Und wie schon letztes Mal mache ich ein ganz kleinen Recap zu dem, was wir jetzt in 1 und 2 gemacht haben für die, die vielleicht letztes Mal noch nicht dabei waren. Genau, allerdings einigermaßen zügig.
Ja, warum ist es generell wichtig und notwendig, sich mit Wirkungstransparenz und damit eben auch Wirkungsorientierung zu beschäftigen? Es geht also grundsätzlich bei Wirkungsorientierung darum, dass eben transparent ist, dass jeder weiß, sowohl innen in einer Organisation als auch hoffentlich nach außen, was diese Organisation genau oder im Projekt genau erreichen möchte und wie ist das erreicht und bei wem genau. Und das hilft eben dabei, Unterstützung zu finden, aber natürlich auch zu lernen und sich zu verbessern, wenn man sich sowas ganz genau anguckt und auch gut erzählen und erklären kann und eben auch analysiert. Darum wird es ja dann im Webinar noch mal viel gehen.
Genau. Wirkungen sind im Kern, haben wir das definiert, Veränderungen, eben hoffentlich auch in der Gesellschaft. Aber wir fokussieren uns ja als Projekte und Organisationen erstmal auf die Zielgruppen, die wir unmittelbar vor uns haben. Und da geht es um eben Veränderungen in deren Fähigkeiten, Einstellungen, in deren Handeln und letztendlich auch in deren Lebenslage. Und am Ende haben wir da aber natürlich trotzdem noch den Aspekt der Intervention als ausschlaggebendes Element drin, quasi: Die Wirkung passiert ja nicht von alleine, sondern ist eben Folge von eurem Projekt oder eurer Aktivität. Genau so ist also Wirkung für uns erstmal definiert.
Und die einfachste Art, sozusagen das Entstehen einer Wirkung infolge von eurer Organisation darzustellen oder vielleicht auch, um das ein bisschen klar zu machen, ist: GOOI. Wirkungskette steht für Inputs, Outputs, Outcomes und Impact. Das heißt also, was stecken wir rein, was also an Ressourcen, eben an Personalzeit und Geld oder Räumlichkeiten, Materialien? Was können wir dadurch für Aktivitäten anbieten oder eben für Angebote generieren? Sprich, hier drin steckt in den Outputs erstmal, was ihr sozusagen hinstellt, was ihr tut, und in den Outcomes also das, was sich daraus wirklich ergibt bei den Zielgruppen auf Zielgruppenebene. Das sind die Wirkungen auf der Ebene. Und der Impact ist das, was ihr an Wirkungen zur gesellschaftlichen Problematik beitragen könnt. Genau.
Diese EOI-Logik findet sich auch im FINEO-Wirkungsmodell oder halt in den Wirkungsmodellen dann auch eurer Organisation. Das bietet sich gerade auch an, um es einmal für sich selbst eben klarzukriegen, zu strukturieren, aber dann auch darauf zum Beispiel seinen Fundraising-Pitch aufzubauen, weil es einfach einmal schön erklärt: Was ist denn das Ausgangsproblem, das gesellschaftliche Problem? Was ergeben sich daraus für Bedürfnisse? Welchen Ansatz verfolgt ihr aus der Analyse dieser Problematik? Wie setzt ihr das um und was erreicht ihr letztendlich? Und genau, dass das Ganze zirkulär angelegt ist, weist schon darauf hin, dass man das auch immer wieder neu testen muss und analysieren und überprüfen muss, was der Inbegriff von wirkungsorientierter Kultur ist in einer Organisation. Sprich, man schaut immer mal wieder: Hey, ist denn das gesellschaftliche Problem überhaupt noch so vorhanden, wie das vielleicht zur Gründung unserer Organisation der Fall war?
Genau. Haben sich die Bedürfnisse vielleicht geändert und müssen wir entsprechend hier was anpassen? Oder kommen unsere Leistungen eigentlich so an, wie wir das wollen? Da geht es dann eben darum, wenn wir über Wirkungsanalyse sprechen, wenn man mal sein ganzes Modell auf den Prüfstand stellt. Und das sollte eben ein laufender Prozess sein.
Genau, dann hatten wir im zweiten Webinar über Zielgruppen gesprochen. Auch da ist wieder der Aspekt der Veränderung der entscheidende. Sprich, Zielgruppen sind eben diejenigen, bei denen wir letztendlich eine Veränderung bewirken wollen. Alles andere sind Stakeholder. Stakeholder sind auch wichtig für den Erfolg eines Projekts, aber eben am Ende nicht diejenigen, bei denen wir final etwas und damit primär etwas verändern wollen. Es kann zwar sein, dass man auf dem Weg zur Veränderung bei Schüler:innen mal eine bestimmte Kollegin endlich auf seine Seite bringen muss oder einen anderen Verein oder vielleicht eine staatliche Institution. Und insofern hat man da natürlich auch Veränderungsziele. Aber letztendlich ist eine Organisation für die Zielgruppen da, für die sie gegründet wurde oder wofür halt quasi das Herz ihrer Mitarbeitenden schlägt. Genau.
Das hat man dann eben eingeteilt, auch in… oder man kann sich das so ein bisschen klarmachen, um orientiert zu bleiben, an welcher Zielgruppe man denn am Ende letztendlich eine Veränderung schaffen will, weil man sonst eben im Alltagsgeschäft leicht mal ein bisschen das eben aus dem Blick verliert. Und das ist ja das Gegenteil dann von wirkungsorientiert zu sein. Wenn man eben zum Beispiel gerade an der Kollegin scheitert oder an dieser staatlichen Institution, die man irgendwie auf seine Seite kriegen muss, dann hilft es manchmal zu gucken: Für wen mache ich das am Ende? Dass man sich vielleicht nicht verbeißt und sich inzwischen das Problem geändert hat und man gar nicht mehr für seine Zielgruppe da ist. Vielleicht braucht man die staatliche Institution gar nicht mehr auf seine Seite zu bringen, weil sich die Lage geändert hat. Und dafür ist es eben wichtig zu wissen: Okay, für wen sind wir primär da? Wo wollen wir am Ende was verändern? Und wen haben wir eben als Stakeholder natürlich zu beachten und einzubeziehen, aber eben letztendlich auch nur operativ mitzunehmen.
Genau.
Ja, warum ist es jetzt notwendig und nützlich, sich mit Wirkungszielen auseinanderzusetzen, also eben unser heutiges Thema, sowohl zu Beginn als auch eben während der Projektlaufzeit, wie gesagt zirkulär immer wieder? Zum einen natürlich, weil es uns hilft, unser Projekt, unsere Organisation eben auf Kurs zu halten. Denkt an das Leuchtturmbild, das ich euch ganz am Anfang als so ein bisschen auch Sinnbild von Wirkungsorientierung gezeigt habe. Eine partizipative Erarbeitung schafft ein gemeinsames Verständnis eben und gibt allen gleichermaßen Orientierung in der Projektarbeit.
Ich wette, wir haben viele auch schon die Erfahrung gemacht: Wenn man zum Beispiel gemeinsam eine Vision und eine Mission erarbeitet, dann ist da viel mehr—man würde jetzt vielleicht auf Englisch sagen—Ownership, viel mehr Identifikation des Teams mit dabei, weil diskutiert wurde und eben wirklich sich gemeinsam angeschaut wurde: Warte mal, warum genau wollen wir eigentlich das erreichen? Warum sind wir davon überzeugt, ist das ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem visionären Ziel? Und das motiviert natürlich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn es manchmal nicht so gut läuft, weil man eben weiß: Okay, wir ziehen hier alle gemeinsam an einem Strang. Das ist ein anderes Gefühl, als wenn das so ein bisschen diffus in der Organisation ist. Und gerade im Sozialen und auch natürlich besonders im Ehrenamt opfern sich die Leute auch gerne mal auf. Und wenn man dann aber weiß: Okay, wir machen das hier richtig gut geplant und eben strukturiert und systematisch, und der Ansatz ist logisch, dann, genau, kann man da auch mal eine Zeit durchhalten, die weniger leicht ist. Und ganz wichtig, daran schließen wir, wie gesagt, wieder viel an: Das ist eben dann auch die Grundlage für euer Monitoring, für eure Evaluation, weil ihr jetzt letztendlich genau checkt: Warte mal, erreichen wir denn das, was wir uns als Wirkungsziele gesetzt haben? Dann im Rahmen dieser Evaluation. Genau. Und die Ziele helfen euch natürlich auch beim Fundraising, weil genauso wie eure Mitarbeitenden motiviert werden, werden auch hoffentlich eure Förderinnen motiviert, wenn ihr euch da einig seid, welche Ziele sinnvoll sind zu erreichen, welche Veränderungen tatsächlich die sind, die am Ende, ja, gesellschaftlich vielleicht auch ein paar Hebel umlegen. Genau.
In unserem Beispiel der Bildungsstürmer:innen—das kam für diejenigen, die beim letzten Webinar nicht dabei waren, immer wieder vor—das ist ein Verein, der so Ferienaktivitäten, also Sommercamps quasi, anbietet für Kinder und Jugendliche. Und die sollen dabei darin unterstützt werden, ihre Stärken zu erkennen. Und unser Beispiel zeigt immer den Herrn Sommer, der quasi der Vorstand dieses Vereins ist, im Gespräch, im Fundraising-Gespräch quasi mit einer Stiftungsvertreterin, der Frau Hoffmann. Und die stellt ihm immer so ein bisschen die Fragen, denen ihr vielleicht auch im Alltag begegnet, wenn ihr jemanden von eurem Projekt überzeugen sollt, vielleicht auch eure Mitglieder, eure Ehrenamtlichen. Da könnte eben die Frage von so einer Person sein, wenn in Richtung Wirkungsziele: Worauf wirken Sie denn jetzt genau hin? Was sind genau Ihre Ziele?
Und ja, oftmals hat man da so ein bisschen den internen Balken vor Augen. Das ist für einen selbst recht selbstverständlich. Aber umso besser, das noch mal klarzukriegen. Und dafür stelle ich euch eben heute die Wirkungstreppe vor. Das ist wirklich von FINEO/PHINEO so eins der, ja, wahrscheinlich die bekannteste Methode, vermutlich auch die bekannteste Grafik. Und eben eine Art, eine Wirkungslogik darzustellen, und eben auch eine möglichst einfache.
Und hier steht ja auch schon, wie ihr seht, in der Überschrift: Unterscheidung von Leistungs- und Wirkungszielen. Und zwar, wenn ihr mal auf die Farben guckt: Eins bis drei sind erstmal noch Leistungsziele, und ab vier sprechen wir eben von Wirkung, also von wirklichen Veränderungen. Und wenn ihr rechts hinguckt auf diese Skala oder, ja, auf die drei Worte, dann seht ihr auch wieder: Aha, das ist auch wieder analog zu der EOI-Logik. Hier fehlt jetzt quasi die 0. Das war so ein bisschen die Vereinbarung, dass man das in dem Fall einfach so einfach wie möglich macht, wo die Inputs sozusagen reingehen. Aber an sich hat man dann eben hier wieder die Outputs von 1 bis 3, also sprich, was ihr tut, dann die Outcomes von 4 bis 6, also das, was sich auf Zielgruppenebene wirklich verändert, bewirkt wird. Und auf Stufe 7 haben wir den Impact, also das, was ihr als Organisation eben zum gesellschaftlichen Ziel, zur Vision beitragt. Genau. Und was versteckt sich jetzt hier auf den jeweiligen Stufen?
Die Logik geht hier so: Man bietet erstmal seine Angebote an, und die finden hoffentlich erstmal wie geplant statt. Und als zweite Stufe ist dann: Die Zielgruppe wird erreicht. Weil es kann ja auch sein, man bietet diese Angebote an und es kommen auch super viele Leute oder es nehmen super viele daran teil, aber man erwischt gar nicht die Leute, die eigentlich total entscheidend dafür wären, dass sich was in der jeweiligen Problematik tut. Stufe 3 ist: Die teilnehmende Zielgruppe akzeptiert die Angebote. Das ist so ein bisschen auch aus dem Englischen mit übernommen. Wir sagen auch oft hierzu, dass die Zielgruppe zufrieden sein sollte mit den Angeboten. Denn wenn man teilnimmt, aber eigentlich innerlich nicht davon überzeugt ist, dass es hier gerade Spaß macht oder was Gutes ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich da innerlich wirklich was tut in Richtung Veränderung, eher gering.
Und deshalb ist das als dritte Stufe angegeben. Bis dahin hat sich aber noch nichts verändert. Erst auf Stufe 4 kommt dann eben die Veränderung, und zwar im Bereich der Fähigkeiten, des Wissens, Bewusstseins oder Einstellungen. Also grob könnte man sagen: die Veränderung eben im Kopf. Klar, wenn es vielleicht um handwerkliche Fähigkeiten geht, dann ist es zu erweitern, aber ich glaube, ihr versteht, was ich meine. Es geht eben darum, genau, dass sich da einfach, ja, ein Mindset-Shift vielleicht auch ergibt oder eben man einfach was Neues dazugelernt hat. Und auf Basis dessen könnte die Zielgruppe dann hoffentlich auf Stufe 5 auch ihr Handeln verändern und vielleicht dadurch auch letztendlich auf Stufe 6 ihre Lebenslage verändern.
Ja, und wenn das oft genug passiert oder vielleicht als gutes Beispiel bekannt wird und skaliert wird, dann verändert sich letztendlich die Gesellschaft. Dazu sei gesagt, dass es nicht immer in dieser Logik abläuft, aber es ist eine Logik, die sich auf super viele Beispiele anwenden lässt. Genau. Und deshalb würde ich euch auf jeden Fall anraten, es einfach mal zu versuchen, eure Wirkungslogik da sozusagen in dieses Schema einzuspeisen. Genau.
Genau. Eine Wirkungslogik hilft euch natürlich beim Klären und Planen, weil ihr erstmal gemeinsam schaut: Welche Annahmen liegen denn eigentlich darunter? Idealerweise ist das Ganze ja so ein bisschen logisch auch aufgebaut. Also wenn sich dann das Wissen ändert, dann können die Teilnehmenden anders handeln, und dann können sie sich auch quasi eine neue Realität bauen, so ein bisschen: Es ändert sich die Lebenslage. Und letztendlich, durch dieses Empowerment, ändert sich auch in der Gesellschaft was.
Genau. Und hier geht es eben dann spezifisch um die Annahmen eures jeweiligen Projektes, eurer jeweiligen Organisation, die ihr anlegt, die also auch—ja, vom Problembau, den wir, ich glaube, in Webinar 1 angegangen sind, also sprich wirklich so eure Überzeugung davon, wie ein Problem entsteht. Möglicherweise oder hoffentlich ist es auch so ein bisschen von euch fundiert recherchiert, was die aktuelle wissenschaftliche Lage dazu sagt, was da die Fakten sind, wie eben, was die Ursachen von einer bestimmten Problematik sind und warum deshalb vielleicht auch euer Ansatz an genau diesen Stellschrauben ansetzt.
Genau. Diese Wirkungslogik deckt insofern dann eben auch die Zusammenhänge auf, was euch auch total helfen kann beim Projektmanagement, weil man dann eben auch rückwärts planen kann und sagen kann: Okay, wenn wir das erreichen wollen, dann muss vorher dieser Schritt passieren oder diese Änderung passieren. Aber es ist mir trotzdem wichtig, hier noch mal zu unterstreichen, dass eben die Zusammenhänge nicht immer rein linear sind, sondern oftmals verstärkt, ja, noch mal ein Ding, was man—ein Aspekt, den man erreicht hat, vielleicht einen anderen Punkt, und so… Aber, wie gesagt, es ist, glaube ich, ganz gut, erstmal mit einem einfachen Modell von einer Wirkung zu beginnen. Genau. Es ist eben die Grundlage für eure Wirkungsanalyse, weil ihr daran, weil ihr eure Ziele im Nachhinein eben versucht zu analysieren, inwiefern die erreicht wurden. Und es ist eben gut, weil es ein gemeinsames Verständnis von eurer Organisation oder eurem Projekt mal einfach verschriftlicht, visualisiert, und kann eben Kern der Wirkungsgeschichte sein und damit beim Fundraising helfen.
Genau. Als kleine Übung, auch wenn das jetzt ja hier dann letztendlich auch ein Video ist und in dem Sinne nicht interaktiv, möchte ich euch mal kurz zu dieser kleinen Übung einladen: Welches Ziel des Bildungsstürmer:innen e. V. ist ein Wirkungsziel? Da wäre zur Auswahl: A) Die Ferienlager sind regelmäßig ausgebucht. B) Die Kinder sind mit den Ferienlagern zufrieden. C) Die Ferienlager werden in ganz Deutschland angeboten. D) Die teilnehmenden Kinder kennen ihre Stärken und Potenziale. E) Die Kinder haben vom Angebot der Ferienlager gehört.
Genau. Was ist jetzt noch das entscheidende Kriterium dafür, dass etwas ein Wirkungsziel ist? Das entscheidende Kriterium dafür ist, dass sich tatsächlich was bei der Zielgruppe oder gesellschaftlich verändert.
Und wenn wir da jetzt noch mal mit auf die Ziele gucken: „Die Ferienlager sind regelmäßig ausgebucht“ heißt, die Leute nehmen teil. Das heißt aber noch nicht unbedingt, dass die Zielgruppe erreicht wurde oder sich bei ihr was verändert hat, also kein Wirkungsziel, kann aber ein operatives Ziel sein. „Die Kinder sind mit den Ferienlagern zufrieden“ ordnet sich genau ein bei der Stufe 3, was ich vorhin meinte. Das ist super: Wenn man da schon mal die richtige Zielgruppe erreicht und die auch damit zufrieden sind, heißt es noch nicht, dass sie ihre Stärken identifiziert haben. „Die Ferienlager werden in ganz Deutschland angeboten“ könnte auch ein wichtiges operatives Ziel sein, um gesellschaftlich was zu erreichen, weil man eben skaliert hat, sagt aber auch noch nichts über die Wirkung aus. „Die teilnehmenden Kinder kennen ihre Stärken, Potenziale“—Bingo! Das ist genau das, was sich dieser Verein vorgenommen hat, und das wäre eben ein Wirkungsziel. Und dann: „Die Kinder haben vom Angebot der Ferienlager gehört“—wieder wichtiges operatives Ziel, ohne das geht es natürlich nicht. Maximal vielleicht erreicht man es als Verein auch über die Eltern, aber, genau, auch hier ein operatives Ziel, weil nur, weil sie davon wissen, hat sich ja bei ihnen weder im Wissen noch im Handeln was geändert.
Genau. Und auch noch mal als kleine Live-Übung sozusagen—vielleicht, weiß ich nicht, die, die jetzt im Nachhinein das Video anschauen, können ja einfach mal kurz auf Stopp klicken und gucken. Hier würde es mal darum gehen, diese Ziele tatsächlich einzuordnen auf der Treppe, auch wieder von Bildungsstürmer:innen e. V.: „Die Ferienlager finden regelmäßig statt“, „Die Kinder nehmen an den Ferienlagern teil“, „Die Kinder kennen ihre Stärken und Potenziale“, „Kinder nehmen gerne an den Ferienlagern teil“, „Die Kinder treffen eine passende Schulentscheidung“, „Das Bildungssystem in Deutschland ist gerechter“—gibt schon einen guten Hinweis, wo das hingehört—und „Die teilnehmenden Kinder haben einen ihren Potenzialen entsprechenden Bildungsabschluss“.
Genau. Ich gebe euch einmal zwei Sekunden, so ein bisschen zu gucken, wo was liegen könnte, und springe dann weiter. Also, wie schon meinte: „Das Bildungssystem in Deutschland…“, da ist natürlich die Rede von einer ganz großen Gesellschaftsgruppe. Das heißt, das lässt sich auf Stufe 7 auf der gesellschaftlichen Stufe einordnen. „Die teilnehmenden Kinder haben einen ihren Potenzialen entsprechenden Bildungsabschluss“ ist eine neue Lebenslage, eine, die ihnen ganz viele neue Möglichkeiten eröffnet. „Die teilnehmenden Kinder treffen eine passende Schulentscheidung“, das ist quasi eine Aktion, eine Handlung, was sie hoffentlich in Folge dessen machen, dass sich was geändert hat, dass sie eben jetzt das Wissen erlangt haben, was ihre Stärken und ihre Potenziale sind. Dann sind wir eben hier bei der Zufriedenheit, Stufe 3: „Die Kinder nehmen gerne an den Ferienlagern teil.“ Stufe 2 ist: „Sozial benachteiligte Kinder“, also sprich wirklich die Zielgruppe, wird erreicht: „Diese Kinder nehmen an den Ferienlagern teil.“ Und Stufe 1 ist: „Die Ferienlager finden regelmäßig statt.“
Genau.
Hier gebe ich euch noch ein paar Tipps zur Formulierung von Wirkungszielen. Das ist nämlich gar nicht so einfach, wie man jetzt meint, wenn man sowas mal vorgegeben liest. Wichtig ist also—natürlich, oder was heißt natürlich—aber wichtig ist tatsächlich, hier auch die SMART-Kriterien anzuwenden, weil wir eben natürlich möglichst klare Wirkungsziele haben wollen, auf die wir gemeinsam hinarbeiten können. Die kennt ihr sicher. Das heißt eben: Zum einen sind sie spezifisch, sie sind super konkret, so konkret wie möglich. Sie sind messbar. Ich habe schon in den anderen Webinaren darauf hingewiesen, dass wir möglichst immer von Wirkungsanalyse sprechen und nicht von Wirkungsmessung, weil Messung ebenfalls immer nur eine Annäherung sein kann. Aber klar, wir wollen ja trotzdem sozusagen schauen, wo wir mit der Wirkung stehen, und die SMART-Definition ist so. Genau. Und wir arbeiten eben auf Indikatoren hin—aber nur, um da noch mal den Hinweis zu geben, dass „messbar“ relativ sozusagen genutzt werden sollte in dem Zusammenhang. Aber klar, wir versuchen, auf wirklich konkrete Ziele hinzuarbeiten. Dann sollten die natürlich von Stakeholdern akzeptiert sein, damit auch wirklich alle Lust haben, sich da mit einzubringen. Weil—es weist auch wieder darauf hin, dass wirkungsorientiertes Arbeiten auf jeden Fall Partizipation beinhaltet, die Einbindung von Stakeholdern. Natürlich soll es auch erreichbar sein, und selbst wenn man jetzt nicht immer die perfekte Deadline irgendwie setzen kann, ist es halt wichtig zu sagen: Innerhalb zum Beispiel eines Jahres schafft so und so ein großer Anteil, dies und das zu erreichen, zum Beispiel von unserer Zielgruppe. Also, dass man einfach so einen groben Zeitrahmen gibt, innerhalb dessen man das erreichen will.
Und jetzt eben ganz konkret zur Formulierung: Es ist wichtig, dass man eben die Zielgruppe, bei der die Wirkung eintreten soll, am Anfang des Satzes nennt und das Ziel ist zustands- und positiv formuliert. Also als Negativ- und Positivbeispiel einmal: „Die Schüler:innen suchen nach ihrem Schulabschluss nicht nach Arbeit.“ Da sind zwar die Schüler:innen am Anfang genannt, das wäre schon mal positiv, aber es ist eine negative Formulierung, also: Sie suchen nicht nach ihrem Schulabschluss nach Arbeit. Positiv wäre es ausgedrückt: „Die teilnehmenden Schüler:innen haben nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz.“ Also es ist dann eben auch schon ein Zustand und nicht irgendwie sozusagen noch der Prozess davon, dass die teilnehmenden Schüler:innen ihn vielleicht gerade finden oder so, sondern: Nein, wo wollen wir hin? Also an dem speziellen Zeitpunkt, den wir uns dann vornehmen, haben die Schüler:innen eben ihren Ausbildungsplatz gefunden.
Und weil die Lebenslage, die Stufe 6, am Anfang immer ein bisschen schwierig ist, noch mal ein paar kleine Extrafragen sozusagen, wenn ihr versucht, diese zu beschreiben. Dann fragt euch einfach: Welche neuen Möglichkeiten haben die Personen, die am Projekt teilnehmen? Und wie hat sich vielleicht auch deren soziale oder finanzielle Situation verändert?
Genau. Und hier noch mal ein paar mehr Fragen zu den jeweiligen Stufen: Wenn ihr euch also zu Stufe 1 Fragen stellt und das zu formulieren, könntet ihr fragen: Welche Angebote werden den Zielgruppen unterbreitet? Welche Materialien stehen zur Verfügung? Zwei ist: Wurde wirklich die Zielgruppe erreicht, die Leute, für die wir letztendlich Wirkung erreichen wollen? Also: Sind die Zielgruppen zufrieden, akzeptieren sie das Angebot? Und dann eben: Welche Fähigkeiten, welches Wissen, welches Bewusstsein, welche Einstellungen haben die Zielgruppen durch das Projekt erlangt? Was hat sich dort verändert? Wie handeln die Zielgruppen nach dem Projekt? Wie sieht die neue Lebenslage der Zielgruppe nach dem Projekt aus? Und: Zu welchen Zielen auf gesellschaftlicher Ebene soll das Projekt beitragen?
Genau. Ganz wichtig ist eben: Diese Zielsetzung—oder das Schöne eigentlich daran—ist, dass man ja eben auch diese Zielsetzung dann zur Rückwärtsplanung nutzen kann. Und Wirkungsplanung ist eben Rückwärtsplanung, weil wir wirkungsorientiert arbeiten. Sprich, wir haben die Wirkung, das Endziel, vor Augen und überlegen uns: Okay, logisch, möglichst soweit wir das irgendwie vermuten können, eben mit Hilfe unserer Wirkungslogik beziehungsweise Theory of Change, also Veränderungstheorie, von der wir als Organisation überzeugt sind, überlegen wir uns: Mensch, wenn wir dahin wollen, dann was muss ich dann jeweils tun und auf welcher Ebene oder an welchem Punkt—eben da wieder Stichwort Problembau—an welcher Wurzel setzen wir als Organisation an und was bieten wir dafür an, um diese Veränderung an genau der Stelle zu erreichen?
Genau. Das heißt also: Ich plane rückwärts. Ich setze mir erstmal das große Ziel, quasi den gesellschaftlichen Idealzustand, überlege mir dann: Welche Veränderungen müssen dazu bei der Zielgruppe passieren? Und: Durch welche Aktivitäten kann ich diese Veränderungen bei meiner Zielgruppe herbeiführen? Und: Was brauche ich, um diese Aktivitäten durchzuführen? Und hier muss man natürlich, wie gesagt, eben auch schauen: Was ist denn unsere Stärke als Organisation? Meistens hat man ja auch einen bestimmten Ansatz gewählt und entsprechend schon die Leute da, die genau die Kompetenzen haben, um diese Aktivitäten anzubieten.
Genau.
Und so sieht dann so eine Wirkungslogik aus. Das ist immer noch eins zu eins eigentlich dasselbe wie die Treppe, nur einmal das Beispiel, wie man die quasi zum Planen eben auch verwenden kann. Also, die könntet ihr einfach ein bisschen größer aufziehen und wirklich sagen: Okay, was muss eigentlich in den einzelnen Stufen quasi passieren? Und das wirklich so ein bisschen für euch auflisten. Ich habe das damals in meiner praktischen Arbeit auch als Führungsmanagerin sozusagen auch als große Tabelle gehabt, wo ich quasi in der linken Spalte von unten nach oben die Stufen 1 bis 7 hatte und dann eben jeweils die verschiedenen Ziele. Also, es ist ja dann eben auch in der Praxis nicht so, dass man pro Stufe nur ein Ziel hat, sondern meistens eben mehrere, die passieren müssen, damit da die Veränderung passiert. In meinem Fall war es jetzt auch zum Beispiel ein Schulkonzept. Das heißt, du hast natürlich für die Schüler:innen auch die verschiedenen Ebenen: Beziehungsarbeit, im Bereich digitaler Kompetenzen—überall wollten wir Veränderungen schaffen und haben dafür sozusagen spezifiziert: Was wäre das Ziel? Berufsorientierung: Die Schüler:innen können selbstständig Bewerbungen verfassen. Und das dann auch noch mal möglichst konkretisiert: Was heißt das? Naja, die können ein Anschreiben verfassen—also das war dann wirklich runtergebrochen—und sie können Anschreiben verfassen und können ihren Lebenslauf verfassen, den in ein PDF umwandeln, in eine E-Mail packen und versenden. Genau. Also wirklich möglichst konkret werden, dann kann man sowas auch im Nachhinein eben überprüfen, soweit möglich. Genau.
Dann habe ich euch noch ein paar Beispiele mitgebracht. Jetzt in diesem Fall ist es ein Beispiel eines Begegnungsprojekts bzw. eines Stadtteilprojekts, das ich persönlich jetzt gar nicht kenne, aber einfach noch mal als Beispiel dafür, wie so eine Wirkungstreppe aussehen kann. Zum Beispiel hat man eben das Projekt, das stattfindet an sich. Die Stadtteilbewohner:innen nehmen daran teil. Auf Stufe 3 ist: Sie nehmen aktiv am Projekt teil. Das ist öfter auch so ein bisschen der Indikator dafür, dass es ihnen gefällt, also dass man eben aktiv daran teilnimmt und nicht nur an sich sozusagen zuhört und vielleicht so ein bisschen grummelig im Hintergrund steht. Genau. Was ändert sich dann tatsächlich im Wissen? Naja, die Teilnehmer:innen kennen Bewohner:innen, die sie vielleicht vorher nicht kannten. Und das ist wiederum eine Voraussetzung dafür, dass sie gemeinsam auch Aktionen im Stadtteil umsetzen. Da könnte man jetzt, finde ich, extrem verkürzt sagen: Aber ist das ausreichend? Also: Brauchen wir da nicht mehr? Muss da nicht irgendwie vielleicht passieren—also noch auf Stufe 4 zum Beispiel—dass die Teilnehmenden gemeinsam irgendwie quasi einen gemeinsamen Pain, einen gemeinsamen Verbesserungsbedarf identifiziert haben oder vielleicht Selbstwirksamkeit spüren, weil man ihnen irgendwie ein besonders wirksames Tool oder vielleicht einfach den Raum gegeben hat, wo sie wissen: Ach Mensch, hier können wir uns ab jetzt immer treffen. Oder man hat ihnen an dem Beispiel gezeigt, wie viel Spaß es macht, gemeinsam tatsächlich auch den Stadtteil zu verändern. Ich unterstelle jetzt, es ist ein Projekt, das das genauso auch macht, und hier ist es ja auch eine vereinfachte Darstellung. Aber nur, um zu sagen: Wenn ihr quasi den logischen Check macht im Nachhinein, dann, genau, fragt euch wirklich auch: Aha, inwiefern führt wirklich das eine zum anderen? Fehlt mir hier noch eine Voraussetzung? Können wir die auch noch erfüllen, damit möglichst die nächste Stufe erreicht wird? Genau. Aber jetzt gehen wir davon aus: Die Teilnehmenden kennen sich gegenseitig und haben eben Lust, was zu verändern und wissen auch, wie das jetzt geht. Dann verändert sich ihr Handeln, und sie setzen wirklich auch gemeinsame Aktionen im Stadtteil um, sind dadurch viel stärker in den Stadtteil integriert. Und das gesellschaftliche Ziel in dem Fall, dass es im Stadtteil eine Kultur des Miteinanders gibt, in dem man gemeinsam gestaltet, ist erreicht.
Genau. Eine komplexere Wirkungslogik ist jetzt zum Beispiel die von Education Y. Da würde ich euch also einladen, die im Nachhinein euch genauer anzugucken. Das wäre jetzt ein bisschen weitführend, die sich im Detail anzugucken. Aber ihr seht: Wir haben hier mal auf sozusagen horizontaler Ebene verschiedene Zielgruppen, einmal eben die Kinder und Jugendlichen, bei denen vermutlich primär die Veränderung stattfinden soll, dann eben die Lernbegleiter:innen, sprich die Eltern, Pädagog:innen, Schulleitung und Peers, die die Angebote auch mit durchführen. Dann ist die Lernumgebung in dem Fall sozusagen auch als Zielgruppe dargestellt, weil die auch auf eine bestimmte Art verändert werden soll, so dass sie das Ganze, was dort verändert werden soll, sozusagen unterstützt, eben zum Beispiel, dass sie Partizipationsformate enthält oder Sicherheit bietet, Kollaboration fördert. Genau. Und so natürlich am Ende zum Beispiel zu dem Ziel gesellschaftliche Mitgestaltung mit beiträgt. Und eben auch die Zielgruppe der Kooperationspartner:innen und wie die gemeinsam auf die Veränderungen einzahlen. Genau. Und bei Outcomes wird hier auch noch mal ganz klar unterschieden in: Was tut sich dann rein sozusagen im, ich sag jetzt mal, Fachwissen oder halt im inhaltlichen Wissen? Und: Was tut sich so in der Haltung eigentlich? Und dann eben auf der Outcome-Ebene im Handeln.
Genau. Dann habe ich euch tatsächlich von QUINOA Bildung, wo ich, wie gesagt, früher gearbeitet habe, auch ein Beispiel für ganz simple Wirkungslogik eben mal mitgebracht. Da war eben der Lösungsansatz zu sagen: Wir entwickeln Bildungskonzepte speziell für benachteiligte Jugendliche. Die wiederum werden umgesetzt von unseren QUINOA-Schulen. Dadurch erhalten die Jugendlichen ihren Schulabschluss. Und dadurch, dass wir ihnen auch noch Anschlussbegleitung in Ausbildungen oder weiterführende Schulen anbieten, können die Jugendlichen letztendlich den Kreislauf vererbter Chancenverteilung—dass also schlechte Chancen immer wieder weitergegeben werden—durchbrechen. Das ist jetzt sozusagen die ganz vereinfachte Form, wenn man vielleicht wirklich mal in drei Sekunden sagen will, worum es bei QUINOA Bildung geht. Und wenn man das so ein bisschen schon auf einer Ebene höher sozusagen noch mal oder genauer beschreiben möchte, kann man eben sagen: Naja, es gibt eben QUINOA Bildung, die Organisation, die eben diese Konzepte entwickelt und eben Schulen gründet. Und dann gibt es eben tatsächlich eine QUINOA-Schule. Und dann kann man da eben auch unterscheiden: Okay, was soll denn hier kurzfristig vielleicht erreicht werden? Also bei QUINOA Bildung ist es, dass die QUINOA-Schulen das Konzept sich als wirksam erweisen. Mittelfristig soll es zukünftig als Referenzmodell in schwieriger Lage dienen, und immer mehr Schulen und Lehrer:innen sollen das Konzept anwenden. Und an der Schule konkret eben hat man die Anwendung, also sprich, es gibt einfach diese umfassende Betreuung über vier Jahre und eine Anschlussbetreuung. Im Kern gehört natürlich ganz vieles dazu. Dadurch erhalten kurzfristig erstmal die Schüler:innen die relevanten Kompetenzen und Ressourcen, die sie brauchen, um letztendlich mittelfristig einen Schulabschluss, einen Anschluss und die Kompetenzen für ihre Zukunft zu erhalten. Und letztendlich, langfristig, gestalten sie ihr Leben selbstbestimmt, unabhängig von ihrer sozioökonomischen, kulturellen Herkunft. Und mit diesem Ansatz erreicht man eben mehr Chancengerechtigkeit, sprich, dass eben alle Jugendlichen, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, wirklich auch eine Chance auf den Schulabschluss und Anschluss erhalten. Genau. Also, ihr seht: Je nach Kommunikationszweck kann es eben auch mal wichtig sein, sowas knackiger darzustellen oder eben auch mehr im Detail. Deshalb habe ich euch noch zwei weitere Beispiele mitgebracht: einmal das Beispiel von Acker e. V., früher bekannt als die GemüseAckerdemie, die ursprünglich—wie wir auch grundsätzlich bei PHINEO sehr gerne als Beispiel nehmen—weil wir schon an dem Bild erkennen, dass sie auch eine wunderschöne Art hat, zu visualisieren und eben in der Wirkungsorientierung wahnsinnig weit und entwickelt ist. Das ganze Team rund um Wirkungsorientierung ist ziemlich groß. Mein letzter Wissensstand ist, dass es vier Personen gibt, die sich darum kümmern. Es könnte inzwischen noch mal erweitert sein.
Und ja, genau. Also, wie ist es hier eben aufgebaut? Ihr kennt wieder dasselbe Muster: Wir haben die gesellschaftliche Problematik—ja, man hat die Entfremdung von Landwirtschaft und Lebensmitteln, man hat mangelnden Naturkontakt und eine ungesunde Ernährungsweise. Das ist das gesellschaftliche Problem. Da sind die Pflänzchen ganz traurig, und die Erde ist wohl trocken. Und dann kommt eben der Input: Also, was macht Acker e. V.? Die bieten als Aktivitäten an: interdisziplinäres Lernen, Expertise, Erfahrung, Netzwerke, Sach- und Finanzmittel, Spaß, Motivation und Leidenschaft. Das ist das, was die Schüler:innen sozusagen bekommen. Und das heißt: Welche Aktivitäten werden denn konkret angeboten? Die Schüler:innen können ein Jahr lang ihr eigenes Gemüse anbauen und erfahren dadurch eben Zusammenhänge der Natur und auch der Lebensmittelproduktion. Was verändert sich dadurch bei den Schüler:innen? Sie erwerben Wissen und Erfahrung zum Thema Gemüseanbau, entwickeln Interesse und Wertschätzung für Natur und Lebensmittel und ernähren sich letztendlich im Handeln dann auch eben gesünder. Und auf gesellschaftlicher Ebene kommt dadurch hoffentlich Stück für Stück eben auch raus, dass wir eine nachhaltig konsumierende und produzierende Gesellschaft haben, dass unsere Gesellschaft generell mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel hat und eben eine gesunde Ernährungsweise verankert wird—also eben genau auch, wie ihr seht, die Umkehrung der gesellschaftlichen Problematik. Und wie gesagt, das ist jetzt natürlich—also die GemüseAckerdemie hat natürlich super feine Wirkungsziele auf den einzelnen Stufen—das hier ist so ein bisschen die Metaebene.
Und auch das eher noch mal zur Lektüre danach ist zum Beispiel die bisschen noch mal genauer differenzierte Wirkungslogik der Albert-Schweitzer-Stiftung, die auch noch mal so ein bisschen zeigt oder beschreibt: Okay, was tun wir dann in den verschiedenen Bereichen und mit den verschiedenen Zielgruppen? Und die ist, wie ihr seht, auch in dem Fall von oben nach unten aufgebaut. Und worauf möchte die Albert-Schweitzer-Stiftung hinarbeiten? Auf weniger Tierleid, eine geringere Belastung der Mitwelt und weniger getötete Tiere. Und ich finde es—also ich bin ein großer Fan von solchen Logiken. Manche Leute erschlägt das—keine Ahnung. Hier gibt es Klarheit. Da sind die Menschen, glaube ich, auch unterschiedlich. Und deshalb ist es eben auch wichtig, gerade auch für intern, da unterschiedliche Versionen quasi zu haben. Und vielleicht auch gerade zum Beispiel fürs Onboarding, wenn man seine Mitarbeitenden, seine neuen, mitnehmen will, zu sagen: Guck mal, grundsätzlich haben wir hier drei Bausteine—so wie jetzt vorhin bei QUINOA Bildung—wie wir unser Ziel erreichen wollen. Und wenn du in die Tiefe gehen willst, dann schau dir doch vielleicht mal hier diese—ja, so auch ein bisschen in die Richtung Baum-, Lösungsbaum-Logik—an.