Gut, vielen lieben Dank. Ich freue mich auch, heute dabei zu sein und über das große Interesse an dem Thema. Heute geht es um das Thema Fördermittel. Na ganz klar, und zwar zum Thema „ausgeschrieben gute Idee – Antragsfragen erfolgreich formulieren“. Und was werden wir nun die nächsten 45 Minuten machen? Wir werden uns tatsächlich den Ablauf der Fördermittelkrise einmal genauer anschauen, ganz allgemein und auch, wie sich dieser oder sollte dieser innerhalb der Organisation aussehen. Wir schauen uns den typischen Aufbau von Projektanträgen an und kommen dann, und das ist der Großteil des heutigen Vortrags, zu den Strategien für das Beantworten zentraler Antragsfragen. Letztendlich schließen wir dann eben mit dem Aufbau der Kalkulation.
Wenn wir uns also mal anschauen, wie sieht so die Fördermittelkrise, wie so das Vorgehen ganz allgemein aus? Es gibt also eine fördernde Einrichtung, zunächst einmal. Das kann die öffentliche Hand sein, z.B. Bundesprogramme, und es können aber auch Stiftungen sein. Diese Förderinstitution gibt nun Mittel raus. So. Und diese Mittel kann sie dauerhaft rausgeben. Also z.B. die Lotterien, die ab Mensch da sind. Solange es keinen Antrag gibt, kann man Anträge dauerhaft stellen, solange eben die Förderprogramme bestehen. Da gibt es keine Fristen. Es gibt aber auch eben Förderinstitutionen, die haben regelmäßige Antragsfristen. Da kann man einmal oder zweimal Anträge stellen. Das ist z.B. auch beim DSE der Fall. Dann kann es auch sein, dass es einmalige Calls gibt. Das heißt, dass ein Förderprogramm nur einmalig oder über einen bestimmten Zeitraum ausgeschrieben wird. Das ist meistens der Fall bei bestimmten Ereignissen. Das können also politische oder gesellschaftliche Ereignisse sein, auf die man schnell reagieren möchte, oder eben auch Naturkatastrophen. Ihr wisst bestimmt noch, dass wir die Naturkatastrophe, die Flutkatastrophe im Teil hatten, und da haben halt viele Förderer schnell Gelder zur Verfügung gestellt, damit die Folgen dieser Flutkatastrophe relativ gut und schnell behoben werden konnten.
Wenn ihr solch eine interessante Förderung für euch findet, dann hat man in der Vergangenheit, vor allem bei größeren Programmen, natürlich noch Informationsveranstaltungen besucht. Heute gibt es diese auch noch häufig online. Bei größeren Projekten hat man gegebenenfalls auch noch Kooperationspartner versucht, mit ins Boot zu holen oder versucht, das und letztendlich, wenn man eine interessante Ausschreibung entdeckt, dann ist es ganz wichtig beim Vorgehen, dass ihr euch erstmal informiert über den Förderer, die Richtlinien lest, dass ihr euch die Homepage studiert und, Entschuldigung, Entschuldigung, und dann letztendlich Kontakt zu dem Förderer aufnehmt, wenn ihr euch entschieden habt, dass diese Förderung wichtig für euch ist und dass ihr unter diesen Bedingungen ein Projekt umsetzen wollt.
Warum ist das wichtig, den Kontakt aufzunehmen? Und zwar aus dem einfachen Grund: Ihr könnt dann schon mal erst eure Organisation vorstellen, ihr könnt eure Projektidee vorstellen, und letztendlich, wenn ihr vorher schon alle Richtlinien gelesen habt, ihr habt euch die Antragsfragen durchgelesen, ihr habt euch einen kurzen Finanzierungsplan angeschaut, dann entstehen natürlicherweise auch Fragen, und die könnt ihr dann gleich stellen. In erster Linie wollt ihr natürlich aber auch erfahren, macht das überhaupt Sinn, den Antrag einzureichen, bzw. wie hoch ist vielleicht auch die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst gefördert wird. Häufig kriegt man dazu tatsächlich keine Antwort. Keiner darf sagen, ihr dürft keinen Antrag stellen. Das steht euch frei. Was ihr aber erfahren könnt, ist z.B. wie hoch, oder Förderer sagen manchmal bekannt, dass oder sagen, dass man eine bestimmte Summe oder eine bestimmte Anzahl von Projekten fördern möchte. Dann wird gesagt: „Na ja, wissen Sie, wir wollen z.B. 10 % Förderungen, äh 10 Projekte fördern, und Sie sind mittlerweile der Zweite, der hier einen Antrag stellen möchte. Also, Sie können gerne den Antrag einreichen, aber die Förderquote ist nicht besonders gut.“ Und dann kann jeder für sich selber überlegen, gut, ist das überhaupt für mich interessant, hier einen Antrag zu stellen? Wie hoch, wie wichtig ist mir das und diese Zeit zu investieren, um dann letztendlich den Antrag zu stellen?
Darüber hinaus, und das hat man gerade auch bei kleineren Förderern oder auch bei Stiftungen, da kann man noch viele weitere Informationen erhalten. Also sprich, wie gut passt wirklich das Projekt in die Vorstellungen des Förderers rein? Welche Ideen kommen vielleicht auch vom Förderer noch mit rein? Also gibt es vielleicht Tipps, in welche Richtung man sich mehr bewegen sollte? Bei kleineren Stiftungen kam das tatsächlich auch schon bei mir vor, dass gesagt wurde: „Reichen Sie mal ganz schnell, geben Sie mir mal zwei Seiten Konzept, reichen Sie das schnell ein. Wir besprechen das bei uns im Team innerhalb der nächsten drei Tage, und wir können Ihnen schnell Bescheid geben.“ Letztendlich ist es natürlich schön, wenn ihr euch dafür entscheidet, den Antrag zu stellen. Und wenn ihr den gestellt habt, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist natürlich, dass ihr eine Ablehnung erhaltet oder eben eine Bewilligung. Im Falle, dass ihr eine Ablehnung erhaltet, ist das beim ersten Moment vielleicht traurig oder schade, aber das gehört einfach dazu. Das solltet ihr relativ sportlich sehen, und was natürlich hilfreich sein kann, ist, wenn ihr den Grund abfragt für die Ablehnung. Hier schon mal von vornherein: Viele Förderinstitutionen nennen den Grund nicht, weil sie einfach rechtlich nicht anfechtbar sein können. Aber auch hier gibt es mittlerweile Lockerungen, dass einem die Gründe benannt werden. Das heißt, wenn ihr mal den Grund erfahren solltet für eine Ablehnung, dann wäre das wirklich dankbar, wenn ihr diesen Grund nicht rechtlich anfechten würdet, sondern wenn ihr das Ergebnis akzeptieren würdet. Und was ihr aber damit zeigt, wenn ihr noch mal in den Kontakt mit dem Förderer tretet, ist, dass ihr Interesse habt an dem Projekt und daran, dass genau exakt dieser Förderer euch weiter sozusagen, dass ihr den noch immer auf dem Schirm habt. Es kann dann tatsächlich sein, dass ihr dann eingeladen werdet, noch mal in der nächsten Runde einen Antrag zu stellen und dass man euch dann vielleicht mehr auf dem Schirm hat.
Im besten Fall erhaltet ihr eine Bewilligung. Bei manchen Förderinstitutionen ist es so, dass es die Bewilligung das einzige ist, was man erhält. Bei vielen ist es aber viel mehr so, dass man eben noch zusätzlich einen Fördervertrag kurz danach erhält, und erst wenn dann der Fördervertrag unterschrieben ist, kann man mit dem Projekt starten. Für den Fall, dass ihr abgelehnt werdet, das ist jetzt wichtig. Hierfür kann es viele verschiedene Gründe geben. Der erste ist natürlich, ihr habt keinen ausreichend guten Antrag beschrieben. Also eure Beschreibung ist zu ungenau oder aber der Kostenfinanzierungsplan entspricht nicht der Projektbeschreibung. Ihr seid zu wenig auf die Richtlinien eingegangen, was auch immer. Es kann aber auch sein, dass ihr einen sehr, sehr guten Förderantrag gestellt habt und dennoch erhaltet ihr eine Ablehnung. Da können Gründe z.B. auch sein, dass das, das kommt sehr, sehr häufig vor, dass man unterschiedliche regionale Bedarfe sieht. Also sprich, viele Träger gibt es in Berlin, viele Antragsteller gibt es in Berlin. Hier ist die Konkurrenz extrem hoch. Wenn man aber z.B. in ländlichen Bereichen, gerade auch in den neuen Bundesländern im ländlichen Raum, einen Antrag stellt, hat man häufig auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, Förderung zu erhalten, weil es eben hier keine allzu hohe Konkurrenz gibt. Hinzu kommt aber auch, dass z.B. von Seiten des Förderers, gerade bei kleineren Stiftungen, interne Absprachen stattfinden, die nicht nach außen getragen werden, und dann könnt ihr auch einfach schlichtweg Pech haben. Es gibt vielleicht Personalwechsel, da werden Informationen nicht weitergereicht, dann könnt ihr auch Pech haben. Oder aber eure eigene Organisation hat vielleicht nicht die ausreichende personelle oder finanzielle Basis oder nicht ausreichend für die Förderer zumindest ausreichende Projekterfahrung. Es gibt also viele Gründe, die existieren können, weshalb ein Antrag abgelehnt wird, und es muss nicht daran liegen, dass ihr einen schlechten Antrag geschrieben habt.
Wenn wir uns jetzt anschauen, wie ist der Ablauf innerhalb der Organisation, dann entdeckt ihr also natürlich als erstes den interessanten Aufruf. Ihr, wie das hatten wir ja schon gehabt, lest sämtliche Richtlinien und alle Dokumente, die für euch zentral sind. Eine Grundvoraussetzung ist, dass das gesamte Team im Boot ist. Also sprich, wenn ihr zuvor noch keine Fördermittelkrise vorgenommen habt, dann wäre es wichtig, im Team zu besprechen, ob ihr das umsetzen wollt oder eben alle sonstigen Geschichten, die das Fundraising betreffen, eben auch. Also wollt ihr in den Spendenmarkt mehr einsteigen? Das hat Auswirkungen aufs gesamte Team. Wenn wir uns genau das mal anschauen, z.B. für die Fördermittelkrise, dann braucht ihr natürlich auch Zuarbeit von der Buchführung. Wenn die schon überlastet ist und dann sagt: „Also ich möchte nicht, dass wir jetzt auch noch Fördermittelkrise hier starten“, dann kann das sein, dass spätestens zur Projektumsetzung ihr ein Problem habt. Es müssen also alle dahinterstehen, dass ihr das Projekt bzw. die Fördermittelkrise angeht. Wenn alle im Team sind, dann natürlich heißt es, das Projektkonzept zu entwickeln. Optimalerweise macht ihr das nicht allein, sondern im Team. Also zu zweit ist das ganz hervorragend, und da könnt ihr euch natürlich auch überlegen, wie teilt ihr euch die Aufgaben auf? Also sprich, teilt ihr euch ganz konkret auf: „Du machst den einen Blog, ich mache den anderen Blog“ oder gibt es bei euch jemanden, der federführend die Aufgaben übernimmt und der andere ist eine ergänzende und kontrollierende Instanz in dem Bereich? Ihr setzt euch gegenseitig Fristen, bis wann habt ihr welche Aufgabe übernommen? Teilt euch die einzelnen Arbeitsprozesse auf und holt euch recht frühzeitig, wenn es notwendig ist, die Kooperationspartner ins Boot. Wenn ihr mit Kooperationspartnern zusammenarbeitet, ist es so, dass es am besten ist, wenn ihr mit denen zusammenarbeitet, die ihr schon kennt, damit ihr wisst, dass das Projekt dann später erfolgreich umgesetzt werden kann. Wenn ihr mit neuen Kooperationspartnern zusammenarbeiten werdet, könnte es dankbar sein, die von Anfang an mitarbeiten zu lassen, also sprich auch den Antrag mitgestalten und mitschreiben zu lassen. Warum? Wenn ihr da schon bemerkt, dass der Kooperationspartner oder potenzielle Kooperationspartner nicht ordentlich zuarbeitet, nicht ordentlich in der Kommunikation ist, dann ist das ein guter Hinweis dafür, dass dann eben auch im Projektverlauf vielleicht Probleme entstehen könnten, und dann kann man rechtzeitig vielleicht von der Zusammenarbeit absehen.
Weiterhin kann es notwendig sein, dass man eben einen sogenannten Letter of Intent einreichen muss, beifügen muss, und das ist ein Referenzschreiben, kann man sagen, von einer öffentlichen Institution. Je nachdem, in welchen Bereichen ihr tätig seid. Stellt euch vor, ihr seid im Bereich Indikationen tätig, dann kann es sein, dass ihr eben ein Letter of Intent von der Indikationsbeauftragten seid. Wenn ihr im Dorf ein Projekt umsetzen wollt, dann kann es auch der Bürgermeister sein, je nachdem. Wozu ist so ein Letter of Intent notwendig? Die Förderinstitutionen kennen euch als Organisation natürlich noch nicht so gut oder teilweise auch gar nicht und wollen einfach sicher sein, dass ihr seriös seid, dass ihr tatsächlich existiert, dass die Verwaltungen oder eben die öffentlichen Einrichtungen vor Ort euch kennen, euch als seriös einstufen und euch auch zutrauen, dass ihr das jeweilige Projekt umsetzen könnt. Sofern ihr solche Letters of Intent geholt habt und sozusagen mit der jeweiligen Person, von der ihr das braucht, keinen Kontakt habt, ist es dann wichtig, dass ihr darauf achtet, dass ihr den Letter of Intent rechtzeitig sozusagen der jeweiligen Person oder der jeweiligen Verwaltung vorstellt. Dann kann es sein, dass man den anpassen möchte. Und dann letztendlich kommt es auch vor, dass man eben mit diesem Letter of Intent zu der Behörde geht oder zu dem Entscheidungsträger geht, sich die Unterschrift einholt und mit diesem Zettel wieder zu sich ins Büro geht. Letztendlich ist es wichtig, dass ihr alle gewünschten Unterlagen rechtzeitig einholt, damit dann der Antrag vollständig eingereicht werden kann. Neben dem verfassenden Antrag gilt es natürlich auch, die Kalkulation aufzubauen. Da ist es gut, wenn man das parallel umsetzt. Letztendlich, wenn ihr dann alle Fragen beantwortet habt, also eure Antragsbeschreibung fertig habt, wenn ihr die Kalkulation habt und sämtliche Anhänge, dann reicht ihr natürlich fristgerecht den Antrag ein. Das kann auf drei verschiedenen Wegen passieren: Zum einen natürlich per Post, dann eben per E-Mail oder aber ihr habt den Antrag in ein gewisses System hochzuladen. Wie das zu geschehen hat, das gibt natürlich auch der Förderer vor. Häufig bei öffentlichen Förderungen kann es sein, dass es auch einen zweifachen Weg abgeben muss.
Jetzt möchte ich mit euch klären, wie sieht so der typische Aufbau von Projektanträgen aus? Also immer dann, wenn ihr natürlich den Antrag einzureichen habt, per Post oder per E-Mail, habt ihr ein Anschreiben. Dann natürlich die Projektbeschreibung, das ist meistens eben auch schon eine Vorlage, die ihr zu verwenden habt, sowie die Kalkulation. Auch hier gibt es meistens eine Excel-Tabelle und dann die benötigten Anhänge.
Wenn man sich anschaut, wie ist der Aufbau von Projektanträgen, dann ist das sehr, sehr individuell. Projekte sind sehr individuell und dementsprechend auch die Anträge. Man kann jetzt also ein Bauvorhaben nicht vergleichen mit einem Sozialprojekt oder mit einem Kunst- und Kulturprojekt oder z.B. auch mit einem Wissenschaftsprojekt. Dementsprechend ist es auch notwendig, dass eben Projektanträge sehr unterschiedlich gestaltet sind. Es gibt aber gerade so im gemeinnützigen Bereich, im sozialen Bereich, aber auch tatsächlich hier auch im Kunst und Kultur oder aber auch im Naturschutzbereich Fragestellungen, die sich wiederholen und die genau in dieser Reihenfolge aufgebaut sind. Also als erstes möchte man natürlich in der Regel wissen, wie lautet euer Projekt, was ist der Name des Projektes. Bei größeren Projekten wird vielleicht manchmal auch nach dem Logo gefragt. Dann möchte man eine Kurzbeschreibung des Projektes haben, die Selbstdarstellung, Zielgruppe und Zielgruppenerreichung. Wenn man die beschrieben hat, möchte man natürlich eine Dartsanalyse vornehmen, die sozusagen zeigt, welches Problem man erkannt hat und welchen Bedarf es dementsprechend gibt, auf den man eben mit seiner Projektidee, mit seinen Zielen und Maßnahmen dann reagiert. Häufig und zunehmend bedeutsam wird auch die Nachhaltigkeit, die Kooperationspartner und die Öffentlichkeitsarbeit, und auf all die Aspekte möchte ich jetzt im weiteren Verlauf eingehen.
Zunächst erst einmal ein kurzer Exkurs zur Arbeit mit der KI und dann eben auch, wie wichtig es ist, Richtlinien zu lesen. Das ist ja die zentrale Voraussetzung, und wir werden eben genau nicht, wie schon vorher dargestellt, die einzelnen Punkte in dieser Reihenfolge durchgehen, sondern wie ist es am besten oder am schlausten voranzugehen, wenn ich einen Fördermittelantrag bearbeite. Das ist meine Herangehensweise. Das heißt, jeder hat seine eigenen Denkstrukturen, und ich stelle euch eben meine Struktur vor. Wenn ich im Großen und Ganzen einen Fördermittelantrag schreibe, dann ist bei mir nur der kurze Exkurs zur Arbeit mit der KI die Richtlinien als Grundvoraussetzung, dann eben die Zielgruppenbestimmung. Dann baue ich mir einen Zeitplan auf, komme dann, wenn ich den Zeitplan habe, also sprich auch schon weiß, welche Maßnahmen ich im Projekt umsetzen möchte, zu den Wirkungen, Projektzielen und auch Indikatoren. Setze mich erst dann tatsächlich mit der Bedarfsanalyse auseinander. Das machen Antragsteller sehr unterschiedlich. Manche beginnen auch erst mit der Bedarfsanalyse, kommen dann eben zum Zeitplan. Die Aspekte Nachhaltigkeit, Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung sind natürlich auch zentral, und die werden wir auch noch besprechen. Was wichtig ist, insgesamt: Alle Analysen, die ihr umsetzen werdet, greifen tatsächlich ineinander. Das heißt, wenn ihr dann später mal den Zeitplan euch aufbaut und dann später in die Bedarfsanalyse geht, kann es sein, dass ihr feststellt: „Oh, ich muss auf eine bestimmte Zielgruppe noch genauer eingehen.“ Die muss ich also bei den anderen Analysen z.B. berücksichtigen. Alles, was wir jetzt durchgehen, sind tatsächlich Vorschläge von mir. Ich habe schon angedeutet, die Analysen greifen stets ineinander. Es bedarf eines stetigen Abgleichs, und die Grundrichtlinien sind euer bester Freund, während ihr einen Antrag stellt.
Nur kurz zur KI: Natürlich werden immer mehr Fördermittel mittlerweile auch mit Hilfe von KI geschrieben. Die KI ist in vielen Arbeitsbereichen mittlerweile angekommen und natürlich kann sie auch sehr gut in der Unterstützung tätig sein. Ich empfehle euch trotzdem, sie nur als Unterstützung zu verwenden und nicht als das Tool, das euch sozusagen die meiste Arbeit abnimmt. Ihr solltet, wenn ihr schon mit der KI arbeitet, wirklich jeden Schritt überprüfen, auch nur Schritt für Schritt vorangehen. Und dann ist es ganz wichtig, dass ihr z.B. euch überlegt, wenn ihr euch Texte z.B. formulieren lasst: Wird überhaupt die Anzahl der vorgegebenen Zeichen berücksichtigt? Ihr müsst auch überprüfen, das werden wir uns nachher noch gleich anschauen. Entsprechend die Ziele beispielsweise, wenn es gefordert ist, der Film Wirkungstreppe: Leisten die formulierten Ziele überhaupt einen Bezug zu den vorgegebenen Zielen des Förderers? Gibt es eine Stimmigkeit der Bedarfsanalyse mit den Projektzielen und so weiter und so fort?
Welche Tools gibt es so? Es gibt so einige mehr, und es wird auch immer bedeutsamer, dass Tools verwendet werden, die ihren Sitz in Europa haben bzw. innerhalb der EU. Dennoch sind ganz gängige Tools, natürlich Perxity, die sehr gut bei der Bedarfsanalyse helfen, also bei der Recherche auch von Studien oder wissenschaftlichen Artikeln. Viele arbeiten sehr gerne mit Cloud zusammen oder auch mit ChatGPT. Ein hilfreiches Tool, was ich euch ans Herz legen möchte, wenn ihr später in die ja, wenn ihr später mal umfangreiche Richtlinien haben solltet und sagt: „Das ist jetzt erstmal zu viel, ich muss erstmal eruieren, ob die Förderung insgesamt interessant für mich ist“, und dann habt ihr z.B. ein Dokument von 60 Seiten, das solltet ihr lesen. Dann könnte tatsächlich ChatPDF sehr gut helfen. Da könnt ihr konkrete Fragen stellen und seht dann direkt auch die Anmerkung, wo denn diese Information steht. Also sprich: „Bin ich antragsberechtigt?“, „Wer ist antragsberechtigt?“, „Kann man da fragen, was sind die Ziele dieser Förderung?“, „Wie hoch ist die Fördermittelsumme?“, und so weiter und so fort.
Letztendlich, wenn ihr aber dann herausstellt: „Okay, diese Förderung könnte oder diese Richtlinien könnten für mich interessant sein“, ist es trotzdem notwendig, dass ihr die selber lest. Das kann euch noch keiner abnehmen, und das solltet ihr auch tatsächlich selber machen und euch nicht von jemand anders diese Aufgabe übernehmen lassen. Wichtig ist es dann eben, dass ihr nicht nur die Richtlinien, sondern auch die Homepage studiert und sämtliche weitere Merkblätter. Also als erstes gilt zu prüfen: Ihr braucht doch gar keine Inhalte zu lesen. Das Wichtigste ist zu prüfen: „Bin ich überhaupt antragsberechtigt?“ Ja, so, wenn das stimmig ist, dann erst kann man sich an den Inhalt ranmachen und sich überlegen oder nachprüfen, welche Nachweise gefordert werden, also welche Unterlagen habe ich den Antrag einzureichen. Letztendlich müsst ihr den Antrag vollständig einreichen. Das heißt, wenn ihr seht, oh, das ist sehr häufig der Fall, ich brauche einen Freistellungsbescheid, und dann merkt ihr: „Okay, mein Freistellungsbescheid ist schon etwas älter. Der sollte nicht älter als ein halbes Jahr sein.“ Dann wisst ihr, dass ihr den schon mal gleich beim Finanzamt beantragen solltet. Wann ist die Antragsfrist? Wie hoch ist die Fördermittelsumme? Wie hoch ist der Eigenmittelanteil? Was wird als Eigenmittel akzeptiert? Also sind das nur liquide Mittel oder kann ich auch Eigenleistungen z.B. ins Projekt mit reinbringen? Welche Kostenarten werden damit gefördert? Also ich meine, sind es Personalkosten, die gefördert werden, oder Sachkosten z.B.? Wo ist die Förderregion? Welche Ziele? Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Hat dieses Förderprogramm oder der Förderpunkt, in dem ich den Antrag stellen möchte, die Ziele sind eure Arbeitsgrundlage dann für die Ausformulierung eures Antrags bzw. eurer Ziele. Das ist wichtig. Ähm genau. Welche Maßnahmen werden gegebenenfalls nicht gefördert? Und dann geht es jetzt endlich auch weiter, dass ihr, wenn ihr die Richtlinien gelesen habt, dass ihr euch auch schon mit den Antragsformularen auseinandersetzt. Also, dass ihr die Vorlage, die Antragsfragen euch genau anschaut und schon mal die ersten Stichpunkte aufschreibt in dem Feld, was da für euch wichtig wäre zu formulieren oder was man da beantworten könnte. Das sollen nur erste Stichpunkte sein, und genau das gleiche bitte mit dem Kostenfinanzierungsplan. Da müsst ihr noch keine genauen Berechnungen machen. Schaut euch einfach an, wie ist der Kostenfinanzierungsplan aufgebaut? Z.B. sind die Honorarkosten, wenn ihr welche haben solltet, bei den Personalkosten enthalten oder gelten als Sachkosten? Und wenn ihr das euch genauer anschaut und schon auch die ersten Antworten schreibt bzw. Stichpunkte schreibt, dann entstehen Fragen. So. Und mit diesen Fragen könnt ihr ganz wunderbar in den Kontakt treten mit den Fördermittelgebern, denn dann präsentiert ihr nicht nur eure Organisation und euer Projekt, sondern ihr zeigt, wenn ihr Fragen habt, schon gleich dem Förderer, dass ihr euch auseinandergesetzt habt und dass ihr konkrete Fragen habt und dass ihr wirklich motiviert seid, den Antrag zu schreiben. Und das punktet natürlich.
Zunächst einmal kann man sich natürlich dann, wenn man also dann direkt reingeht, in den Antrag überlegen: „Mit welcher Zielgruppe arbeite ich zusammen?“ Insgesamt, alle Analysen, die ihr vornehmt, macht ihr natürlich für den Antrag, aber ihr übernehmt hier auch für euch selbst. Bei der Zielgruppenbestimmung, da fängt es schon an. Da ist es so, dass es gut wäre, wenn ihr natürlich nicht nur beantwortet, welche Zielgruppe nicht nur das beantwortet, was man im Antrag sehen möchte, sondern dass ihr auch für euch überlegt, ganz genau, welche Zielgruppe habe ich ganz konkret? Also mit welchen Menschen möchte ich zusammenarbeiten? Mit Kindern, mit Frauen z.B., die einen Migrationshintergrund haben und so weiter und so fort. Aber dann wollt ihr euch auch fragen, wer hat indirekt einen Nutzen von meinem Projekt? Also das kann ein positiver als auch negativer Nutzen sein. Sprich, wer ist indirekt von dem Projekt betroffen? Und was ihr euch auch überlegen solltet, gibt es vielleicht bestimmte Zielgruppen, die sich an eurem Projekt vielleicht stören könnten? Stellt euch vor, ihr wollt ein Stadtfest umsetzen, und dann wollt ihr da halt wegen bis nach 22 Uhr feiern. Das könnte sein, dass eventuell die Anwohner dann Probleme mit eurem Projekt haben könnten. Also geht es dann zu überlegen: „Okay, inwiefern kann ich eine Zielgruppe, wie wahrscheinlich ist es, dass eine bestimmte Zielgruppe gibt, die mein Projekt nicht gut heißen wird, und zweitens, wie gefährlich ist diese Zielgruppe vielleicht auch für mein Projekt, und was kann ich vornehmen, um sozusagen die Gefahr, dass negative Auswirkungen entstehen können für mein Projekt, gemindert werden können?“ Wie gesagt, das ist ein wichtiger Punkt. Überlegt euch selbst, welche Zielgruppen hat alles euer Projekt, und vor allem, wenn ihr eine gute Zielgruppenbestimmung macht, habt ihr eine gute Vorlage auch zusätzlich für eure spätere Bedarfsanalyse.
Neben der Zielgruppenbestimmung wird aber auch immer bedeutsamer die Zielgruppenerreichung. Was bedeutet das? Man hat in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es wunderbare Projektkonzepte gab, die auch wirklich sehr vielversprechend waren, aber man hat es in den Projekten dann doch nicht geschafft, dass letztendlich die Zielgruppe erreicht wurde. Also sprich, z.B. dass ausreichend Personen an einer Maßnahme dran teilnehmen. Die Frage ist also: „Wie schaffe ich es beispielsweise, dass ausreichend Teilnehmer in meinen Kurs kommen oder dass ich ausreichend Teilnehmende für irgendeine Maßnahme habe?“ Diese Zielgruppenerreichung ist natürlich die Sicherstellung eurer Projektumsetzung, und dementsprechend ist das der Punkt, wo man ganz konkret wissen möchte: „Wie erfolgt diese Zielgruppenerreichung?“ Es reicht also da nicht zu schreiben: „Ja, wir werden das Projekt mal so ein bisschen bekannt machen über Social Media.“ Wenn ihr kaum dort vertreten seid, wenn ihr keine große Reichweite habt, dann wird es nicht sehr zielführend sein. Hier möchte man konkret wissen: „Wie schafft ihr es, dass die Zielgruppe, dass die Menschen, mit denen ihr zusammenarbeiten wollt, für die ihr das Projekt macht, auch wirklich am Projekt teilnehmen?“ Wenn ihr jedoch schon die Erfahrung gemacht habt, dass ihr über soziale Medien eure Zielgruppe erreicht habt und dass das für euch wirklich gut funktioniert, dann könnt ihr das natürlich als Argument anbringen und könnt sagen: „Wir erreichen unsere Zielgruppe über die sozialen Medien und konnten das auch schon in der Vergangenheit erfolgreich umsetzen im Rahmen des Projektes XY.“
Wenn ihr die Zielgruppe bestimmt habt, gilt es natürlich zu überlegen: „Okay, wie will ich mein Projekt gestalten?“ Und dann kann es hilfreich sein, sich erstmal so einen ganz groben Zeitplan aufzubauen. Das ist dann nur ein grober Überblick für euch. Wie sollte so ein Zeitplan aufgebaut werden? Und zwar müsst ihr euch ganz genau überlegen, womit fängt mein Projekt an und womit endet mein Projekt? Warum? Weil nur das gefördert wird, was innerhalb der Projektlaufzeit ist. Das heißt, wenn ihr euch einen Tag vor Projektstart einen Trupper kauft, ist das nicht mehr innerhalb des Bewilligungszeitraums, also wird er nicht mehr sozusagen in den Kosten enthalten. Das heißt, ihr dürft euch gerne am Anfang des Projektes Zeit einräumen für vorbereitende Maßnahmen. Das heißt, ihr habt z.B. Anschaffungen oder ihr beginnt hier mit der Öffentlichkeitsarbeit, das, was eben eurem Projekt entspricht, und erst darauf folgt die inhaltliche Projektarbeit. Wenn ihr dann fertig seid mit eurer inhaltlichen Projektarbeit, dann habt ihr auch noch ein bisschen Zeit oder könnt ihr euch Zeit einräumen für einen Projektabschluss. Den braucht ihr, denn letztendlich gilt auch hier: Die Kosten, die entstehen oder vorhanden sind außerhalb der Projektlaufzeit, sind eben nicht mehr förderfähig. Wichtig ist auch, sich zum Schluss Zeit einzuräumen. Und warum ist das noch mal wichtig? Ihr solltet versuchen, so viel von administrativer Arbeit wie möglich in die Projektlaufzeit reinzubringen. Es wird sowieso der Fall sein, dass ihr natürlich das Projekt abrechnen müsst bis zum letzten Tag. Das heißt, ein bisschen Arbeit werdet ihr sowieso mit der Projektlaufzeit haben, aber nichtsdestotrotz könnt ihr versuchen, so viel wie möglich reinzukriegen. Hinzu kommt, dass natürlich die inhaltliche Projektarbeit sich auch ein bisschen verschieben kann, und wenn ihr die viel zu nah an das Projektende setzt, kann es sein, dass ihr am Projektende eure Ziele, eure Maßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt habt.
Habt ihr euren Zeitplan, wisst ihr auch schon ganz genau, wann ihr was machen wollt. Das heißt, ihr wisst eigentlich auch schon, welche Maßnahmen ihr umsetzen wollt. Es geht aber auch, der Förderer will ja wissen: „Was wollt ihr eigentlich bewirken? Was wollt ihr schaffen? Was ist eigentlich euer Ziel?“ Und so ist es wichtig, dass eure Maßnahmen natürlich auch einer gewissen Wirkungslogik entsprechen. Da wollen wir aber im ersten Moment erstmal differenzieren: Was ist denn überhaupt Wirkung, Projektziel, Maßnahmen und Indikator? Die Wirkung ist die gewünschte Veränderung. Das heißt, was möchte ich eigentlich erreichen durch die jeweilige Maßnahme? Also z.B. ich möchte euch Wissen vermitteln über die Fördermittelkrise. Wie kann ich das machen? Das kann ich über unterschiedliche Sachen machen. Ich kann z.B. oder wie könnt ihr das machen? Besser ist noch viel besser: Ihr wollt Wissen zur Fördermittelkrise generieren. Wie könnt ihr das machen? Gibt es verschiedene Möglichkeiten für euch? Ihr könnt z.B. an solch einem Webinar teilnehmen. Ihr könnt aber auch einfach jetzt anfangen, einen Fördermittelantrag zu schreiben oder ein Buch zu lesen. Das seht also, es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Ziel zu erreichen. Hier kann man sich also ganz wunderbar fragen: „Auf welchem Wege erreiche ich mein Ziel?“ Oder andersrum gefragt: „Wenn ihr sagt, okay, ich besuche hier so ein Webinar zum Thema Fördermittel, warum mache ich das?“ Aha, um mein Wissen auszuweiten zu dem Thema. Hinzu kommt aber auch, dass ihr stets und für die meisten Fälle natürlich auch Indikatoren formulieren müsst bei einem Fördermittelantrag. Was ist das? Das ist die Aussage gegenüber der Förderinstitution, dass ihr euer Ziel oder eure Maßnahme erreicht habt. So, und bei den Indikatoren müsst ihr ein bisschen vorsichtig sein, denn das, was ihr dahin schreibt, das solltet ihr auch möglichst einhalten, denn letztendlich werdet ihr daran gemessen. Indikatoren solltet ihr sowohl für die Ziele als auch für die jeweilige Maßnahme formulieren. Sie müssen zudem der sogenannten SMART-Regel entsprechen. Das heißt, für jede Maßnahme und für jedes Ziel einen spezifischen Indikator. Zugleich muss der auch messbar sein. Hier unterscheidet man in quantitative und qualitative Indikatoren. Quantitative Indikatoren sind ganz leicht zu messen, z.B. wie viele Teilnehmende habe ich in meinem Kurs? Qualitative Indikatoren gehen dann mehr in die Zielebene rein. Also sprich, ihr wollt Wissen generieren. Da wäre eben die Frage: „Okay, wie kann ich das, wie was kann ich da behaupten?“ Ich könnte oder wie könnte ich hier Aussagen, besser gesagt? Ähm könnte z.B. sagen: „Mindestens 70 % der Teilnehmenden geben nach der Veranstaltung an, neues Wissen generiert zu haben.“ Zugleich muss der Indikator aber auch erreichbar sein, realistisch sein, mit den verfügbaren Mitteln umsetzbar sein und auch für den Förderer attraktiv sein. Und was er noch sein muss: Er muss terminiert sein. Was die Terminierung angeht, da bitte nicht ganz genau Tag für Tag anzugeben, sondern hier kann man häufig sich auch Puffer lassen und sagen: „Z.B. innerhalb des ersten Quartals“ oder „innerhalb des Februars wird es einen Workshop, wird es ein Webinar geben zum Thema Fördermittel.“
Gehen wir genauer rein in die Thematik. Nur eine Ergänzung noch zu den Indikatoren: Die Indikatoren müssen auch stets nachgewiesen werden. Ähm, jeden Indikator, den ihr also formuliert, müsst ihr nachweisen. Das geht bei quantitativen Indikatoren relativ einfach. Z.B. wenn wir jetzt also an unseren Kurs denken, da wäre ein möglicher Nachweis eine Teilnehmerliste. Wenn es jetzt aber darum geht, qualitative Indikatoren nachzuweisen, also sprich euren Wissenszuwachs, da würde man z.B. Befragungen umsetzen oder Evaluationen und könnte dann eruieren, ob das Ziel jeweils auch erreicht wurde. Bei sozialen Projekten oder in dem Moment, wenn man mit einer gewissen Zielgruppe zusammenarbeitet, kommt sehr häufig die sogenannte Fineo-Wirkungstreppe zum Einsatz. Pineo hat sich zur Aufgabe gestellt, die Förderlandschaft etwas zu verbessern, und man hat in der Vergangenheit die Erfahrung gesammelt, dass viele Projekte zwar an sich sehr gut waren, aber nicht ausreichend Wirkung entfaltet haben, also langfristige Wirkung entfaltet haben. Dementsprechend wurde festgelegt, man möchte eigentlich in Zukunft mehr darauf achten, dass bei einer Zielgruppe das Ziel besser, dass man die Lebenslage einer Zielgruppe langfristiger verändert und damit auch langfristig die gesellschaftlichen Veränderungen vorantreiben kann.
Was ihr hier sehr schön seht: Dieses Stufenmodell hat sowohl einen blauen Bereich als auch einen grünen Bereich. Beim blauen Bereich handelt es sich noch nicht um Ziele, sondern um Voraussetzungen. Als erstes seht ihr die Aktivitäten. Das heißt, es ist alles abgeschlossen. Ihr habt sämtliche vorbereitenden Maßnahmen getroffen, damit ihr letztendlich das Projekt erfolgreich umsetzen könnt. Ihr habt das Personal, ihr habt die Ressourcen, ihr habt die Räumlichkeiten, und letztendlich erreicht ihr auch die Zielgruppe. Das hatten wir schon. Nicht nur, dass ihr die Zielgruppe per se erreicht, ihr müsst auch mit einer Zielgruppe natürlich zusammenarbeiten, die die Angebote akzeptieren. Also jene Leute, die auch kein Interesse an Fördermitteln haben, die werden, egal wie viele Workshops ich hier gebe, das Wissen nicht umsetzen, und es werden auch keine sein, die sich an einen Antrag ransetzen. Erst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, kann ich ein Projekt erfolgreich umsetzen und kann letztendlich auch etwas langfristig bewirken. Im ersten Moment muss ich natürlich da bei der Zielgruppe ans Bewusstsein ran und muss die Fähigkeiten verändern oder irgendwie Wissen weitergeben. Das heißt, ich habe häufig einen Input. Ja, also sprich, ihr habt z.B. einen Kurs. Man würde jetzt hier sagen: „Okay, als erstes erhaltet ihr ein Webinar z.B. zur Fördermittelkrise.“ Erst wenn ihr das Wissen habt, wenn ihr eure Interessen oder vielleicht in anderen Bereichen kennt, erst dann könnt ihr ins Handeln kommen. Erst dann geht ihr sozusagen ins Üben rein, übt Fördermittelanträge zu schreiben, geht unterschiedliche Analysetools durch, und erst wenn ihr das ausreichend oft gemacht habt, dann seid ihr die Experten im Fördermittelanträge schreiben, und dann hat sich eure Lebenslage geändert. Dann werdet ihr den ganzen Tag nichts anderes mehr machen als Fördermittel schreiben. Das ist das große Ziel dann dahinter. Und wenn sich eure Lebenslage verändert hat, dann hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Gesellschaft langfristig. Diese Gesellschaft, das kann man jetzt einmal als großen Bereich sehen, also sprich, das kann Veränderungen geben bis international. Es kann aber auch sein, dass hier das nähere Umfeld Auswirkungen hat. Zentral ist: Im Grunde geht es um diese beiden Ziele, um das Ziel, die Lebenslage der Zielgruppe ändert sich und die Gesellschaft verändert sich. Die Ziele vier und fünf sind sogenannte Mittlerziele. Wenn euch das interessiert und wenn ihr euch da mehr informieren wollt, es gibt das kostenlose Buch „Wirkung“ von Pineo. Das könnt ihr euch gratis runterladen, und alle, die das Thema Fördermittel ein bisschen ernster nehmen, die sollten sich das auch runterladen und einmal durchlesen. Es ist sehr leicht verständlich. Wie gesagt, diese beiden Ziele sind die wesentlichen Ziele. Das sind also die, die man am Ende des Projektes erreichen möchte bzw. langfristig erreichen möchte, und die haben darin auch den Knackpunkt. Sie kommen eigentlich ganz häufig erst zum Tragen, wenn das Projekt schon vorbei ist. Wenn ihr diese Ziele ausformuliert, wäre es wichtig, und das ist wirklich schwierig, wenn ihr das dann später umsetzt. Da solltet ihr zwei Sachen berücksichtigen. Zum einen, da hatte ich ja gesagt, in den Richtlinien genau rausschreiben, was sind die Ziele des Förderers. Ihr leistet immer einen Beitrag zu den Zielen des Förderers. Wenn jetzt also der Förderer sagt: „Wir möchten gerne, dass es mehr Wissen zu Fördermitteln gibt“, dann kann sozusagen mein Ziel sein: „Ich möchte gerne, dass eine Wissensvermittlung zur Herangehensweise vom Schreiben von Fördermitteln gibt, und zwar im sozialen Bereich.“ Damit habe ich nicht alle Menschen erreicht. Das kann ich gar nicht, weil ich z.B. ein Projekt nur in einem bestimmten Ort umsetze oder ein bestimmtes Thema umsetze, aber ich leiste einen Beitrag. Gleichzeitig müssen diese Ziele in ihrer Umkehr ein bestehendes Problem, das auch tatsächlich existiert, lösen, denn ihr braucht die Umkehrung dieser beiden Ziele als Grundlage für eure Bedarfsanalyse.
Wenn wir also jetzt noch mal zurückgehen: Wie war das noch mal mit dem Aufbau von Fördermittelanträgen? Zunächst Titel, Projektbeschreibung, Selbstdarstellung, Zielgruppen haben wir schon, Bedarfsanalyse und Projektziele, Maßnahmen, Indikatoren. Das haben wir auch schon. Es fehlt also jetzt von der Logik her die Selbstdarstellung. Ihr müsst also argumentieren, weswegen ihr diejenigen seid, die dieses Projekt besonders gut umsetzen können. Ihr habt ein bestimmtes Problem erkannt, und ihr reagiert genau auf dieses Problem. Und wie jetzt diese Bedarfsanalyse genauer aussieht oder was es da zu beachten gibt, das wollen wir jetzt noch kurz durchsprechen. Diese setzt sich natürlich aus der Situationsbeschreibung und der Problemanalyse zusammen. Hier ist es dankbar, wenn ihr mit Zahlen arbeitet, mit Belegen arbeitet. Ihr schaut aber immer ganz genau, was möchte der Förderer wissen? Welche Fragestellungen hat er? Also möchte er wissen, welchen Bedarf gibt es von Seiten der Zielgruppe oder wie sieht die Situation vor Ort aus? Und es gibt eine wunderbare Logik: Ihr erkennt ein Problem, einen Bedarf, und ihr löst dieses Problem, diesen Bedarf mit Hilfe eures Projektes, mit euren Projektzielen und leistet damit einen Beitrag zum Oberziel des Förderers. Ein tolles Tool, das man eben verwenden kann für die Analyse, ist hier der sogenannte Problemraum. Hier formuliert ihr eben auch die Probleme, die ihr erkannt habt, je nachdem auch auf Ebene der Gesellschaft und Ebene der Zielgruppe. Jedes Problem hat eben Ursachen und Auswirkungen. Und wenn ihr zuvor eine ordentliche Zielgruppenbestimmung vorgenommen habt, könnt ihr euch also auch überlegen: Gut, von den einzelnen Zielgruppen gibt es da irgendwelche wichtigen Punkte, die eben zu den Ursachen zählen oder die auf diese Zielgruppe Auswirkungen haben, und dann habt ihr eine wunderbare Argumentationslinie, eine wunderbare Bedarfsanalyse, die zu euren Projektinhalten und letztendlich auch zu euren Zielen führt.
Jetzt zum Aspekt der Nachhaltigkeit, das ist einer der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hier können zwei unterschiedliche Fragen gestellt werden, und häufig werden auch zwei unterschiedliche Fragen gestellt. Ähm, zum einen kann gefragt werden: „Welche langfristigen Wirkungen hat das Projekt auf die Zielgruppe und auf die Gesellschaft?“ Hier seht ihr, kommen wieder Fineo mit den Zielen sechs und sieben zum Tragen. Ganz selten wird auch mal gefragt: „Was hat eigentlich langfristig die Organisation davon, wenn sie das Projekt umsetzt?“ Es gibt aber auch eine weitere Fragestellung, die häufig gestellt wird, und zwar: „Wie kann das Projekt nach Projektende zumindest in Teilen weitergeführt werden?“ Je nachdem, das hat man häufig bei Anschubfinanzierungen, da müsst ihr dann kreativ sein. Da müsstet ihr euch überlegen: „Okay, welche Infrastruktur könnte ich während des Projektverlaufs sozusagen bei mir schon etablieren, dass ich mit der Zielgruppe weiterarbeiten kann oder dass ich bestimmte Angebote, die ich eben in dem Projekt habe, noch weiterführen kann?“ Zur Öffentlichkeitsarbeit: Das ist ein wichtiger Aspekt. Die Förderer wollen natürlich auch, dass euer Projekt bekannter wird und dass es eine große Strahlkraft hat und natürlich von ihnen auch bekannt werden und wollen zeigen, was sie mit ihrer Unterstützung alles bewirken können. Deswegen solltet ihr euch immer überlegen: „Okay, im Rahmen meiner Öffentlichkeitsarbeit, welche Ziele verfolge ich? Welche Zielgruppen spreche ich an?“ Und auch hier gilt es, smarte Ziele zu formulieren. Also sprich, als Beispiel: „Wir wollen innerhalb der Projektlaufzeit so und so viele Flyer verteilen und so und so viele Menschen erreichen.“ Ein wichtiger Aspekt ist noch die Selbstdarstellung. Hier ist das Aushängeschild eurer Organisation. Hier verantwortet ihr natürlich auch immer die Fragen, die vom Förderer gestellt werden. Was aber wichtig ist: Ähm, drei Möglichkeiten gibt es hier in der Regel. Die eine ist, man möchte natürlich wissen, was seid ihr für eine Organisation. Das ist natürlich wichtig, dass ihr auch den vollständigen Namen reinschreibt, dass ihr euch beschreibt, eure Organisation beschreibt und zwar auch wirklich schon passend zu der Thematik, in der ihr den Antrag stellen wollt. Und als nächstes kann es sein, es kommt sehr selten vor, dass man vielleicht wissen möchte, welches Projektpersonal soll eingestellt werden. Und was ein wichtiger Punkt ist, sind die bisherigen Projekterfahrungen. Ihr könnt also auch, wenn ihr in Kooperation ein Projekt schon umgesetzt habt, schon fragen: „Okay, die könnt ihr auch angeben.“ Und dann nennt ihr natürlich den Förderer, dann nennt ihr die Fördersumme und den Inhalt eurer vergangenen Projekte. Ganz wichtig: Ihr werdet mit hoher Wahrscheinlichkeit gegoogelt. Da ist es zentral, dass ihr eine gepflegte und gute Homepage habt. Öffentlichkeitsarbeit ist ganz zentral fürs Fundraising und für die Fördermittelakquise.
Zur Kurzbeschreibung: Auch hier gibt der Förderer regelmäßig vor, was ihr da reinschreiben habt. Häufig gibt es natürlich auch hier eine Zeichenvorgabe. Sofern es keine Vorgaben gibt, ist das eine Empfehlung, was eben in der Kurzbeschreibung drinstehen könnte. Natürlich der Name der Organisation, sowie das zentrale Ziel eurer Organisation, das erkannte Problem, auf das ihr reagiert, und die Auswirkung des Problems. Und natürlich löst ihr dieses Problem mit eurem Projekt, das einen ganz klaren Namen hat, und dann könnt ihr kurz eure Projektidee vorstellen mit den zentralen Maßnahmen und den wichtigsten Zielen. Damit wird dann ganz offensichtlich, dass ihr eben einen Beitrag zu den Zielen des Förderers leistet.
Wenn wir noch mal zum Aufbau der Kalkulation kommen: Jeder Projektantrag besteht natürlich aus einer Beschreibung der Projektidee und einem Kosten- und Finanzierungsplan. Es ist also dankbar, wenn ihr tatsächlich den Kostenfinanzierungsplan parallel zu eurem Maßnahmenplan und Zeitstrahl aufbaut. Welche Kosten sind enthalten? Ganz häufig habt ihr eine Vorlage, an der müsst ihr euch natürlich halten, und da seht ihr schon, welche Kosten auch übernommen werden, welche Kostenarten. Der Finanzierungsplan stellt für den Förderer natürlich eine wichtige Übersicht aller relevanten Ausgaben und Einnahmen dar, und er zeigt, ob ihr in der Lage seid, das Projekt realistisch umzusetzen, ob die Ausgaben, die ihr tätigen wollt, wirklich auch den Zielsetzungen der Förderung und des Projektes entsprechen und eben auch, ob die Kosten durch den Finanzierungsplan gedeckt sind. Wichtig ist natürlich, dass ihr auf die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit achtet, und nur jene Posten sind zuwendungsfähig, die innerhalb des Projektzeitraums sind und die natürlich in den Richtlinien akzeptiert werden. Allgemein wird unterschieden in Personalkosten und Sachkosten, und der Finanzierungsplan stellt letztendlich den Kostenplan dar. Woraus kann er bestehen? Ganz klassisch aus Eigenmitteln, Einnahmen und der beantragten Fördermittelsumme. Letztendlich, und letzter Satz von mir: Ähm, als hilfreiche Stellung, schaut euch bitte als erstes immer, wenn ihr Ziele formuliert bzw. wenn ihr einen Antrag formuliert, ihr braucht unbedingt das Ziel des Förderers, und eure großen langfristigen Ziele bauen genau auf die des Förderers auf. Ihr leistet dazu einen Beitrag, und diese Ziele, die ihr formuliert, eure langfristigen Ziele sind in der Umkehr das bestehende Problem, das ihr auch löst. Ich danke euch recht herzlich für die Aufmerksamkeit. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht und ihr nehmt etwas Wissen mit. Danke schön.