Das Thema für die heutige Veranstaltung haben wir genannt: "Zehn Tipps für gute Anträge". Dazu will ich Ihnen gerne etwas erzählen. Erstmal, worüber sprechen wir hier überhaupt?
In Deutschland gibt es viele Tausende, tatsächlich, von Organisationen, die Gelder vergeben, und zwar an Projekte, an Vereine, an Initiativen wie Ihre. Das sind beispielsweise die freiwilligen Zuwendungen der öffentlichen Hand, die die verschiedensten Einrichtungen vergeben, von Bundesebene über Landesebene bis manchmal in die Städte und Quartiere hinein. Das sind eine Vielzahl von Förderstiftungen, die wir in Deutschland haben – große, bundesweit fördernde Stiftungen, aber auch kleine regionale Stiftungen vor Ort. Wir haben die Soziallotterien, die drei großen: Stiftung Deutsches Hilfswerk, das ist die deutsche Fernsehlotterie, Aktion Mensch, werden viele auch kennen, die GlücksSpirale, aber auch kleine und sehr spannende Soziallotterien wie die Deutsche Postcode Lotterie oder die Lotterie Bildungschancen oder die Bingo-Umweltlotterien. Wir haben weitere Förderfonds, zum Beispiel Hilfs- und Medienfonds. Das sind Organisationen, die häufig von Medien gegründet worden sind, um Charity zu machen. Andere Förderprogramme – wir haben auch die EU-Förderprogramme. Also, es gibt eine große Menge an Förderern. Jedes Jahr werden in Deutschland geschätzt 40 bis 50 Milliarden Euro vergeben über Fördermittel, und damit meine ich tatsächlich freiwillig vergebene Fördermittel, keine anderen regulären Finanzierungsinstrumente. Und dieser Fördermarkt ist etwas unübersichtlich. Das ist ja auch Thema bei anderen Veranstaltungen hier von der DSEE, wo wir versuchen, Ihnen zu helfen, Sie ein bisschen zu orientieren in diesem etwas unübersichtlichen Förderdschungel.
Aber eins haben diese Organisationen eigentlich alle gemeinsam: Wenn man sie denn erst mal gefunden hat, wenn man sagt, hier habe ich jemanden, der mein Projekt, meine Initiative, meinen Verein fördern könnte, dann möchten diese Organisationen eigentlich alle einen Antrag von Ihnen. Wir kommunizieren mit diesen Organisationen in Schriftform. Wir schreiben denen was Schönes, und dann entscheiden die anhand dieses Schriftstückes, dem Antrag, ob die uns Geld geben oder nicht. Das kann bei einer kleinen Sparkassenstiftung eine E-Mail mit einem kleinen Anhang sein oder eine Seite, die man dahin schickt. Das kann bei einem Bundesministerium oder der EU Hunderte von Seiten sein, die man da hinschicken muss, wenn Sie Geld wollen von diesen Akteuren. Und natürlich gibt es alles dazwischen auch. Die Form der Einreichung unterscheidet sich. Manche machen das alles online mittlerweile, andere wollen das tatsächlich noch per Post geschickt haben. Manche haben bestimmte vorgegebene Formulare, andere nicht. Aber wenn Sie sich ein bisschen damit beschäftigt haben, dann merken Sie, dass sich diese Anträge alle ähneln. Eigentlich wird immer nach den gleichen Sachen gefragt, ob groß oder – also entweder aufwendiger oder schlanker. Und ich habe mir überlegt, welche Tipps kann ich Ihnen denn geben, die eigentlich für all diese Förderorganisationen und all diese verschiedenen Anträge gelten? Und da ich in meinem Leben schon Hunderte von Anträgen, vielleicht Tausend – ich habe irgendwann aufgehört zu zählen – gesehen habe und ein Buch über das Thema geschrieben habe, "Wie schreibe ich einen tollen Antrag?", kann ich wahrscheinlich das eine oder das andere für Sie sagen, also zu diesem Thema sagen.
Gut.
Ich habe hier eine kleine Warnung vorgeschaltet. Etwas langatmige Veranstaltungen gibt es ja viele. Ich habe mir überlegt, dass ich an der einen oder anderen Stelle vielleicht ein wenig humorvoll übertreibe. Das ist aber auch nicht böse gemeint, sondern dient eher der Unterhaltung und in der Hoffnung, dass die Tipps, die ich Ihnen gebe, dass die dann leichter eingespeichert werden. Also einige leichte Übertreibungen.
Gut. Und deswegen fangen wir gleich damit an. Ich habe mir überlegt, ich drehe das einfach mal um und nenne das Ganze einfach mal "Zehn Dinge, die Sie nicht tun sollten". Das hatte die Claudia jetzt auch nicht direkt bei mir bestellt als Vortrag, weil ich habe mich spontan gedacht, dass es eine lustige Herangehensweise sein könnte. Ich sage – dafür gab es ja auch mal so eine interessante Serie auf YouTube, die sich solchen Dingen gewidmet hat, falls Sie die zufällig kennen. Und ich beschäftige mich jetzt mit "Zehn Dinge, die Sie nicht tun sollten beim Schreiben von Förderanträgen". Und natürlich gibt es aber nach jedem Fehler gibt es dann auch den Tipp, wie man es besser macht, und dann kommen wir auch auf die zehn Tipps.
Wir steigen direkt ein mit dem ersten Fehler, und den habe ich genannt "Wir brauchen aber dringend was". Was meine ich damit? Viele Förderanfragen, die wir erhalten oder uns anschauen, die beginnen damit, dass ein engagierter Akteur, eine Gruppe oder ein Verein erstmal schreibt, dass man ja kein Geld hat und dass man deswegen dringend etwas braucht, um diese gute Arbeit zu machen. Auch hier, Achtung, wieder eine leichte humoristische Übertreibung. Ich lese das mal kurz vor, weil ich nicht weiß, ob Sie das lesen können aufgrund der Größe des Fensters hier:
"Als gemeinnütziger Verein haben wir nur beschränkte Mittel und sind auf Spenden und finanzielle Unterstützung angewiesen." Den Satz haben Sie vielleicht schon mal gehört. "Wir leisten unsere gesamte Arbeit durch ehrenamtliches Engagement. Wir haben kein Geld, wir sind arm wie die Kirchenmäuse, die Stadt gibt uns auch kein Geld, und deswegen benötigen wir ganz dringend Ihr Geld für fünf Personalstellen, am besten für die nächsten 20 Jahre, damit wir unsere Arbeit weiterhin machen können. Und darüber hinaus benötigen wir noch Sachkosten. Wir brauchen ein pädagogisches Segelboot oder einen Rasenmähroboter oder was man alles noch so braucht."
So, unter uns gesagt, das kann ich sogar verstehen, dass das natürlich die Gedanken sind, die Ihnen durch den Kopf gehen. Sie machen das ja, weil Sie etwas brauchen, weil Sie zum Beispiel Honorarkosten brauchen. Personell wachsende Organisationen brauchen Personalkosten. Vielleicht brauchen Sie sogar wirklich ein Boot oder einen Rasenmäher oder Kosten für einen Raum. Tatsächlich interessiert das die fördernden Einrichtungen aber gar nicht. Das möchte ich jetzt erstmal so in den Raum stellen. Die fördernden Einrichtungen interessiert nicht, was Sie brauchen. Und deswegen ist es auch sehr schlecht, damit zu beginnen.
Fördernde Einrichtungen möchten wissen, wie Sie, Ihr Verein, Ihre Initiative, Ihr Projekt der Einrichtung dabei helfen kann, die Förderziele zu erreichen. Jede Einrichtung hat politische Förderziele. Die sind ausformuliert, mehr oder weniger umfangreich. Die EU hat ganze Papiere darüber, eine kleine Stiftung, die konzentriert sich vielleicht auf karitative Tätigkeiten in einer bestimmten Stadt. Und der Fördermittelgeber fragt sich: Wie kann mir der Verein helfen, diese Ziele zu erreichen? Und damit müssen Sie beginnen. Knüpfen Sie an die Förderziele und an die Förderschwerpunkte an. Was Sie brauchen, das fällt dann quasi nebenbei am Ende für Sie ab, wenn Ihr Antrag erfolgreich ist. Aber das ist nicht das, worüber die Förderorganisation zuerst nachdenkt. Diese denkt zuerst an ihre Förderziele, und das müssen Sie entsprechend und überzeugend beschreiben, wie Ihr Projekt dabei hilft, diese Förderziele zu realisieren.
Das war jetzt der erste Tipp, und meiner Meinung nach ist das auch der wichtigste Tipp. Deswegen habe ich darüber ein bisschen länger gesprochen. Häufig scheitern Förderanfragen daran, dass Ihnen das genau nicht gelingt. Also überlegen Sie, wie können Sie auch im Antrag explizit beschreiben: So helfe ich dir, deine Förderziele zu erreichen. Zeigen Sie, dass Sie die Förderziele der Organisation verstanden haben und was Ihr Projekt, Ihre Arbeit, Ihr Verein tut mit diesem Projektvorschlag, damit diese Ziele erreicht werden. Das war Tipp Nummer eins für Sie.
Ja, der zweite Fehler, den habe ich genannt "Es nicht so genau nehmen". Und tatsächlich reichen viele Akteure ihre Anträge ein, so wie ich vor noch zehn Jahren vielleicht meine Steuererklärung eingereicht habe. Inzwischen macht das glücklicherweise jemand, der das kann, für mich. Aber früher war meine Devise: Ich schicke das jetzt erstmal ab, und wenn da irgendwas nicht richtig ist, dann können die sich melden. Jetzt überlegen Sie mal, ob Sie auch Ihre Steuererklärung so machen oder nicht. Ihren Antrag an eine Förderorganisation sollten Sie keinesfalls so machen. Da nicken immer alle ganz brav in den Veranstaltungen, wenn ich darüber spreche, aber viele Anträge, die ich sehe oder die fördernde Einrichtungen erhalten, da sind Fehler drin, die sind nicht vollständig, da sind Sachen nicht so angekreuzt oder bearbeitet, wie sich das die Förderorganisation wünscht. Und ich kann das sogar auch verstehen. Es gibt ja Leute, die sagen: Lieber glücklich schlampig als korrekt gestresst. Aber das Problem ist, dass Förderorganisationen eben bürokratische Einrichtungen sind, die – also erstmal, ja – das sind Einrichtungen, die Papiere bearbeiten, die Papiere hin und herschieben, die prüfen, die Dinge genau nehmen. Und auch wenn Sie als engagierte Menschen, wenn das bei Ihnen in Ihrem Verein eine geringere Rolle spielt, dann ist es gefährlich, wenn Sie bei Förderanträgen zu locker sind oder zu lässig. Im Gegenteil, Sie müssen genau sein, Sie müssen alles genau beantworten, Sie müssen alle Anlagen einreichen, und da hapert es erfahrungsgemäß einfach immer wieder. Und deswegen sage ich: Nehmen Sie es bitte genau.
Fehler Nummer drei. Jetzt werden Sie sich wahrscheinlich fragen, was heißt diese Folie: "Unterstützen Sie unsere Organisation". Wir erleben häufig, dass wir Anträge bekommen, wo Organisationen sich und ihre Arbeit vorstellen, und sie machen wahrscheinlich auch ganz tolle und ganz wichtige Arbeit, und die Begründung für die Förderung ist dann: Wir machen tolle Arbeit, wir wollen das weitermachen, wir haben keine Ressourcen, deswegen fördern Sie uns bitte. Das ist jetzt eine Variante von Fehler Nummer eins. Aber worum geht es hier? Es geht darum, dass Akteure um Förderung für ihre Organisation bitten. Ist ja auch nicht falsch gedacht, ne? Letztendlich brauchen Sie die ja auch. Die meisten Förderer wollen aber eben genau wissen: Was machen Sie denn? Was haben Sie vor? Sie müssen – Achtung, jetzt kommt so ein Unwort – ein Projekt beschreiben. Ein Projekt ist ein abgrenzbares Vorhaben. Ein Projekt hat einen Anfang, hat ein Ende, ein bestimmtes Ziel, das erreicht werden soll, und in der Mitte passiert was. Das ist ein Projekt in der Kurzform. Und das wollen die meisten Förderer von Ihnen haben. Das wollen sie sich anschauen: ein Projekt, ein bestimmtes Vorhaben Ihrer Organisation. Die wollen wissen, wofür sollen die Fördermittel eingesetzt werden? Und dann wollen sie entscheiden, ob sie das Geld dafür geben oder nicht. Das heißt, Sie müssen in Anträgen, in mittlerweile in fast allen Fällen, eben auch ein solches Projekt vorschlagen. Sie bitten bei den meisten Förderorganisationen eben nicht um eine Spende für Ihre Organisation – in Klammern, das gibt es auch, es gibt auch einige Förderorganisationen, die machen das ein bisschen unkomplizierter und schieben Ihnen direkt was drüber. Die meisten, merken Sie sich das bitte, wollen aber eben ein Projekt, und das müssen Sie im Antrag beschreiben.
Fehler Nummer vier. Das geht jetzt relativ schnell, weil jetzt bin ich diktatorisch. Den habe ich genannt "Deadline Surfing". Deadline Surfing heißt – so, wie Sie glauben – ja, nicht, wie viele Anfragen wir kriegen, wo drinsteht: Ja, wir wollen jetzt einen großen Antrag einreichen, wir fangen auch gerade damit an, wir müssen aber morgen fertig sein, könnten Sie da vielleicht jetzt noch mal kurzfristig drüberschauen? Auch jetzt gerade übertreibe ich ein ganz kleines bisschen humoristisch, aber tatsächlich nur ein ganz kleines bisschen. Kommt ständig vor. Ganz schlechte Idee. Und deswegen sage ich jetzt einfach mal, ohne weitere Begründung: Geben Sie den Antrag mindestens eine Woche vor einer Antragsfrist ab, wenn es eine gibt. Fördert – viele Förderer setzen bestimmte Fristen, bis zu denen der Antrag da sein muss. Gar nicht lange drüber nachdenken, Sie nehmen einfach das jetzt, was ich sage, mit: Sie reichen das einfach mindestens eine Woche vorher ein. Ein Monat vorher geht auch, hat auch Vorteile. Aber bitte einfach merken: Deadline vergessen, eine Woche vorher. Punkt. Mehr muss ich dazu nicht sagen, und wir gehen zur nächsten Folie.
So, der nächste Fehler. Wie habe ich den genannt? Bleiwüste. Zeig ihn jetzt mal. Also, stellen Sie sich vor, Sie sitzen jetzt an Ihrem Schreibtisch, und ich lege Ihnen jetzt mal zwei Anträge auf den Schreibtisch, und Sie sagen mir jetzt, welchen Sie sich lieber anschauen, okay? Also, hier ist der erste Antrag, das ist das [zeigt dichten Text ohne Absätze]. Und das ist der zweite Antrag [zeigt ansprechend gestalteten Antrag]. So, jetzt würde ich natürlich gerne mal kurz in den Chat gucken – kann ich nicht erwarten, wenn ich jetzt frage: Welchen Antrag schauen Sie sich lieber an? Schauen Sie sich lieber den hier an, oder schauen Sie sich lieber die kleinen Laubfrösche an? Das ist ein ausgedachtes Projekt, das gibt's gar nicht, das habe ich in vier Minuten mit PowerPoint gemalt.
Was will ich Ihnen damit sagen? Das Auge isst mit. Die Menschen, die Anträge lesen, die arbeiten zwar in bürokratischen Einrichtungen, aber es sind auch nur Menschen, und die freuen sich darüber, wenn Sie einen Antrag lesen können, wenn es vielleicht sogar ein bisschen Spaß macht, den Antrag zu lesen, wenn sich jemand etwas Mühe gegeben hat. Und deswegen ist mein Tipp: Gestalten Sie den Antrag so, dass Ihnen die Leserinnen, die Adressaten, die Gutachterinnen, dass die ihn gerne lesen. Und dafür darf er durchaus auch ein bisschen hübsch aussehen. Viele Anträge sehen nämlich genauso aus wie die erste Folie, die ich gerade eingeblendet habe, und ich kann Ihnen verraten, das macht keinen Spaß, das zu lesen. Ich meine auch nicht, dass Sie eine professionelle Hochglanzbroschüre produzieren müssen. Das ist Quatsch, Sie sind ja wahrscheinlich ein kleiner engagierter Verein. Aber man kann sich ja ein bisschen Mühe geben. Man kann mal ein Bild reinmachen, man kann Absätze verwenden, man kann ein paar Zwischenüberschriften machen, man kann Bilder – hat man ja auch, ne? Die meisten haben Bilder mittlerweile. Wir können alle sehr leicht Bilder machen mit unseren tollen Smartphones. Das ist doch schon mal eine ganze Menge, und dann sieht das Ganze doch schon besser aus als so eine Bleiwüste.
Ich glaube, ich nehme jetzt so Chat-Nachrichten vorweg, die wahrscheinlich gerade hier reintickern. Da wird wahrscheinlich gesagt: In manchen Verfahren, da darf man ja gar nichts gestalten. Da muss man ja Texte eingeben in ein elektronisches System oder ein vorgefertigtes Formular. Ich sage jetzt mal ganz provokant: Man hat immer Gestaltungsmöglichkeiten. Sogar ein Formular kann man auf unterschiedliche Arten ausfüllen. Man kann beispielsweise auch mal mit einer kleinen Anlage arbeiten. Das ist bei sehr vielen Fördermittelgebern möglich, die elektronische Systeme haben. Man muss es wollen, okay? Und dann kann man das auch tatsächlich ein bisschen schön machen, was man da abgibt. Denken Sie immer daran: Diejenigen, die den Antrag lesen, die sollen den auch gut finden, und die sollen auch entscheiden, dass sie Ihnen Geld geben. Also gestalten Sie den Antrag so, dass die Menschen, die das lesen und die darüber entscheiden, den gerne lesen.
Fehler Nummer fünf: Wo sind die Zahlen? Das klingt jetzt auch ein wenig platt, aber Sie merken sich einfach: Förderorganisationen mögen Zahlen. Manchmal lese ich einen Antrag, und dann stelle ich fest, dass irgendwas nicht stimmt, so nach zwei, drei Seiten, und dann stelle ich fest: Da steckt ja überhaupt gar keine Zahl irgendwo drin. Jetzt habe ich schon drei Seiten gelesen, und es kam noch keine einzige Zahl. Und dann sage ich zu meinen Klienten: Du, wir müssen jetzt hier ein paar Zahlen hineinbringen. Das müssen wir einfach machen. Sie merken sich: Förderorganisationen mögen Zahlen, machen Texte konkreter, greifbarer, und Förderorganisationen schauen tatsächlich auf diese Zahlen. Ich meine nicht, dass da jetzt immer stehen muss: Wir pflanzen eine Million Bäume, oder wir machen 500.000 Kinder glücklich. Nein, nein, das meine ich nicht. Ich meine, Sie können auch kleinere Zahlen nennen, wenn Sie ein kleines Projekt haben oder ein kleiner Verein sind. Aber nennen Sie Zahlen. Sagen Sie, wie viele Menschen sollen zu Ihrer Veranstaltung kommen, wie viele Bands treten da auf, meinetwegen auch, wie viele Bäume Sie pflanzen wollen. Sie finden Zahlen für Ihre Aktivitäten, und die bringen Sie im Antrag unter. Geeignete Positionen im Antrag dafür sind beispielsweise die Problembeschreibung, die Zusammenfassung – wird auch in größeren Anträgen häufig gefragt: Fassen Sie das Ganze mal zusammen. Da machen Sie auch Zahlen rein. Ganz wichtig: die Ziele. Was wollen Sie erreichen? Das klingt jetzt auch wieder sehr platt, aber nehmen Sie das wirklich ernst. Wenn ich sage: Wir planen viele Bäume zu pflanzen, dann klingt das ganz anders, noch mal, wenn ich sage: Wir planen in einem Zeitraum von drei Monaten 300 Bäume zu pflanzen auf zwei Quadratkilometern. Das Zweite ist konkret, greifbar und überzeugend. Das Erste ist schwammig und überzeugt die meisten Fördermittelgeber nicht. Also verwenden Sie gerade in den Passagen von Anträgen, die ich hier genannt habe – genau, also verwenden Sie Zahlen. Ganz einfach.
Fehler Nummer sechs: Texte weichspülen. Wenn wir Anträge schreiben, dann sollen die überzeugend sein, die sollen klar sein, die sollen prägnant sein. Ich habe irgendwann mal gelernt, dass das Wort prägnant kommt quasi von inhaltsschwanger, also möglichst viel sagen auf möglichst wenig Raum. Und wie macht man das eigentlich? Auf jeden Fall macht man das so, indem man erstmal alles rausstreicht, was man eigentlich gar nicht braucht. Das sind beispielsweise Füllwörter. "Eben" ist mir gerade untergekommen. Haben Sie es gemerkt? Habe ich "quasi" gesagt. Das ist ein Wort, das brauchen wir nicht. Den streichen wir einfach raus. Auch alle Wörter, die Möglichkeitscharakter haben, die Konjunktive, die streichen wir auch alle raus. Die verwenden wir nicht. "Man hätte", "man könnte", "man", "es ist möglich, dass", "es ist denkbar, dass wir noch eine Veranstaltung organisieren" und so weiter – weg damit, einfach komplett weg. In dem Antrag machen Sie, oder Sie machen nicht, und fertig. Fällt mir auch auf, wie viele Anträge diese Möglichkeitsformulierungen beinhalten, und das Problem ist, die spülen Texte ebenfalls weich. Und da wir hart und klar und überzeugend sein wollen in unseren Anfragen an die Förderorganisationen, lassen wir das einfach alles weg. Und glauben Sie mir, die mögen das. Die mögen klare, knackige Texte.
Generell, auch hier vielleicht noch ein Zusatztipp: Denken Sie immer daran, dass diese Leute, die Ihren Antrag haben, die müssen viele Anträge lesen. Ich weiß nicht, ob Sie das schon mal gemacht haben, aber das ist wirklich anstrengend. Das ist eine herausfordernde Arbeit. Und so ab Seite 30, 40, wenn so ein Stapel liegt auf Ihrem Tisch, macht das auch nicht mehr so viel Spaß. Das ist – halt, die meisten Leute unterschätzen, wie anstrengend das für die Förderorganisationen ist, diese Papiere zu prüfen und durchzulesen. Und wenn man schon geistig ein bisschen beansprucht ist, dann ist es gut, wenn die Sätze knackig, kurz und gut lesbar sind. Da greift eigentlich alles, was so allgemein für einen guten Schreibstil auch greift. Aber ich rate Ihnen insbesondere zu kompakten, knackigen, gut lesbaren Sätzen, weil Sie immer daran denken müssen, dass die Person, die das liest, schon, sagen wir mal, ein bisschen aufgeweicht ist. Das sind total nette Leute, die auch in diesen Organisationen arbeiten und Anträge lesen, und die meinen es auch gut mit Ihnen, und die sympathisieren mit Ihrem Vorhaben. Die sind nur möglicherweise nach Seite 100 geistig ein bisschen aufgeweicht, und das kann ich sehr gut verstehen, weil ich so was selber auch mal machen musste.
Fehler Nummer sieben: Ich habe da eine tolle Idee, und dann steht da drunter: Aber gemacht habe ich das noch nie. Auch da ist es etwas überraschend, dass ich häufiger mir Anfragen anschauen muss oder sogar auch Anträge anschauen muss von Menschen, die sagen: Ich brauche halt Fördermittel für meine tolle Idee. Manchmal geht es darum: 500.000 Euro, ach, was weiß ich, gleich eine Million Euro. Wir wollen einen neuen integrativen Betreuungsservice aufbauen, wir wollen ein großes Bildungszentrum hier vor Ort gründen, wir wollen ein solarbetriebenes Boot mit integrierter Fischzucht – also alles. Sie glauben nicht, was ich schon für Projekte gesehen habe, Projektideen. Und dann fragt man: Gut, haben Sie denn in diesem Bereich, haben Sie in dieser Branche Erfahrung? Haben Sie so etwas schon mal gemacht? Haben Sie schon mal einen solchen Pflegeservice aufgebaut? Haben Sie dort in dem Bereich gearbeitet? Haben Sie schon mal ein Haus gebaut oder ein Bauprojekt begleitet? Und dann ist die Antwort manchmal: Nein, natürlich nicht, aber wenn wir dann die Millionen kriegen, dann bezahlen wir ja die Leute, die das können.
Wo ist da der Fehler? Naja, Sie können sich vielleicht denken, die Förderorganisation möchte gerne, dass Sie – also, das heißt, die, die die Anfrage stellen – auch das können, was Sie vorschlagen, dass Sie Erfahrung haben in diesem bestimmten Bereich, dass Sie entsprechende Projekte schon mal durchgeführt haben, und dass, wenn Sie ein Bauprojekt vorschlagen und dafür Geld haben möchten, dass Sie das dann auch realisieren können, dieses Bauprojekt. Da sind Förderorganisationen etwas konservativ. Sie schauen in die Vergangenheit und gucken: Was haben Sie denn schon so gemacht in Ihrem Leben, beziehungsweise was hat der Verein gemacht? Was haben die Vereinsmitglieder gemacht, die den Verein bilden? Welche Erfahrungen sind da? Und deswegen ist es wichtig, dass Sie in Anträgen das demonstrieren: Wir können das, was wir vorschlagen. Beschreiben Sie Ihre Erfahrungen, beschreiben Sie Ihre Qualifikation, beschreiben Sie Ihre Referenzen. Und es ist sehr vorteilhaft, wenn Sie darlegen können, dass Sie genau das, was Sie vorschlagen, halt eben in der Vergangenheit schon gemacht haben. Das ist etwas, worauf Förderorganisationen achten. Dass Sie durchaus dann jetzt dieses Mal das etwas größer und mit etwas mehr Geld machen wollen, das ist ja völlig legitim. Klar, man muss sich ja auch weiterentwickeln. Aber die Antwort: Nö, wir haben das eigentlich noch nie gemacht, wir haben auch keine Ahnung – ich übertreibe jetzt ein ganz kleines bisschen – und wir kaufen uns das Wissen und die Expertise dann halt ein, weil wir dann ja Ihr Geld kriegen, das ist etwas, was bei den Organisationen überhaupt nicht überzeugt.
Fehler Nummer acht: Ist doch alles sonnenklar, also für mich zumindest. Dieser Tipp, der gilt besonders für die Menschen an der – eher technischen Front, die Tüftler, die Nerds. Das sage ich durchaus wohlwollend und sympathisierend. Es gilt auch für die Kulturakteure. Es gilt auch für die sehr kreativen Menschen. Manchmal sehe ich mir Anträge an, und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich verstehe kein Wort. Ich habe keine Ahnung, was diese Menschen eigentlich wollen. Da geht es dann um eine ganz revolutionäre Technologie, die auch was ganz Tolles macht, aber ich – ist dann zwei Seiten, und ich verstehe es immer noch nicht. Manchmal Kulturprojekte – Künstler haben ja häufig auch sehr gute und manchmal auch etwas verrückte Ideen. Darum sind sie auch Künstler, und das ist auch gut so. Wo wird es zum Problem? Das Problem wird zum Problem, wird es, wenn die Förderorganisation das eigentlich auch nicht mehr versteht, was Sie von ihr wollen und warum das wichtig ist, was Sie machen. Und dann gibt sie Ihnen nämlich kein Geld. Jetzt gibt es aber eine Schwierigkeit, weil es für Sie ja vielleicht alles sonnenklar ist, merken Sie gar nicht, dass es für andere nicht so klar ist. Und deswegen gebe ich gerade den Gruppen, die ich gerade hier angeführt habe, den Tipp: Geben Sie doch bitte mal Ihr Konzept oder Ihren Antrag einer unbeteiligten Person, jemanden, der auch in der – man in der Materie nicht drinsteckt, oder eine Person, die vielleicht selber nicht künstlerisch aktiv ist und vielleicht aus einer ganz anderen Branche, und sagen Sie einfach: Kannst du dir das mal durchlesen und sagst mir dann doch einfach mal, ob du das verstehst oder nicht? Da sehen zwei Augenpaare immer viel mehr als eins. Vielleicht sagt diese Person ja auch: Weißt du, das Tolle an deinem Projekt ist eigentlich das, oder: Also, das hier, das hast du ja noch gar nicht beschrieben – vielleicht weil Sie dachten, das ist ja völlig selbstverständlich, und das wissen ja alle. Also hören Sie dieser Person dann zu, oder laden Sie sich vielleicht doch auf ein Getränk ein und fragen Sie, ob sie ein paar Korrekturen im Antrag machen könnte. Also holen Sie sich auch Feedback von Menschen, die nicht zu tief in der Materie drinstecken. Wir wollen nämlich, dass die Förderorganisationen, die häufig auch nicht ganz so tief in der Materie drinstecken, dass die das gut verstehen.
Jetzt kommt ein ganz wichtiger Tipp. Den hätte ich auch ganz nach oben stellen müssen eigentlich, aber aus Gründen der Dramaturgie kommt der jetzt, und den habe ich genannt: Zu langweilig sein. Jetzt werden Sie denken: Moment mal, ich bin doch nicht langweilig, und überhaupt, was ist denn das für eine komische Folie? Ich mache ja hier wichtige, sinnvolle Arbeit vor Ort. Ich engagiere mich, wir engagieren uns für junge Menschen, für ältere Menschen, für Kinder, für Menschen aus bestimmten Kulturen, für Menschen mit Behinderung, für den Umweltschutz, für die Wale, was auch immer. Da geht's doch jetzt nicht um langweilig oder nicht langweilig, sondern es geht darum, dass wir was Tolles machen, und dafür brauchen wir Geld. Wieso könnte ich denn zu langweilig sein?
Da kommt wieder die Perspektive ins Spiel. Natürlich ist es wichtig, was Sie machen. Sie müssen sich aber vorstellen, dass Förderorganisationen ganz, ganz viele Anfragen erhalten, und die haben bestimmte Dinge, haben sie auch schon hundertmal, tatsächlich, gelesen. Wenn Sie sagen: Wir brauchen hier einfach zusätzliche Betreuung für die Jugendlichen vor Ort, weil die nicht gut tun, dann ist das möglicherweise ein Thema, dass die Förderorganisation schon tausendmal hatte. Und das sind auch nur Menschen, die das lesen. Menschen sind auch irgendwann ein bisschen gelangweilt, wenn sie immer das Gleiche lesen müssen. Das ergibt sich quasi ganz automatisch. Das ist das erste Problem. Und das zweite Problem ist, dass viele Förderorganisationen, die wollen gerne etwas fördern, was nicht langweilig ist, was ein bisschen Pfiff hat, was ein bisschen originell ist. Die verstehen sich als Impulsgeber, die wollen auch was Neues anregen. Das heißt, dass wir bei vielen, vielen Förderorganisationen eben auch ein bisschen kreativ, originell, innovativ sein müssen mit dem, was wir vorschlagen. Ich weiß, das nervt jetzt vielleicht ein bisschen, weil – hatte ich ja vorhin schon angesprochen – kreativ, originell, innovativ, was hat das eigentlich mit gut zu tun? Es gibt ja auch gute Projekte, die sind einfach nicht innovativ, die sind einfach nur gut und wichtig, fertig. Aber die Förderorganisationen, die mögen das einfach. Die wollen nichts Langweiliges, die wollen was Neues, was Kreatives, was Originelles ist. Und deswegen ist mein erster Tipp – ja, mein erster Tipp ist nicht: Denken Sie sich jetzt was total Verrücktes aus. Das ist ja vielleicht gar nicht sinnvoll. Sondern schauen Sie: Was steckt eigentlich in Ihrem Projekt drin, was es besonders macht? Haben Sie eine bestimmte tolle Idee? Haben Sie vielleicht ein ganz spannendes Thema, was Sie mit Ihrer Zielgruppe – was in Ihrem Projekt eine Rolle spielt mit Ihrer Zielgruppe? Oder gibt es das, was Sie tun, vielleicht an anderen Orten schon, aber eben noch nicht bei Ihnen vor Ort? Wenn man hinschaut, findet man ganz häufig Dinge, die Ihr Projekt besonders, einzigartig und originell machen. Und das weiß ich, weil ich mit sehr, sehr vielen Klientinnen zusammengearbeitet habe, und tatsächlich ist das eher mir dann aufgefallen, was an diesem Projekt toll und besonders ist, einfach weil ich ein Externer bin, weil ich nicht so tief drinstecke. Für die war schon das alles ganz selbstverständlich. Aber als Externer sieht man das häufig, und das kann man im Antrag rausholen. Holen Sie im Antrag raus, beschreiben Sie, was Ihr Projekt toll macht, was es besonders macht – sachlich, meine ich – und geben Sie dem Ganzen vielleicht auch einen schönen Titel, der im Kopf bleibt, den in Erinnerung bleibt, den man sich gut merken kann. Sowas beispielsweise wie "Anfrage auf Förderung" oder "Anfrage auf Gewährung einer Zuwendung" mag jetzt zwar sachlich richtig sein, ist aber kein sehr origineller Titel für ein Vorhaben und bleibt nicht gut im Kopf. Überlegen Sie sich was, Sie schaffen das schon.
Und jetzt der letzte Fehler: Ich schaffe das alleine. Wahrscheinlich haben Sie nicht so viel Zeit, wie Sie sich wünschen. Wahrscheinlich haben Sie auch nicht so viele Mitstreiterinnen, wie Sie sich das wünschen. Knappe Ressourcen, Zeitmangel, das ist immer ein Thema, und viele Engagierte müssen mit sehr begrenzten Ressourcen oder im Alleingang auch Dinge bewältigen. Bei Förderanträgen ist das ein wenig gefährlich, wenn man sagt: Ich schaffe das alleine, oder ich muss das alles alleine schaffen. Weil wahrscheinlich, gerade wenn Sie Neueinsteiger, Neueinsteigerin sind, kann es sein, dass Sie Fehler machen oder dass Sie sich nicht gut präsentieren und dann Ihr Antrag abgelehnt wird. Und deswegen auch – also großen Respekt, wenn Sie sich allein durch alles durchbeißen wollen, okay, haben Sie ja. Aber schauen Sie doch auch ganz bewusst: Welche Angebote der Unterstützung kann ich wahrnehmen?
Und hier ein ganz wichtiger Punkt: Die Auseinandersetzung mit Fördermitteln, die Kommunikation mit Förderorganisationen, das Beantragen von Fördermitteln, das Schreiben von Projektanträgen, das sind alles Dinge, die schon recht speziell sind, muss ich ganz ehrlich sagen. Die, diese Tätigkeit, die erfordert gewisse seltsame Fähigkeiten, und gerade wenn es um größere Summen geht, ein recht spezielles Wissen. Also, wenn Sie beispielsweise in Richtung fünf- oder sechsstelliger Bereich gehen, dann brauchen Sie dafür spezielle Fähigkeiten und ein spezielles Wissen. Und so ein bisschen wie – wissen Sie, wenn ich – inzwischen, deswegen habe ich den Steuerberater, von dem ich vorhin gesprochen habe, weil, wenn ich die Steuererklärung anschaue, ehrlich gesagt, ich verstehe da auch kein Wort. Und so kann es tatsächlich bei Fördermittelanfragen, gerade bei den größeren, auch sein. Also versuchen Sie, sich diese Expertise auch mit ins Boot zu holen. Und in Klammern: Bei kleineren Anträgen ist es alles halb so wild. Da können Sie die Tipps berücksichtigen, die ich Ihnen gerade gegeben habe. Aber insbesondere, wenn es komplizierter wird, wenn es größer wird, schauen Sie: Wie können Sie das gemeinsam machen, und wie können Sie sich Unterstützung organisieren?
Welche Möglichkeiten gibt es? Wenn Sie bei einem Verband, bei einem Dachverband, bei einer Dachorganisation Mitglied sind, vielleicht kann diese Organisation Sie unterstützen. Welches – sind sicherlich auch einige Vereine, die sind Mitglied bei einer der großen, einem der großen Verbände der freien Wohlfahrtspflege: Caritas, Diakonie, AWO, Paritätischer und so weiter. Die unterstützen bei Fördermittelanfragen oder sollten es zumindest tun. Die haben entsprechende Ansprechpartnerinnen, Referate, Stellen – das ist unterschiedlich organisiert nach Verband. Schauen Sie, ob Sie dort Unterstützung bekommen können. Viele Förderorganisationen, die freundlichen Förderorganisationen, die helfen Ihnen auch. Die sagen natürlich nicht alles, und im Gegenzug sollten Sie auch die Förderorganisationen auch nicht alles fragen. Aber viele bieten Unterstützungsangebote an. Viele kann man auch tatsächlich anrufen und sagen: Also, das, was jetzt hier in der dritten Anlage steht, das verstehe ich überhaupt nicht, können Sie mir da noch mal weiterhelfen? Und wenn man sich da traut, dann sind viele dort außerordentlich freundlich und helfen einem doch weiter. Nicht alle, leider, aber ich habe da auch sehr positive Erfahrungen gemacht. Wenn man nicht mit denen spricht – man will ja letztendlich das gut abwickeln, gemeinsam. Die freuen sich ja auch über einen Antrag oder bei eine Beantragung, wo alles stimmt. Dann haben sie auch weniger Arbeit, und so kann man das Ding ja auch erklären.
Die DSEE-Beratung wurde schon genannt. Gerade für Sie als Engagierte, als ehrenamtlich engagierte Akteure – haben ja tolle Organisationen wie die DSEE kostenfreie Beratungsangebote. Und es gibt in der DSEE auch einen Pool von Beraterinnen und Beratern zum Thema Fördermittelanträge schreiben. Da sitze ich zum Beispiel dann, ne, oder andere kompetente Kolleginnen. Also, wenn Sie Unterstützung brauchen dabei, können Sie ja schauen, ob die DSEE im Rahmen ihrer begrenzten Ressourcen natürlich Ihnen aber zumindest etwas Unterstützung zukommen lässt, indem sie Ihnen einen schlauen Berater, eine schlaue Beraterin vermittelt. Und das ist ja für Sie kostenfrei, wenn Sie eine kleine, ehrenamtlich tätige oder engagierte Organisation sind.
Weiterhin, einfach die Ohren und Augen offenhalten: Gibt es nette Freundinnen, Bekannte, Kolleginnen, die vielleicht – haben die schon mal so einen Antrag gestellt? Und vielleicht können die Ihnen paar Tipps geben. Vielleicht können die einfach auch nur gut schreiben und lesen sich das mal durch, was Sie dort geschrieben haben. Vielleicht hat jemand Ahnung mit Finanzen und kann Ihnen bei der Erstellung des Finanzplans helfen. Also, wenn möglich, dann machen Sie nicht alles im Alleingang, sondern holen Sie sich kompetente Unterstützung. Es gibt immer Unterstützungsangebote, aber man muss auch eben halt den Hörer in die Hand nehmen und sie in Anspruch nehmen..