage ist: Kann ich da gerade einen Antrag stellen? Ja, manche Ausschreibungen erfolgen nur zu bestimmten Zeiten oder dann wieder im nächsten Jahr. Manche erfolgen zweimal im Jahr, manche bei manchen Einrichtungen kann man sich die ganze Zeit an die Wände schauen. Sie, ob und wann Sie einen Antrag stellen können. Und manchmal ist es dann nämlich tatsächlich so, dass Sie erst quasi in einem Jahr können Sie sich wieder an die lenden, ja, und das für den jetzt akut dann nichts bringen.
Eine weitere wichtige Frage, wenn wir uns Fördermittelgeber anschauen, ist die Frage: Was wird eigentlich gefördert? Die Leute denken immer noch: "Ich schlage was vor und geben mir die mir halt das Geld." Genau so ist es ihm nicht, sondern die haben häufig sehr genaue Regeln darüber, was gefördert wird und was nicht gefördert wird. Und typischer Punkt ist Personalkosten. Das wollen natürlich viele haben, das kann ich auch persönlich sehr gut nachvollziehen. Es gibt aber beispielsweise Förderorganisationen, die sagen eben halt: "Wir fördern das genau nicht, keine Personalkosten."
Gleiches Thema: Bau. Manche Organisationen sagen: "Ich fördere den Bau ganz gerne." Es gibt beispielsweise Hilfs- und Medienfonds, die sich auch darüber freuen. Es gibt auch Förderorganisationen, die sagen: "Den Bau fördere ich nicht." Es gibt auch Organisationen, haben das früher mal gefördert, sehr gerne gefördert, wie die Deutsche Fernsehlotterie, aber fördern das nicht mehr gerne. Sachkosten, Honorarkosten. Bei den meisten Organisationen ist definiert, was gefördert wird. Das muss man überprüfen, weil das bringt natürlich nichts, wenn Sie Baukosten haben wollen und dann können Sie nur ein, keine Ahnung, ein Bürgerfest veranstalten mit der Förderung. Und unten noch der Punkt: Wie viel Geld gibt es tatsächlich? Das ist auch eine entscheidende Frage, weil manchen gibt es tatsächlich ordentlich Geld. Das wünsche ich Ihnen auch.
Und bei anderen, ja, klickt man sich durch fünf Seiten durch und das sieht alles total beeindruckend und repräsentativ aus und dann stellt sich aber fest, dass Sie dort letztendlich 300 Euro bekommen. Da stellt sich natürlich auch die Frage: Lohnt sich der Aufwand angesichts einer Fördersumme? Viele Förderer geben deutlich mehr als 300 Euro, klar. Aber man muss erstmal schauen, wie viel, wie viel gibt es. Und auch nicht alle Stiftungen fördern. Manche denken schon: "Ich habe die perfekte Stiftung gefunden", aber dann stellen Sie fest, die vergibt ja eigentlich gar keine Gelder beziehungsweise es gibt auch einfach viele sehr kleine Stiftungen, die einfach nicht viel Geld haben. Das sind Dinge, die muss man rauskriegen, wenn man Fördermittelgeber anschaut. Wenn man da viel Erfahrung hat, dann geht die Saat von Überprüfung natürlich recht schnell und man konzentriert sich auf solche wichtigen Punkte.
Wenn wir jemanden jetzt überprüft haben und wir sind zu einem positiven Ergebnis gekommen, wir denken, dass diese Förderorganisation für uns spannend ist, dann müssen wir in Kontakt mit dieser Organisation treten. Und da sind die Möglichkeiten natürlich ganz unterschiedlich, dass es auch immer Vitamin B gibt. Das habe ich ja eingangs auch schon erwähnt. Manchmal kommt man auch mit den entsprechenden Referaten, mit Menschen auf Veranstaltungen ins Gespräch. Klar, nutzen Sie das, schaffen Sie auch solche Möglichkeiten, wenn es geht.
Aber ich gehe jetzt mal von der Situation aus, dass Sie einfach in der Datenbank geguckt haben und da haben Sie eine tolle Stiftung entdeckt oder eine Soziallotterie, die zu Ihnen passt. Und jetzt geht's los, jetzt überlegen Sie: Was mache ich jetzt? Ja, wie nehme ich Kontakt auf? Das ist tatsächlich extrem unterschiedlich. Das kann sein, dass Sie dort aktiv angehen müssen, indem Sie eine Anfrage stellen, Erst-Anfrage stellen. Sie müssen stellen, müssen Sie nehmen Kontakt auf mit der Förderorganisation. Manchmal kann man aber tatsächlich auch nur auf bestimmte Ausschreibungen reagieren, die in bestimmten Abständen veröffentlicht werden und davon unabhängig läuft auch nichts. Ja, und entsprechend in diesem Rhythmus wird das auch dann bearbeitet und Sie können dann Antrag einreichen oder nicht.
Es kann sein, dass Sie den Telefonhörer in die Hand nehmen müssen und mein persönliches Gespräch mit einem Ansprechpartner führen müssen. Dass es bei manchen Förderorganisationen dringend geboten, zum Beispiel der Kontakt zu den örtlichen Sparkassenstiftungen läuft häufig doch sehr informell ab. Bei anderen Förderorganisationen ist gar nicht erwünscht oder möglich. Das merkt man dann aber auch, wenn man das ausprobiert. Manchmal muss man eine Voranfrage per E-Mail schicken. Manchmal ist es erforderlich, manchmal wird darum gebeten, eine kurze Projektskizze. Wir beschäftigen uns bei der nächsten Veranstaltung ja auch damit, was da reingehört, wenn man so eine Voranfrage schreibt. Und manchmal kommt es auch gleich zur förmlichen Antragstellung. Das kann ein einstufiges Verfahren sein, das kann zweistufiges Verfahren sein. Das kann relativ frei sein, das kann total geregelt sein über vorgegebene Formulare, Antragssysteme. Letztere haben manchmal so ihre Tücken, kann ich Ihnen verraten, aber auch das kann man lernen oder wir haben Kombination aus. Also das sind die Fördermittelgeber auch ganz unterschiedlich.
Was ich Ihnen hier aber generell empfehlen würde, ist: Machen Sie das schon bitte so, wie die Förderorganisation das gerne hätte. Denn die meisten Förderorganisationen kriegen viele Anfragen, und sie haben deswegen sich bestimmte Verfahren überlegt, und da sammeln Sie schon mal Bonuspunkte, wenn Sie auch zeigen, dass Sie so etwas berücksichtigen können. Wenn Kontaktmöglichkeiten bestehen, das ist in der Regel immer gut, weil man sein Gesicht zeigt, wenn man zusätzliche Informationen bekommt. Auch ich mache das bei meinen Projekten immer wieder zusammen mit meinen Klienten, dass wir versuchen, unser Gesicht zu zeigen, bevor wir wirklich einen förmlichen Antrag abschicken.
So, ich habe noch ein paar Minuten, und ich gebe Ihnen einen allerletzten Tipp noch mit. Ich kann letztendlich sehr viel über dieses Thema sprechen, weil das ist es, was ich die ganze Zeit mache, aber ist schwierig, in das sind zwei Minuten alles einzupacken.
Deswegen beschränke ich mich jetzt noch auf einen Tipp, der Ihnen vielleicht etwas helfen sollte, wie man so psychologisch, geistig an eine Kommunikation mit einer fördernden Einrichtung herangeht. Und da habe ich mir mal das schöne Wort der "Bringschuld" ausgedacht oder ich verwende es dafür. Gehen Sie davon aus, dass Sie als Verein, als jemand, der fragt, gegenüber fördernden Einrichtungen eine Bringschuld hat, ja, und nicht umgedreht.
Ich weiß, in der Praxis: Sie engagieren sich, was ganz Tolles. Sie haben wahrscheinlich Stress, Sie haben ganz viel zu tun, und es ist immer mehr Arbeit, als man schaffen kann. Und Sie denken und wünschen sich: "Jetzt soll doch endlich jemand kommen, der uns dafür Geld gibt." Tatsächlich für die fördernden Einrichtungen ist aber, dass kein Thema, und in der Kommunikation so zu denken, ist auch ihr kontraproduktiv. Das interessiert die fördernden Einrichtungen nämlich wenig bis gar nicht, tatsächlich, außer der DSC II natürlich.
Das heißt, wenn Sie so eine Antragstellung reingehen, ich habe das jetzt hier mal ein bisschen humoristisch überspitzt und sagen: "Wir sind eine arme Organisation, wir brauchen dies und das, ja, Personalstellen, wir brauchen die Baukosten, wir brauchen, was hatten wir neulich, den den Rasenmäherroboter vom Sportverein oder die Notebooks. Das brauchen wir und werden kein Geld uns das zu kaufen. Und deswegen rufen wir Sie mal an und fragen mal, was können Sie nun für uns machen, diebe Stiftung oder liebe Soziallotterie? Und aber was machen Sie sich noch mal ganz genau, was wissen wir eigentlich gar nicht so genau, aber wir dachten, wir melden uns einfach mal, können wir von Ihnen was kriegen?"
Übertreibt jetzt ein bisschen, ja, bewusst, aber das kommt vor, tatsächlich mehr oder weniger in dieser Form. Und die Förderorganisationen denken sich: "Ist nicht. Das ist eigentlich nicht die Art von Kommunikation, die wir haben wollen. Wir wünschen uns eigentlich was anderes."
Und ich kann Ihnen verraten, was die sich gerne wünschen: Sie wünschen sich Organisationen, die ankommen und sagen: "Okay, wir haben uns tatsächlich damit beschäftigt, wie Sie fördern. Wir haben auch mal Ihre Förderrichtlinien gelesen oder geguckt, was für Projekte bei Ihnen schon in der Vergangenheit gefördert worden sind. Wir haben Ihre aktuellen Förderperioden verstanden. Ja, wir haben uns tatsächlich damit beschäftigt, weil Sie uns wichtig sind, und wir haben jetzt einen tollen Vorschlag, der auch passt zu dem, wie Sie arbeiten und wie Sie Ihre Förderung vergeben können. Ja, wir machen Ihnen einen Vorschlag, der zu dem passt, was tun. Und PS: Wir sind übrigens auch eine tolle Organisation, wir machen gute Arbeit, man kann uns vertrauen und wir setzen auch das um, was wir versprochen haben."
Das sind die Bewerber und Bewerberinnen, die sich fördernde Organisationen wünschen, nach denen sie auf suchen oder deren Förderanfragen sie aufgeschlossen entgegennehmen und prüfen. Wo hingegen, wenn man jetzt sagt: "Job gehört, hier gibt's Geld, ich muss jetzt mal, ja, an so", das löst meistens ihr negative Reaktionen aus. Also mein Tipp, mein Hinweis ist: Gehen Sie so an Förderorganisationen ran. Beschäftigen Sie sich damit, was diese Förderorganisationen tun. Wie gesagt, wenn man das ein bisschen gelernt hat oder auch einfach ein paar Mal gemacht hat, ist das auch alles gar nicht so kompliziert. Aber die merken das, wenn man sich auch informiert hat, wenn man sich damit beschäftigt hat. Es ist Arbeit, ja, sage ich, will ich nicht verschweigen. Aber so wie hier der Mensch mit der grünen Sprechblase rangeht, so ist es eben weitaus häufiger, deutlich häufiger von Erfolg gekrönt.