Ich habe auch schon gesehen, einige waren gestern dabei, deswegen freut es mich, dass ihr gleich beide Termine mitmacht. Ich habe auch gleich gesehen, dass es noch die eine oder andere Frage gibt. Da haben wir am Schluss auch noch mal ein bisschen Zeit, darauf einzugehen, vor allem, wenn es auch um das Thema Jugend geht, aber im Thema Mitglieder-Gewinnung. Aber heute soll es darum gehen: Jetzt haben wir sie gewonnen, die Leute. Wie binden wir sie? Wie halten wir sie? Wie aktivieren wir sie? Und mir ist gerade aufgefallen, ich habe einen Punkt vergessen, den werde ich aber später in die Präsentation noch auf der Tonspur mit einfügen. Genau, also unbedingt jetzt dabei bleiben.
Ganz kurz zu mir: Ihr habt es schon erfahren, deswegen werde ich da nur ganz kurz drauf eingehen. Aber meine Vereinsgeschichte ist: Ich bin Basketballerin, ich habe mit 13 angefangen, war Trainerin, Schiedsrichterin, Jugendwartin, Abteilungsleiterin, habe dann eben Fairplay gegründet, hunderte Vereine beim Thema Crowdfunding, wo es übrigens auch um die Aktivierung von Mitgliedern geht, nämlich euch Geld zu geben. Und sind jetzt dabei, eben mit Clubtalent vor allem ganz, ganz viele Vereine dabei zu begleiten, auch hier Ehrenamtliche zu gewinnen, Hauptamt einzuführen, mehr Geld zu bekommen. Und da kommt auch viel Erfahrung, die ich euch heute mitgeben möchte, kommt auch tatsächlich dann mit der Arbeit von den Vereinen.
Vorab: Wir sind sehr sportausgerichtet, oder ich bin sehr sportausgerichtet. Ich habe es trotzdem versucht, noch mal auch allgemeiner zu fassen, aber wir können auch gerne in der Fragerunde dann noch mal so ein bisschen gucken, wie kann das vielleicht auch für andere Vereine dann anwendbar sein. Normalerweise sind die Prinzipien immer sehr ähnlich oder sehr gleich. So viel schon mal vorab.
Ich habe wieder Fragen mitgebracht, wie gestern. Ein paar Wiederholungen wird es geben, aber die Frage am Anfang an euch wird auch sein: Warum bleiben Mitglieder nicht? Warum gehen sie? Oder auch Ehrenamtliche, warum verlassen Menschen eure Organisation? Jetzt mal abgesehen davon, dass sie vielleicht umziehen. Dann wollte ich euch meine Beobachtungen aus den Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mitgeben. Dann habe ich euch wieder, wie gestern, sechs Schritte mitgebracht für eine lebendige Vereins-Community, zumindest das, was wir so ein bisschen mitgenommen haben. Und dann gibt es wieder Frage und Antworten.
Unser kostenloses Freebie heute ist dann auch die Experimentenanalyse, die wir auch gestern schon durchgeführt haben. Ich möchte euch heute noch mal mitgeben: Bitte, bitte, bitte experimentiert ganz viel! Ihr müsst für euren Verein individuell schauen, was für euch funktioniert, und das kann man nur durch Ausprobieren. Wir wissen ganz viele Dinge nicht, bevor wir sie nicht gemacht haben, und deswegen da einfach so ein bisschen mehr in so einen Experimentiermodus kommen und sagen: "Okay, ich teste das jetzt und dann nach drei, sechs Monaten gucken, muss man was anderes machen."
Liebe Marte, kannst du vielleicht das Mikro ein bisschen kleiner, ein bisschen klein, ein bisschen leiser stellen? Wir haben so ein bisschen im Chat, dass es etwas sehr laut ist. Ist es besser? Ich rede so laut, ich glaube, das liegt an mir. Ich rede mal ein bisschen leiser. Ist es so besser? Schreibt mal bitte in den Chat rein. Nicht sehr. Okay, einen Moment, ich kann noch mal nach einem Kopfhörer. Ich weiß nicht, ob das besser ist. Wir probieren es einfach mal aus. Kleinen Moment. Aber ich habe nichts geändert zu gestern. Ja, Moment, sonst geh einfach einen Schritt zurück und rede leiser. So, also manche sagen: "Ton okay", manche: "Lautstärke". Warte mal, ist es so besser für euch? Alles gut? Jetzt kommt: "Alles okay, top, super."
Ich rede ein bisschen leiser. Ich bin tatsächlich sehr laut, also das ist gut zu sehen. Okay, okay, ich bin ein bisschen leiser, ich versuche mich zu halten. Steht aber auch: "Ich finde es gut so, es motiviert total, also mach jetzt einfach weiter so." Okay, ich werde einfach mich, also ihr sagt einfach Bescheid. Genau, aber hier kurz zur Agenda, was wir heute vorhaben, wo wir heute zusammen einmal durchgehen wollen.
Genau, deswegen die erste Frage an euch: Warum habt ihr einmal eine Organisation oder auch eine Situation verlassen? Das wäre für mich, also vielleicht gibt es auch, habt sagt ihr mir jetzt in dem Chat: "Ich bin schon immer dabei", aber vielleicht gibt es auch wirklich mal eine Situation, wo ihr diejenigen wart, die gegangen sind. Das würde mich jetzt total interessieren. Was war für euch der Grund? Ich kann auch selber von mir was teilen: Ich habe einmal tatsächlich einen Verein und auch ein Ehrenamt verlassen, weil mir nicht zugehört wurde. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, ich rede wie mit einer Wand, und dann habe ich das, genau, ich glaube, ein paar Monate oder sogar noch länger mitgemacht, und dann habe ich irgendwann gesagt: "Nee, wenn mir nicht zugehört wird, dann kann ich meine Zeit auch woanders verbringen", sozusagen.
"Zu hohe Erwartungen", "Umgang mit Mitgliedern war unangenehm", "Umzug", "Okay, sehr unangenehmer Mensch", "Enttäuschung", "Ungenügende Kommunikation", "Die Leitung hat nicht gepasst", "Räumliche Entfernung", "Persönliche Angriffe unter der Gürtellinie", "Ja, zu viel Gelaber statt Produktives", "Keine Mitwirkungsmöglichkeit gehabt", "Vorstandsteam zu ambitioniert", auch guter Punkt, manchmal kann man da auseinandergehen von den, die einen wollen es schneller, die anderen sind vielleicht ein bisschen, ich sag mal, gesünder oder langsamer. "Wertschätzung", "Thema entsprach nicht den angekündigten Angeboten", "Klüngelbildung", "Zu teuer", "Ignoranter Vorsitzender", "Okay, vielen, vielen, seit sechs Jahren keine Mitgliederversammlung", "Oh, Wertschätzung passte nicht", "Immer zum selben Zeitpunkt geht kurz das Internet aus", "Keine Antwort erhalten", "Zu aufwendig". Okay, vielen, vielen Dank, sehr, sehr, sehr gut, vielen, vielen Dank. Also da ist auch schon einiges dabei, was ich kenne.
Dann die zweite Frage: Warum haben oder wisst ihr das, vielleicht wisst ihr es auch gar nicht, aber warum haben Mitglieder euren Verein in der Vergangenheit verlassen? Was glaubt ihr, ist der Grund? Ich sage jetzt mal abseits von Umzug, also die sind in eine andere Stadt gezogen. "Preiserhöhung", "Vom Alter rausgewachsen", "Kinder sind nicht mehr dabei", "Unzufriedenheit", "Immer dann, wenn sie sozusagen ihre aktive Mitgliedschaft beenden", "Enttäuschung", "Angebote haben nicht mehr gepasst", das war auch zum gestrigen Thema. "Hoher Beitrag, gleiche Leistung", "Keine Zeit", "Streitigkeiten", "Es wurde sich nicht um die Belange der Mitglieder gekümmert", "Nicht richtig reingekommen". Vielen, vielen Dank. "Ein uninteressantes, fehlendes Angebot", "Alleine gelassen", "Zu viele Arbeitsstunden", "Unangenehme Kommunikation". Vielen, vielen Dank. Also da merkt man schon, die Gründe sind vielfältig, aber ihr seht schon, das ist häufig, hat was wahrscheinlich was mit Kommunikation, vielleicht passt auch einfach nicht, aber auch mit dem Angebot zu tun und dann Preis-Leistung beispielsweise. Okay, vielen, vielen, vielen Dank, dass ihr da so mitgemacht habt.
Ich gehe, ich gehe wie immer die Frage ein: Was kostet es euch eigentlich, es nicht zu tun? So wie gestern auch, ich habe ich gesagt, immer wenn es um Investitionen geht, dann wollen wir auch gucken, was wollen wir eigentlich investieren und warum lohnt es sich auch, da rein zu investieren? Und ich habe euch zwei Punkte mitgebracht, die ihr berücksichtigen könnt, wenn ihr auch nachdenken wollt, wie viel will ich eigentlich in dieses Thema reininvestieren? Weil ihr habt ja ganz viele andere Themen als Verein, um die ihr euch kümmern müsst und wollt, und was ist dieses eine Thema, wo ihr sagt: "Okay, da priorisiere ich mich darauf, fokussiere ich mich." Und wir hatten ja gestern das Thema Mitglieder-Gewinnung, und heute geht es ja darum, zu binden. Und wenn man sich die Zahlen aus der Wirtschaft anschaut, dann ist es tatsächlich so, dass es fünf bis sieben Mal so teuer ist, neue Kundinnen zu gewinnen, als bestehende Kundinnen zu binden. Also es ist auf der einen Seite schon mal der Ressourcenaspekt, nämlich, dass man sich sehr viel Zeit und auch sehr viel Geld spart, wenn die Leute bleiben. Das gilt natürlich zum Beispiel auch im Ehrenamt. Ihr wisst es alle, wie schwer ist es, Ehrenamtliche zu finden, aber jemanden, der schon mitmacht, zu halten, kann für euch sehr viel einfacher sein. Also da auch zu gucken, dass die, die schon da sind, die gebunden sind, dass man die einfach in der Bindung bleibt, das ist definitiv ein Thema.
Aber ich habe ein zweites Thema mitgebracht, und es ist das Thema Energie. Denn wenn die Menschen nicht gebunden sind und wirklich nur zu euch kommen, rein wegen des Angebots, was sie habt, und nur dieses Angebot sozusagen, euren Verein nur auf dieses Angebot reduzieren, dann haben wir diese sogenannte Dienstleister-Mentalität. Das heißt also, vor allem im Sport kennen wir das ganz gut, das Kind wird an der Haustür abgegeben und später wieder abgeholt für 5 € im Monat, und die freuen sich ganz viel, aber ihr freut euch wenig. Das macht einfach sehr viel weniger Spaß, wenn man keine Community hat und immer drei, vier, fünf Leute den ganzen Laden schmeißen, während der Rest sich zurücklehnt und sich freut, dass du deine Abende und Wochenenden für den Verein verbringst. Das heißt, je mehr Menschen ihr bindet, desto mehr Spaß macht es auch, desto mehr Kompetenzen, desto mehr Wissen, mehr Netzwerk kommen natürlich oder bleiben verbleiben dann auch im Verein, und ist sozusagen, die Leute sind dann einfach aktiver. Und das ist auch ein wichtiger Punkt, den ich euch gleich zum Thema Bindung mitgeben möchte.
Ich habe ganz viele Vereine, Vereinsvorstände, die sind extrem frustriert, und sie lassen diesen Frust auch nach außen sozusagen raus, und das ist schon ein Punkt, wo ihr, wenn ihr vielleicht gleich mitschreiben wollt, dass definitiv die Menschen wollen in positiven Umfeldern sein. Also da schon gucken, dass man selbst, wenn man aktuell nicht so viel Spaß hat, nach draußen definitiv auch kommuniziert, dass man das Ziel hat, wieder mehr Spaß zu haben, denn darum geht es ja, wenn man seine Freizeit verbringt, dass man auch einfach Spaß zusammen hat. Das ist übrigens ein Grund, warum wir merken, dass viele, viele, das ist der Punkt, den ich vergessen habe, von dem ich vorhin erzählt habe, woran viele scheitern, dass die Mitglieder natürlich sehen, wie der Vorstand arbeitet, und dann auch sagen: "Hm, also so wie das hier abläuft, vielleicht bringe ich mich lieber nicht so aktiv ein oder wechsel vielleicht sogar den Verein."
Unsere Beobachtungen, ein paar Wiederholungen von gestern, also die, die gestern dabei waren, werden den ein oder anderen Punkt wiederfinden. Deswegen, wenn ihr an diesem Punkt arbeitet, könnt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, weil es tatsächlich häufig das Gleiche ist. Wir haben es gerade im Chat schon gesehen, es ist manchmal das Angebot, und ich habe gerade auch schon gesagt, ja, viele können, wir haben irgendwie, können die Jugendlichen nicht mehr begeistern, und da ist es natürlich, geht es auch hier wieder darum, das Angebot muss attraktiv bleiben und eben für die Zielgruppe, die man eben ansprechen möchte. Und da ist es hilfreich, die eben mit ins Boot zu holen, mit zu befragen, mit denen zu sprechen, herauszufinden, was ihre Bedürfnisse und Wünsche sind. Das heißt, wenn ihr nicht nur die Mitglieder gewinnen wollt, sondern auch halten wollt, dann geht es in erster Linie auch erstmal darum, ein gutes Angebot zu haben, damit die Leute auch einfach verbleiben, schon aufgrund des Angebots sozusagen.
Und ein ganz wichtigen Punkt, der später noch in den Umsetzungsmaßnahmen kommen wird, seht ihr hier, ist der eins, zwei, drei, vier, fünfte Punkt, den wir, wir haben ja ganz viele Mitgliederbefragungen da durchgeführt, und die Mitglieder haben in fast allen Umfragen gemeldet: "Aktivitäten außerhalb des Sportbetriebes." Das ist jetzt hier die Sportkomponente, aber die wollten, die Mitglieder wollten noch Dinge außerhalb des klassischen Trainings und Sportbetriebes machen, und das ist aber ganz häufig nicht passiert, und deswegen, obwohl der Wunsch eigentlich der Mitglieder da ist, und da ist schon einer der Punkte, an denen wir dann später ansetzen wollen.
Wir haben aber auch das Wort Wertschätzung ganz häufig gerade im Chat gesehen, und beim Thema Wertschätzung, und da kommen wir später noch so ein bisschen dazu, wie kann man eigentlich auch unterschiedlich wertschätzen? Denn das ist das Thema, wir versuchen, standardisiert zu wertschätzen, und das habe ich zum Beispiel auch mal, das ist mein Beispiel, habe ich auch erlebt, dass wir, dass wir Wertschätzung immer nur in einer Sprache sprechen, zum Beispiel, indem wir jemanden einen Gutschein geben oder bei der Mitgliederversammlung eine Danksagung machen. Aber Menschen erfahren Wertschätzung auf unterschiedliche Art und Weise, und du kannst jemanden ein Geschenk geben, und die Person fühlt sich gewertschätzt, und du kannst einer anderen Person ein Geschenk geben, und die Person fühlt sich überhaupt nicht gewertschätzt, findet, empfindet es vielleicht sogar als Affront. Und da einfach zu gucken, dass das zusammenpasst, und das passt ganz häufig nicht. Das heißt, wir wissen nicht mal, dass Mensch, wir denken, dass so wie wir wertgeschätzt werden wollen, dass auch andere Menschen so wertgeschätzt wollen. In der Realität ist es aber nicht so, jeder spricht da eine andere Sprache, und deswegen passieren da dann auch häufig in der Wertschätzung Fehler, oder wir denken, wir schätzen jemanden wert, es ist aber dann für die Person, fühlt sich anders an.
Die Beobachtung zwei, die ich habe, ist entweder sehr wenig Kommunikation, ein ganz großer Grund, oder wenn kommuniziert wird, dann ist es auch diese Massenkommunikation über Gruppen und Social Media. Wir haben irgendwie, vor allen Dingen durch die Digitalisierung der Kommunikation, denken wir, wenn wir eine Massennachricht schreiben oder Newsletter oder auch WhatsApp-Gruppennachricht, dass dann sozusagen alles geregelt ist. Aber meine Frage hier, weil ich kenne es wirklich von niemandem: Wenn ihr eine Gruppennachricht in WhatsApp geschrieben habt, habt ihr eigentlich schon wirklich mal Reaktionen darauf bekommen? Haben sich Leute für ein Fest zum Beispiel eingetragen, oder haben sozusagen die Leute dann reagiert auf die Anfrage: "Hey, wir bräuchten jemanden für ein Ehrenamt"? Ganz häufig passiert das nicht, und das ist ein Punkt, den ich euch heute unbedingt mitgeben möchte, nämlich die zwischenmenschliche Beziehung lässt sich nur bedingt bis fast gar nicht so massentauglich digitalisieren. Also, dass wir so massentauglich die Kommunikation gestalten können, wir können natürlich informieren, aber wenn es darum geht, die eine Beziehung aufzubauen, was wir wollen am Ende des Tages, dann ist es ganz schwierig. Deswegen da einfach zu schauen, wir müssen in Einzelgespräche auch gehen mit den Leuten, und wir müssen investieren in eine direkte Kommunikation, auch in den heutigen Zeiten, wo wir eigentlich alles massentauglich machen können.
Genau, und das die dritte Beobachtung, die wir gemacht haben, ist wieder wie gestern, weil wir wissen jetzt ja eigentlich, dass mit der Massen, Massentauglichkeit ist schwierig beim Thema Beziehungsaufbau, dann brauchen wir auch mehr Zeit. Und das ist wiederum das Thema, dass wir auch gestern hatten: Die meisten haben oder nehmen sich die Zeit nicht dafür. Die haben so viele Nebenschauplätze, und es gibt eigentlich niemanden, der sich fokussiert darum kümmert, eine Community aufzubauen. Also sehr ähnlich, wie wir es auch beim Thema gestern hatten, diese Personalunion: Soll ich jetzt einen Förderantrag stellen oder soll ich jetzt ein Feedbackgespräch mit einem Mitglied machen, wie zufrieden es ist und wie ich das Angebot umgestalten kann? Wir sind da in Konflikten, und durch diese Konflikte fallen natürlich die Dinge, wo da sage ich mal, der Return on Investment erst sehr viel später kommt, die fallen dann hinten runter, weil wir die Dinge tun, die jetzt schnell, schnell erledigt werden müssen. Und diese Kurzfristigkeit führt dann dazu, dass langfristige Themen liegen bleiben, und da gehört ganz häufig sowas wie Community Building eben einfach dazu, weil wir da keine schnellen Ergebnisse haben, es aber eigentlich das Thema ist, was euch langfristig wirklich, wirklich weiterbringt, weil es tatsächlich, und das möchte ich noch dazu sagen, der Grund, warum vieles scheitert, die Ehrenamtsakquise, die Geldakquise, vieles scheitert daran, dass die Menschen keine emotionale oder zu wenig emotionale Bindung auch an den Verein, an das Vereinsleben etc. haben.
Und die Beobachtung Nummer vier, die ich auch ganz häufig sehe, ist viel zu wenig Transparenz. Es gibt große Ängste, auch wirklich, und wenn es darum geht, auch eine Beziehung aufzubauen, ist jetzt zu einem, muss überhaupt erstmal sich irgendwie kommunizieren, und das zweite ist dann auch eine gewisse Verletzlichkeit und auch eine Offenheit, wie es einem eigentlich geht, und die passiert ganz häufig nicht. Wir haben sehr wenig Transparenz, warum Entscheidungen zum Beispiel getroffen werden, was mit dem Geld passiert. Der Verein und vor allem die Vorstandsarbeit ist ganz häufig eine Blackbox, und da einfach nur mal, wenn ihr überlegt, wenn Menschen eine Situation verlassen, ich habe ganz selten verlassen Menschen eine Situation, weil zu viel kommuniziert wird, aber sehr viele Menschen gehen, wenn zu wenig kommuniziert wird. Ich sage auch immer den Leuten: "Überkommuniziert!", weil ihr könnt eigentlich fast nichts falsch machen, weil ihr könnt aber garantiert was falsch machen, wenn ihr zu wenig kommuniziert, weil das ganz häufig der Grund ist, warum Menschen eben nicht in eine Beziehung eingehen und nicht sich binden und auch nicht erfahren, wie es einem geht.
Genau, deswegen, wenn sie dann natürlich auch nicht mitgestalten können, weil sie ja gar nicht wissen, wie der Verein funktioniert, dann können sie auch nicht mitmachen, mitgestalten und dann auch ihren Verein nicht als ihren Verein ansehen. Und die Beobachtung Nummer fünf ist eigentlich schon fast ein Klassiker. Ich hoffe, dass ihr das im Nachgang ändern könnt, aber wir haben immer noch, ich habe vor zwei Tagen mit einem Verein gesprochen, der von 450 Mitgliedern, von 200 Mitgliedern keine E-Mail-Adresse hatte. Das heißt, wir müssen natürlich auch, um mit Menschen zu kommunizieren und sie aktivieren zu können, sie im ersten Schritt erstmal erreichen können. Also bitte heute im Nachgang, bitte schaut mal eure Mitgliederdatenbanken an und guckt mal, habt ihr eigentlich von jedem die Kontaktdaten und auch die Kontaktdaten E-Mail-Adresse, WhatsApp, Telefonnummer, wie auch immer, also wie Mitglieder halt kommunizieren, E-Mail, WhatsApp, Social Media etc. Und was aber in der Datenbank vorhanden ist, ist ganz häufig nur die Postadresse, und da einfach mal zu gucken, können wir unsere Mitglieder überhaupt erreichen, weil das ist natürlich der Schritt Nummer eins, wenn wir sie aktivieren wollen.
Genau, jetzt vorab, wir gehen, bevor wir zu den sechs Schritten kommen, weil ich weiß, ich habe später ganz viele, ganz viele vielleicht, also vielleicht auch nicht so viele, aber ein paar Maßnahmen mitgebracht, die ich in Vereinen sehe. Mir fällt auch schon wieder ein, ich kann noch eine Sache dazu sagen, die auch sehr gut funktioniert hat, aber ich möchte eigentlich euch heute nur eine Sache, also wenn ihr eine Sache mitnehmt aus diesem Vortrag heute, dann ist es die folgende, und die habe ich geklaut, ja, die kommt von der Schauspielerin, von Jessica Biel und Justin Timberlake, in meiner Jugend, ja, eine Boyband, und die haben einen Satz gesagt, den ich auch tatsächlich unseren Vereinen immer wieder sage, und das ist der Satz: "Man muss weiter daten." Und wenn ich euch heute etwas mitgeben möchte, dann bitte datet eure Mitglieder wieder ein bisschen mehr und weiter und nicht nur für die eine Geschichte, wenn man mal zusammen was gemacht hat, sondern wir müssen immer und immer wieder uns treffen, uns verabreden, uns austauschen, immer wieder. Das ist das Thema Quantität, also da geht es auch darum, einfach eine gewisse Anzahl des Treffens, des Verabredens zu gestalten. Und dann hat ein weiterer Schauspieler, der auch sehr lange verheiratet ist, gesagt: "Wir müssen eigentlich nur zwei Dinge tun: Fun and Food", also Spaß haben und essen. Und nur damit ihr hier schon ein paar Inspirationen bekommt für später, aber auch noch zum Thema Verabreden: Wir brauchen häufig einen Grund, um uns zu treffen. Das kennt ihr selber, weil manche Menschen seht ihr nie, und dann gibt es eine Hochzeit, und auf einmal trefft ihr Leute, die ihr seit zehn Jahren nicht gesehen habt. Warum? Weil es einen Anlass dazu gab, es gab einen Grund, sich zu treffen, eine Hochzeit oder ein Geburtstag oder die Zehn-Jahres-Reunion. Also häufig, damit wir überhaupt uns treffen, braucht es einen Grund, einen Anlass. Deswegen schon mal vorab: Wenn ihr nur eine Sache mitnehmen wollt, kreiert mehr Gründe, um sich zu treffen, um sich miteinander auszutauschen, und dann habt ihr, glaube ich, schon die Hälfte der Miete schon fast drin.
Genau, jetzt habe ich euch die sechs Schritte. Genau, und im Kern geht es in diesen Schritten, wie gerade gesagt, darum, sich besser kennenzulernen. Es geht vor allem auf der einen Seite, wir wollen die Quantität, also die Vielzahl, wie oft die miteinander kommunizieren und im Austausch sind, erhöhen. Wir wollen aber auch die Qualität steigern, weil eine Verbundenheit, wir können es uns auch jetzt auch hundertmal treffen, wenn wir immer oberflächlich miteinander zu tun haben, dann ist es natürlich trotzdem schwierig, sich zu binden. Also an diesen beiden Themen wollt ihr ansetzen, wenn ihr wirklich mit den Menschen euch enger verbinden wollt, und das übrigens ist die Basis, kann es auch aus meinem Verein sagen, wenn die Menschen gebunden sind, emotional gebunden sind, ist es so viel einfacher, sie für ein Ehrenamt zu bekommen, es ist so viel einfacher, sie für eine Spende zu gewinnen, es ist so viel einfacher, sie dafür zu gewinnen, für den Verein etwas zu tun.
Der Schritt Nummer eins ist sehr ähnlich auch wie gestern, also ein paar Punkte wiederholen sich, aber wir müssen erstmal herausfinden, was unsere Mitglieder dazu bewegen würde, den Verein zu verlassen. Wir müssen also wissen, was sind sogenannte Verlustgründe oder auch im Ehrenamt, das, was ihr mir gerade genannt habt, weil wir dann das Gegenteil davon tun können. Und hier ganz wichtig auch vorab zu wissen ist, dass Menschen reden lieber übereinander als miteinander. Ja, wir würden uns natürlich das wünschen, aber normalerweise hat der Mensch eine Tendenz, wenn er ein Problem mit jemandem hat, nicht mit der Person zu sprechen, sondern dann zu seinen Freunden zu gehen oder zum Partner und dann sich über diese Person aufzuregen. Und das ist sozusagen der ein Punkt, wir müssen also erstmal sehen, dass die Leute sich nicht aktiv bei uns melden, wenn ihnen was nicht gefällt. Das tun sie nicht, und das ist aus der, und deswegen müssen wir aktiv auf sie zugehen und es manchmal mehrfach aus denen herauskitzeln: "Ihr müsst uns jetzt wirklich sagen, was euch nicht gefällt, wir können uns sonst hier nichts verbessern."
Und der zweite, auch gut vorab zu wissen für diesen ganzen Prozess ist, und da bin ich übrigens ein ganz großer Mensch davon, ja, nichts gesagt ist genug gelobt. Ja, die Menschen tendieren immer lieber dazu, zu sagen, was ihnen nicht gefällt, als zu sagen, was ihnen gefällt. Das nutzen wir für uns, weil wir brauchen auch nicht, dass sie uns sagen, was ihnen gefällt, weil uns das nicht so weiterhilft, wie wenn uns jemand wirklich auch hart kritisiert, weil dann können wir uns verbessern, nur dann. Deswegen fragen wir idealerweise gar nicht die Zufriedenheit ab, sondern wir haben ganz gute Erfahrungen damit gemacht, die Unzufriedenheit abzufragen. Und wir hören ja häufig das Thema Zufriedenheitsumfrage, weil wir wollen ja gar nicht, dass sie uns sagen, ob sie zufrieden sind, wir wollen, dass sie uns sagen, wann sie unzufrieden sind. Ich habe euch hier ein paar Fragen mitgebracht, nehmt es einfach mit, ihr könnt aber eigene Fragen natürlich dazu packen, aber ich habe hier nicht erstmal Skala eins bis fünf: "Was würde dich dazu veranlassen, den Verein zu verlassen?", "Was würde dich veranlassen, zu verbleiben?", "Wenn du die Vereinsleitung inne hättest, was würdest du anders machen?", auch immer ganz spannend, dass die Leute mal in eure Position kommen, um dann auch mal zu sehen, okay, was würden sie denn machen, wenn sie an meiner Stelle wären? Und: "Was würdest du uns sonst noch mitgeben wollen?" Ihr könnt auch ganz viele weitere Fragen machen. Fakt ist aber, wir wollen herausfinden, wo sind sie unzufrieden?
Und zum Thema Aktivieren kann ich dann sehr empfehlen, dann auch im zweiten Schritt die Fähigkeiten abzufragen. Denn die Menschen haben uns im ersten Schritt gesagt, womit sie unzufrieden sind, und wir können ihnen jetzt die Möglichkeit geben, die Themen, an denen sie unzufrieden sind, mitzugestalten, daraus ein Zufriedenheitsthema zu machen. Und wir haben, ich habe erst gestern einen Verein zum Beispiel, glaube, mit 700 Mitgliedern, hat dann von 900 Mitgliedern ein Feedback bekommen, und ihr könnt dann auch sagen, was macht ihr denn? Das ist natürlich eine freiwillige Angabe, ist auch klar, aber was habt ihr denn für Kompetenzen und Fähigkeiten, um die Probleme, die wir im Verein haben, die du uns sogar benannt hast, auch zu lösen? Das ist dann ganz hilfreich, um darauf wirklich ganz gezielt die Leute dann anzusprechen, auf Basis der Unzufriedenheit Projektteams zu gründen und dann die Leute, die sich gemeldet haben, dann auch wirklich ins Handeln zu bekommen. Damit machen wir ganz, ganz gute Erfahrungen.
Der Schritt zwei ist genau das, was ich gerade gesagt habe: Wir haben jetzt sozusagen ein Problem, was wir haben, nämlich wir haben nicht genug Bindung, und dann haben wir ein Problem, was die Mitglieder haben, oder Probleme, die die Mitglieder haben, und wir können jetzt wieder Experimente, Projektteams, was ich eben gesagt habe, aufbauen und versuchen, mit diesen Projektteams zusammen Experimente zu definieren und umzusetzen. Genau, das ist genau das Gleiche wie gestern, weil aber ein paar nicht da waren, würde ich es noch mal wiederholen. Diesen Ablauf könnt ihr wirklich für jedes Problem verwenden, und diesen Ablauf können dann auch jedes Projektteam machen. Nehmen wir mal an, wir sagen, wir haben nicht genug Geld im Verein, und wir haben nicht genug, die Kommunikation ist nicht gut genug und so weiter und so fort. Dann kann jedes Projektteam diesen Prozess durchlaufen, und jedes Projektteam sagt: "Okay, die Kommunikation ist nicht gut genug." Gut, das ist unser Problem. Dann, wie können wir 20 Lösungsansätze brainstormen in dem Projektteam? Dann, oder wir nehmen eine künstliche Intelligenz und tippeln das da rein: "Das ist unser Problem, bitte gibt mir 20 Lösungsansätze." Dann gewichten wir die Lösungsansätze nach Aufwand und Wirkung und setzen idealerweise die um, die die wenigsten Aufwand haben und die höchste Wirkung für unseren Verein. Das ist sehr, sehr, sehr ähnlich zu dem, was ich gestern an Prozessen euch mitgegeben habe.
Ich habe jetzt hier wieder ein paar Ideen euch mitgebracht, aber ich zeige euch auch später noch ein paar mehr, aber hier ein Vorstands-Update, um die Kommunikation zu verbessern, Behind the Scenes vom Vorstand, Sommerfest organisieren, Getränk nach dem Training, Pizzaessen für den Vorstand, um mal wieder ein bisschen mehr Spaß zu bekommen, Elternabende organisieren etc., etc. Also da gibt es ganz viele, viele, viele, viele Möglichkeiten, um Anlässe zu haben, um wieder stärker in den Austausch zu kommen, und diese Anlässe können wir jetzt gewichten und können dann schauen, okay, was müssen wir tun, um eine Kultur des Mitwirkens, um eine Kultur des sich Treffens, Austauschens im Verein dann eben entsprechend umzusetzen, und zwar so, dass es besonders wirkungsvoll für uns ist.
Genau, im Schritt Nummer drei, wir wissen jetzt nämlich, welche Dinge wir umsetzen wollen. Idealerweise haben wir schon Projektteams, und wenn wir diese nicht haben, dann fragen wir, weil auf Basis der, was da rausgekommen ist, nehmen wir jetzt mal an, wir wissen, okay, wir entscheiden uns dafür, wir wollen ein Sommerfest organisieren. Dann wissen wir, dann es handelt sich bei dieser Maßnahme um ein Event. Es gibt Menschen da draußen, die hauptberuflich Events organisieren, Eventmanager zum Beispiel. Das heißt, wir können jetzt ganz gezielt, gestern hatten wir bei den Kompetenzen vor allem das Thema Vertrieb und Marketing, bei der Mitgliederbindung oder Aktivierung geht es eher um andere Themen, da ist es dann eher das Thema Eventmanagement, Community Building, Kommunikation oder auch Personalwesen, wenn es dann auch darum geht, beim Thema Ehrenamt die Leute zu halten und zu binden. Dann ist es natürlich hilfreich, wenn sich jemand dort auch für die bestehenden Ehrenamtlichen zum Beispiel kümmert. Da nutzen wir immer die "Gibt es einen Arzt an Bord"-Methode, also einfach eine WhatsApp-Nachricht. Also ich habe wirklich einen Verein gehabt, der hat es noch in der Sitzung, diesen Text in der Sitzung, könnt es noch heute jetzt sofort machen, diesen Text einfach in eine WhatsApp-Gruppe, glaube ich, geschrieben, und oh Gott, jetzt zeige ich gerade das, was man vorher nicht machen soll, aber sie hat Reaktion bekommen, ich glaube, drei Reaktionen von Leuten, die dann direkt gesagt haben: "Hey, ich unterstütze dich dabei." Also da einfach ein bisschen rumfragen: "Hey, gibt es hier jemanden, der XY kann?" Ihr müsst noch nicht sagen, was die Person tun soll, es geht einfach erstmal darum, Interesse zu wecken und dann mit der Person in ein Gespräch zu gehen. Aber das sind die Kompetenzen, die ihr jetzt benötigt, wenn ihr dieses Thema Mitgliederbindung bei euch im Verein umsetzen wollt, dann unbedingt darauf achten, dass ihr diese Menschen bei euch ein bisschen dabei habt.
Und jetzt habe ich euch ein paar Maßnahmen mitgebracht, die andere Vereine machen, die auch wir machen als Unternehmen, auch ein bisschen anders, aber wir sind zumindest auch ein soziales Unternehmen. Genau, und immer wieder auch hier noch mal die Erinnerung, ich bin so ein Mensch: "Erfolg durch Wiederholung." Wenn es nicht geklappt hat, dann passen wir den Kurs einfach wieder an. Es geht also tatsächlich darum, zu handeln und dann den Kurs anzupassen. Ich habe das Ganze ein bisschen eingeteilt. Der eine Punkt ist eher so dieses Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen uns, also wenn man eben gemeinsam arbeitet, dass man dann nicht dazu kommt zu Streitigkeiten, Konflikten oder dass es dann dazu kommt, dass jemand den Verein verlässt oder auch das Ehrenamt verlässt. Und auf der anderen Seite auch dieses Thema, genau, Anlässe schaffen und die dieses Zusammenkommen der Menschen noch ein bisschen stärker zu fördern. Also da habe ich so ein bisschen unterschieden, weil natürlich die Bindung dann auf der einen Seite ist, ist eher so kommunikativ, und dann ist anderes eher auch wirklich dieses: "Wir treffen uns, wir daten uns."
Genau, mein Tipp zum Thema Kommunikation: Ich hatte da so ein bisschen, mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen, als ich mit Vereinsvorständen geredet habe, die zwar alle an einem Ort saßen, aber sich nie getroffen haben, weil die zu unterschiedlichen Zeiten ihr Ehrenamt gemacht haben. Deswegen haben die sich zu unterschiedlichen Zeiten getroffen. Deswegen bitte handelt in der Zusammenarbeit und in der Kommunikation sehr stark wie Firmen, die ja seit Corona sehr häufig komplett remote arbeiten. Also remote heißt in dem Fall, die haben kein Büro mehr, da sitzt jeder zu Hause vor seinem Laptop und arbeitet, und da gibt es gewisse Kommunikationsregeln, die die verfolgen. Ich kann euch ein bisschen sagen, was wir machen: Wir sind nämlich eine komplett remote arbeitende Firma. Unsere Office Managerin sitzt zum Beispiel auf Bali, wir haben jemanden in Köln, jemand in Hannover, also wir haben die Leute auch in unterschiedlichen Städten oder sogar Ländern, und da geht es ganz viel darum, aktiv stärker zu kommunizieren. Also wir machen zum Beispiel virtuelle Lunches, um die Leute, damit sich und auch Einzel-Lunches, dass die Leute sich untereinander kennenlernen, also ein Lunch, ein Mittagessen. Dann treffen wir uns alle zwei Monate, da investieren wir auch rein, dass wir auch wirklich uns persönlich treffen. Wir machen täglich, das kann ich in der Vorstandsarbeit sehr, sehr, sehr empfehlen, täglich, nicht täglich, ihr könnt es auch wöchentlich machen, aber dass man einfach sagt am Anfang von Tag: "Hey, ich habe das und das heute vor", und am Ende vom Tag: "Was habe ich geschafft, was habe ich nicht geschafft, warum nicht?" Und die, und wir machen virtuelle Coworking-Räume, also dass man dann auch einfach gemeinsam arbeiten kann, auch wenn man eben nicht nebeneinander sitzt, auch wenn ihr manchmal im gleichen Ort sitzt, und das muss man manchmal aktiv machen, weil bei uns ist das auch so gewesen, dass es dann manchmal so ein bisschen hinten runtergefallen ist, und wir haben wirklich aktiv dann diese Coworking-Räume zum Beispiel erstellt. Das ist jetzt eher auf das Thema Zusammenarbeit.
Dann ein weiteres Beispiel für das Thema Zusammenarbeit: Wir hatten vorhin ja das Thema, jede Person erfährt Wertschätzung auf eine andere Art und Weise und nimmt Wertschätzung anders wahr. Und ich möchte euch ein Buch, einen Buchtipp mitgeben, da hatte ich so ein bisschen so ein Aha, so ein Aha-Moment tatsächlich mit meiner Mutter, die nämlich mir ihre Wertschätzung anders ausdrückt, als ich es mir wünsche, und ich war dann immer sauer auf sie, und da habe ich gemerkt: "Ah, meine Mutter sagt mir gerade, dass sie mich mag, und ich habe es aber gar nicht mitbekommen. Ich habe immer gedacht, warum hörst du mir nicht zu, ich will gar keine Geschenke." Und das ist tatsächlich so, das dieses Buch heißt "Die fünf Sprachen der Liebe". Ich habe eine rausgelassen, weil die nicht passend war, aber vier Sprachen der Liebe, und in dem Fall, ich habe es jetzt "Sprachen der Wertschätzung" genannt, kann man übernehmen, und die könnt ihr auch wirklich erfragen, auch wirklich, wie fühlst du dich gewertschätzt, wann fühlst du dich gewertschätzt, was, wann nimmst du Wertschätzung wahr? Und das ist bei jeder Person, alles gibt eben Worte der Anerkennung. Auch bei uns im Team, ich gehöre zu den Menschen: "Nichts gesagt ist genug gelobt", und dann hat mir ein aus dem Team gesagt: "Ich fühle mich total gewertschätzt, wenn ich gelobt werde oder wenn mir einfach ausgesprochen wird, dass das Anerkennung erfährt." Und da musste ich mich anpassen sozusagen, weil ich gehöre zu den Menschen, die nicht loben, und nur wenn es was schief geht, dann wird da schön drauf rumgeritten, und da muss man dann einfach gucken, okay, wie kann ich mich da so ein bisschen, wie kann ich die Sprache der Person sprechen oder eine gemeinsame Zeit? Feedbackgespräche sind das ganz häufig, auch mit den Mitgliedern, Zufriedenheitsgespräche, dass man sich Zeit nimmt und den Menschen zuhört. Hilfsbereitschaft und Unterstützung hören wir ganz häufig von Übungsleitenden, die sagen: "Hey, ich will gar kein Geld, ich verbringe hier meine Zeit, aber was ich will, ist eine Pfeife, ist ein Backboard und ist irgendwie ein Shirt, damit ich damit zum Training kommen kann und ein Trainingsanzug." Und das heißt, diese Unterstützung der Rahmenbedingungen, das ist ganz häufig, wie sie Wertschätzung erfahren, oder tatsächlich auch Geschenke, also so ein Willkommenspaket beim Eintritt in den Verein etc. Und da einfach so ein bisschen bewusst zu sein, dass manchmal, wenn du jemanden Geschenke machst, dass es trotzdem bedeuten kann, dass die Person sich nicht gewertschätzt fühlt.
Genau, ein Beispiel auch für bessere Zusammenarbeit, es sind sogenannte Team-Profile. Diese Profile hinterlegt man, und man sagt so ein bisschen, wie man tickt. Ich bin zum Beispiel ein Mensch, ich schreibe ohne Hallo und Tschüss, was sich manchmal sehr hart anhört, wenn ich dann einfach ja eine Nachricht schreibe, und das habe ich da reingeschrieben, sagt dann: "Ich bin da nicht sauer auf dich und du, ja, ich versuche das anzupassen, aber bitte das nur, dass du Bescheid weißt, es soll sich nicht so anhören, wie sich es geschrieben halt anhört." Und das kann man, und wir haben das übrigens auch geklaut von einem von einem Startup, die remote arbeiten, und die haben tatsächlich so, wie du mir Feedback geben kannst, wie du mit meinen Ideen umgehen kannst etc. Und wenn ihr mal überlegt, das ist etwas, was ihr vielleicht in einer halben Stunde erstellt, aber eine andere Person weiß dann mehr, wie sie mit dir zusammenarbeiten kann und wie du tickst, einfach, und lernt dich ein bisschen, manchmal ein bisschen mehr kennen. Wir haben bei uns zum Beispiel auch einen Lebenslauf des Scheiterns, und ich habe so ein bisschen so Beispiele gebracht, wo ich gescheitert bin, und das hat natürlich auch dazu geführt, dass die Menschen dann oder die Teammitglieder mich besser kennenlernen und auch wissen, dass ich natürlich auch nicht unfehlbar bin, auch wenn ich aktuell natürlich in der Geschäftsführung bin.
So, das waren ein paar Beispiele zum Thema gemeinsame Zusammenarbeit. Jetzt möchte ich euch ein Beispiel mitgeben zum Thema Kommunikation, und ihr habt ja mitbekommen, am Anfang die fehlende Transparenz ist ein Thema, warum sich viele, viele nicht engagieren. Ich hatte einen Verein bei uns, und die haben gesagt, woran ist es, die hatten sogar wirklich, die hatten aus einer Umfrage, und dann haben die 80 Leute gehabt, die gesagt haben, am Ende des Tages, sie wollen sich irgendwie engagieren, aber sie haben sie nicht so richtig eingearbeitet und integriert bekommen. Und der, ich habe gesagt, woran scheitert es gerade, dass diese Leute nicht aktiv werden? Und er hat gemeint: "Die wissen nicht mal, dass wir Probleme haben. Die wissen nicht, dass wir Probleme haben, die Mitglieder, weil aus ihrer Sicht, die erfahren nicht zum Vorstand, und aus ihrer Sicht funktioniert alles. Die wissen nicht, die haben einfach keine Ahnung, dass im Hintergrund gerödelt wird etc." Und da auch wirklich zu gucken, wie könnt ihr vielleicht transparenter werden? Und ich möchte euch heute die Angst nehmen, ja, das ist, es gibt neue Trends, und gläserne Firmen werden immer normaler. Ich habe hier mal ein paar Beispiele mitgebracht von Ecosia, das ist ja die Suchmaschine, die Bäume pflanzt, also die Alternative zu Google, die wirklich jeden Monat ihre Zahlen veröffentlicht, wie viel Umsatz sie gemacht haben, wie dieser Umsatz ausgegeben wurde, verteilt wurde, wie viel Wirkung sie erzielt haben. Dann habe ich hier zum Beispiel, ich habe hier den Link, könnt ihr euch später aus der Präsentation rausholen, ist ein Startup aus Amerika, die eben sehr, sehr, sehr transparent sind, und ich glaube auch, es gibt ja neue auch Transparenzpflichten sowieso auch für den gemeinnützigen Sektor, aber es wird immer normaler, alles offen zu legen. Und warum? Die Basis für Verbundenheit ist Vertrauen, und Transparenz wissen wir eigentlich alle, ist die Basis für Vertrauen. Deswegen schaut, dass ihr transparent seid, habt keine Angst davor, dass die Mitglieder euch zerpflücken, im Gegenteil, die wollen euch dann helfen, wenn sie wissen, ihr habt finanzielle Probleme, dann wollen die euch helfen, und deswegen schaut, dass ihr da verliert eure Angst, eure Probleme oder auch Themen, an denen ihr arbeitet, Herausforderungen, die ihr habt, nicht zu kommunizieren, sondern holt euch da die Hilfe von den Leuten.
Genau, da fehlt das Bild gerade, aber eigentlich ist da ein Bild drin, wo man eine kurze Nachricht in WhatsApp, ist das ist ein Kommunikationsbeispiel, wo wir gesagt haben, okay, vielleicht sollte es ab und zu ein Update vom Vorstand geben. Ah, da ist das Bild, genau, und wir haben es ganz kurz gemacht, dass die Leute auch, dass es wirklich so kurz zu lesen ist. Wir fangen immer, immer, immer mit guten Neuigkeiten an, deswegen Good News. Ich habe ja einfach mal ein Beispiel eingefügt, woran wir gerade arbeiten und was unsere Herausforderungen sind, und sowas kann man zum Beispiel alle zwei Wochen per WhatsApp teilen, je nachdem, was ihr verwendet, aber meine Erfahrung ist, dass die meisten in irgendwelchen WhatsApp-Gruppen unterwegs sind. Und mein Tipp ist, also je nachdem, welche Messaging-App ihr verwendet, ihr könnt auch Signal haben oder Clubraum, es gibt ja unterschiedliche Apps, aber wenn ihr sagt, ich will das nicht auf meinem privaten Handy haben und so weiter, holt euch ein eigenes Handy, holt euch eine SIM-Karte, das kostet 10 €, wirklich 10 €, und ihr könnt dann aber in alle Gruppen reingehen, denn wir haben auch häufig das Problem, dass wir dann auf die Trainer oder auf die Projektmanager angewiesen sind, dass die das weiterleiten, was wir als Vorstand Information verteilen wollen. Genau das bitte einmal dann um, könnt ihr relativ einfach umsetzen, dauert auch nur 10 Minuten.
Ein Beispiel habe ich jetzt, ihr seht mich dort, ist eine Form der Kommunikation auf Social Media, und das heißt: "Document, don't create." In Social Media haben wir manchmal so das Problem, dass wir denken, was soll ich posten? Ja, was soll ich jetzt? Oh Gott, ich muss irgendeine Grafik machen, ich muss irgendein Video schneiden. Nein, müsst ihr nicht. Guckt ins Fernsehen, Reality-TV ist hoch im Kurs. Ihr müsst einfach nur eure Arbeit begleiten: "Hey, wir haben gerade eine Vorstandssitzung, hey, wir arbeiten gerade, wir bauen gerade das Vereinsheim, hey, wir machen das, das." Ihr müsst euch nicht das Gehirn vermatern und einen Redaktionsplan machen, sondern ihr müsst manchmal einfach nur die Leute teilnehmen lassen an dem, was ihr gerade macht.
Dann ein Mitbestimmungsbeispiel habe ich euch mitgebracht, das ist die Mitgliederversammlung. Das ist ein bisschen klein, deswegen erkläre ich, und ich bin auch schon ein bisschen über die Zeit hinaus, aber keine Angst, das sind die letzten Folien. Aber was bei der Mitgliederversammlung ist, ja eigentlich der Moment, wo die Leute mitbestimmen können. Meiner Erfahrung nach kommen bei Vereinen, die 800 Mitglieder haben, kommen dann zehn zur Mitgliederversammlung, und das liegt auch an dem Punkt, den ihr hier links seht. Links steht nämlich: "Start Wahlkampf USA, zwei Jahre vor der Wahl." Ja, oder wenn man jetzt eine Hochzeit hat, dann fängt man ein Jahr vorher an, die Leute einzuladen, und bei Mitgliederversammlungen habe ich ganz häufig vier Wochen vorher kommt die Einladung, und das war's. Und deswegen guckt auch, dass ihr die Mitgliederversammlung richtig nutzt, schon Monate vorher die Leute Anträge einreichen lassen, aktiv sagen, sie mitbestimmen lassen. Ich habe euch hier, was ihr könnt die Präsentation im Nachgang dann anschauen, da könnt ihr dann sozusagen das ein bisschen mitlesen, aber dass ihr wirklich anfangt, die Mitgliederversammlung als zentrales Element auch zu nutzen, wo die Leute mitgestalten und auch mitbestimmen können. Es gibt einen Grund, warum die Leute nicht kommen aktuell, und das liegt einfach auch daran, dass nicht so viel investiert wird in die Vorbereitung eines solchen Events, eines solchen Anlasses.
Genau, dann könnt ihr für das Thema Verabreden und Austauschen einen Katalog aufbauen, wo ihr einfach sagt, okay, was können wir alles tun auf unterschiedlichen Ebenen? Ich komme jetzt aus dem Sport, das heißt, wir haben Ebenen, die Teams untereinander können was machen, die Teams können übergreifend etwas machen, dann kann der Verein zusammen was machen, und dann kann der Verein noch mit seinem Umfeld etwas zusammen machen. Und das kann man auch hier wieder die künstliche Intelligenz nutzen, wenn man sagt, ich habe jetzt nicht so viele Ideen, macht euch einfach eine Excel-Liste, holt euch die ganzen Ideen raus. Am Ende ist es auch kein Hexenwerk, es geht manchmal oder sehr häufig einfach nur darum, dass es jemand macht und organisiert. Deswegen holt euch die Eventmanager ins Boot, fragt rum, denn die können sowas meistens sehr einfach organisieren.
Und jetzt habe ich noch ein Thema, dass ich euch unbedingt mitgeben möchte, weil ich tatsächlich, wir hatten jetzt unsere Saison-Endfeier, und ich war auf dem Sommerfest von meinem Verein, und was passiert ist, beim Sommerfest waren die Basketballer waren hier und die Fußballer waren da, und bei dem bei dem Saison-Endfest waren die Damen-Ein-Spielerinnen hier und die Damen-Zwei-Spielerinnen da. Und das ist so, wenn wir haben so eine Hemmnis, andere Menschen anzusprechen, die wir nicht kennen, und ich war, und da kann es sehr hilfreich sein, wenn ihr Partys und Events oder Sommerfeste, Mitgliederversammlung organisiert, dass ihr eine Person damit beauftragt, vielleicht seid ihr auch selber die Person, die Menschen und untereinander aktiv zu vernetzen. Und es ist, es geht auch ganz einfach, ich habe das selbst mal erfahren, ich war mal auf einem Event, wo ich alleine hingegangen bin, und ich kannte keine einzige Person, und die, die mich eingeladen hat, ist wirklich andauernd zu mir hergekommen und hat mich an die Hand genommen und hat zu einer anderen Person gesagt: "Sag mal, kennst du Marte schon?" Und zack, und dann ist sie einfach wieder gegangen, und ich stand aber mit einer Person da, und dann sind wir in in Austausch gekommen, wir haben dann miteinander gesprochen, wir haben uns kennengelernt. Wie auf, wie, wie viel Partys wart ihr, wo ihr schon die anderen Menschen nicht kennengelernt habt, weil man diese Hürden, jemanden Fremdes anzusprechen, einfach hat? Deswegen schaut, dass ihr aktiv eine Vernetzungsbeauftragte Person habt, die bei so einem Event, Sommerfest, die Leute untereinander dann vernetzt, weil dann ist es natürlich einfacher, man fühlt sich nicht so fremd und so unsicher.
Und das letzte, ich habe so viel mitgebracht, fällt mir gerade auf, aber ganz wichtiger Prozess ist, wenn wir die Mitglieder gewonnen haben, ist natürlich auch, sie zu integrieren in den Verein. Und was wir normalerweise machen, ist, wir gehen von ganz enger Begleitung und dann zu eher loser Führung und Begleitung, auch im Ehrenamt übrigens, wenn ihr Leute einarbeitet, immer Micromanagement am Anfang, zu einem späteren Zeitpunkt dann Makromanagement, für die, die jetzt ein paar Begrifflichkeiten, Fachbegrifflichkeiten damit was anfangen können. Was bedeutet das? Das ist alles sehr klein, ich ich tue es einfach mal vorlesen. Das heißt, die Person wird Mitglied, dann gibt es idealerweise ein Kickoff-Event oder eine Einführungsgesprächsveranstaltung, wo die Person definitiv erstmal willkommen geheißen wird, idealerweise dann ein Kennenlernen mit einer Person, wo man sagt: "Hey, das ist deine Ansprechperson, bei dieser Person kannst du dich immer melden", und diese Person geht idealerweise auch mit der Person Dinge durch gemeinsam, indem sie Dinge, die ersten Themen gemeinsam machen, zum Beispiel den Mitgliedsantrag ausfüllen oder in der Halle, wo ist die Umkleide, wo befindet sich dies und das etc. Dann auch erste Kennenlerntermine, wenn ich jetzt an unsere Eltern denke, die sich manchmal untereinander gar nicht kannten, und dann zu sagen, das zu organisieren: "Hey, du kannst dich jetzt mit dem und dem Elternteil, wir haben da was organisiert", oder auch ein Elternabend, damit sich alle kennenlernen, da einfach mal zusammenzukommen. Und dann zu einem späteren Zeitpunkt immer Feedback, Feedback, Feedbackgespräche. Es gibt einen Grund, warum in Unternehmen wirklich alle drei Monate spätestens ein Feedbackgespräch kommt. Das geht jetzt vor allen Dingen für das Thema Ehrenamt, aber auch bei den Mitgliedern, dass ihr schaut, einmal im Jahr solltet ihr in irgendeiner Form Feedback einholen, wie zufrieden seid ihr, und am Anfang sehr eng Feedback einholen, zu einem späteren Zeitpunkt kann man das dann massentauglicher gestalten.
Genau, jetzt, ich habe gemerkt, ich habe doch ganz schön viele Maßnahmen mitgebracht, aber ich wollte euch einfach auch ein paar Inspirationen heute mitgeben. Ihr könnt ja auch im Nachgang in der Präsentation noch mal nachlesen. Genau, ansonsten Erfolg oder Misserfolg dieser Aktivitäten nach sechs Monaten bewerten. Wie gesagt, ich habe euch jetzt einige Maßnahmen mitgegeben, probiert es einfach mal aus, was kann, was ist das Schlimmste, was passieren kann? Wahrscheinlich nicht so viel. Von daher, wenn es nicht geklappt hat, einfach passen, und das ist der Experimente-Tracker, den ihr dann im Nachgang auch bekommt, und wo wir sozusagen dann sehen können, was hat gut funktioniert und was hat nicht gut funktioniert, und daraufhin den Kurs anpassen können. Jetzt wiederholen wir den ganzen, das Ganze hier einfach von Anfang an wieder. Das heißt, wir führen ein Experiment durch, wir bewerten das Ergebnis, und dann das, was funktioniert hat, deswegen QED, wie aus Mathe, und das, was nicht funktioniert hat, abändern und ein neues Experiment durchführen. Und hier einfach, wie gesagt, gucken, wie könnt ihr vielleicht auch schon mit kleinsten Maßnahmen erfolgreich sein?