Wie schön, dass so viele von euch zum Teil wieder, vielleicht heute, aber auch zum ersten Mal dabei sind. Das ist gar kein Problem, denn wir gucken uns gleich auch noch mal ein bisschen an, worüber wir gestern gesprochen haben, frischen das noch mal auf und starten dann heute in dieses vielleicht nicht ganz neue Thema, sondern eher erweiternde Themen zu den Sachen, die wir gestern schon besprochen haben.
Wir wollen heute aus unserer neuen Kommenexpertise, aus unserem Blick auf die Frage schauen, wie man eben Angebote und Ansprache passend gestalten kann. Dafür schauen wir uns Forschungen aus dem Bereich Begegnung, gesellschaftliche Begegnung an: Was passiert eigentlich, wenn Menschen aufeinander treffen? Wir gucken uns Grundlagen aus der Sozialpsychologie an. Wir schauen uns einige Praxisbeispiele an, von z.B. Partnerorganisationen, mit denen wir schon gearbeitet haben, die da schon sehr viele spannende Ansätze haben und freuen uns, ja, mit euch darüber auch in den Austausch zu kommen.
Ähnlich wie gestern wird's auch wieder einen Erfahrungsaustausch am Ende geben, aber ihr seid natürlich auch sehr herzlich eingeladen. Wenn euch während der Präsentation schon Gedanken kommen, Fragen kommen, , oder gute Beispiele einfallen für Dinge, über die wir sprechen, dann teilt die sehr gerne, denn ihr seid auch alle die Experten für eure Themen. Ihr seid die Expertinnen für das Ehrenamt. , und von euch, äh, können sicherlich alle, die hier sind, sehr viel lernen, können wir auch noch sehr viel lernen und freuen uns deswegen ganz viel von euch zu hören und zu lesen.
In diesem Sinne also herzlich willkommen. Wir werfen einen kurzen Blick, äh, auf das, was wir heute vorhaben. Wie gesagt, wir starten gleich mit einem kurzen Recap und schauen uns an, was gestern, äh, so passiert ist. Äh, gehen noch mal kurz die gesellschaftlichen Typen durch, das macht Inga gleich mit euch. Dann starten wir mit einem Forschungsinput, zu der Frage, wie Menschen eigentlich aneinander begegnen. Was passiert eigentlich auch aus psychologischer Sicht, wenn unterschiedliche Menschen aufeinander treffen? Und was können wir daraus denn dann auch lernen, wenn wir selber ja Angebote innerhalb eines Vereins oder einer Organisation auch gestalten?
Äh, wir gucken uns dann an, wie Formate und Kommunikation gestaltet werden können, um mehr Perspektiven einzubinden. Also, wir wollen ja verstehen, was sind Ansätze, was sind mögliche Dinge, die sich aus unserer Forschung ergeben, mit denen wir eben praktische Formate gestalten können. Und wir schauen uns dann an, wie das in die Praxis übersetzt wird, also welche Beispiele gibt es von beispielsweise Partnerorganisationen? Am Ende haben wir noch eine kleine Methode mitgebracht, wieder ein Arbeitsblatt, das kennt ihr vielleicht auch von gestern, die könnt ihr euch auch im Nachgang auf jeden Fall anschauen. Wir haben ein Miroboard, wo die auch drauf sind, und am Ende haben wir hoffentlich noch ganz viel Zeit für eure Fragen.
Erstmal so zu dem, was jetzt ansteht, und ich übergebe jetzt an Inga für den kleinen Überblick über das, was gestern so passiert ist.
Vielen lieben Dank, Anna, und herzliche Grüße auch von mir in die Runde. Wir freuen uns sehr auf die nächste gute Stunde, die wir jetzt gemeinsam miteinander verbringen. Ich sage noch einmal einleitend für alle, die die Organisation, für die wir arbeiten, noch nicht kennen, , dass unsere Arbeit sich auf Forschung stützt. Ja, also wir machen eigentlich ganz klassische Meinungsforschung mit vielleicht einer kleinen Besonderheit, dass wir nicht nur schauen, was denken Menschen, die junge oder alte Menschen, Menschen mit höherer Bildung, niedriger Bildung, wie man das sonst so kennt, sondern tatsächlich aus einer sozialpsychologischen Sicht auf die Menschen. Das heißt, wir schauen uns an, was für Grundüberzeugungen, was für Werte, was für Erfahrungen führen eigentlich dazu, dass Menschen mit einem bestimmten Blick auf Gesellschaft schauen. Und mit dieser Forschung, arbeiten wir dann mit ganz vielen Partnerorganisationen zusammen.
Und das könnten jetzt auch Organisationen wie eure sein. So, da haben wir schon ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht, von den kleinen Kulturvereinen, über Sportvereine bis hin zu, ich habe hier vorhin auch den Bund gesehen, ein bisschen zu großen und deutschlandweiten Organisationen über alle Themenbereiche und Sektoren hinweg. Genau, das ist ganz wichtig. Das ist der Blick, mit dem wir quasi auch auf dieses Thema Ehrenamt und Engagement schauen.
Ich habe es gestern gesagt, es ist für uns auch ein unheimlich wichtiger Bereich, wenn wir über das Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt, Menschen miteinander in Begegnung bringen und entsprechend eben auch die demokratische Gesellschaft stärken wollen. Schauen wir.
Genau. Wir haben einen ganz kurzen Überblick noch mal über gestern mitgebracht. Ich lade alle ein, die das tiefergehend interessiert, äh, das Webinar von gestern anzuschauen oder natürlich unsere Website sich, anzuschauen mit den verschiedenenTools, die wir da auch haben. Was wir als More and Common 2019 in unserer ersten großen Studie identifiziert haben, sind sechs gesellschaftliche Typen, die sich hier in der sogenannten gesellschaftlichen Dreiteilung wiederfinden.
Das sind sechs gesellschaftliche Typen, die alle ihren ganz unterschiedlichen Blick auf Gesellschaft haben und die alle unterschiedlich eingebunden sind in die Gesellschaft. Das ist für uns ein Hilfsmittel, ein Werkzeug, tatsächlich aus der Forschung. Also, ihr könnt euch das so vorstellen, dass es nicht, , wenn man jetzt einen Test macht, den wir auch haben, das ist kein Persönlichkeitstest. Da trifft nicht alles immer 100 % auf eine Person zu, sondern es geht für uns eher darum, zu identifizieren, was sind denn eigentlich die Unterschiede in Perspektiven, die wir in unserer Gesellschaft aktuell haben und mit welchen Konsequenzen, mit welche Konsequenzen hat das eben für bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen, Entscheidungen und so fort.
Ich gehe die jetzt einmal nacheinander durch. Wir haben einmal die gesellschaftlichen Stabilisatoren. Das sind zwei Typen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie gut in die Gesellschaft eingebunden sind, sowohl in sozialen Strukturen als auch politisch gesehen. Also, die haben eigentlich oft eine politische Heimat, haben hohe Vertrauensbezüge, also Vertrauen, , im Vergleich zu anderen Typen ihren Mitmenschen deutlich häufiger, haben hohes Vertrauen in Politik, in Medien und so fort.
Man kann sagen, dass, wenn wir uns einmal links die Involvierten anschauen, das ist eher ein Typ, der einen sehr starken Wert legt auf den Bürgersinn, aufs Miteinander, auf die Verteidigung von demokratischen Errungenschaften.
Oft kommt auch bei diesen Typen die Europäische Union als eine wichtige Errungenschaft, die es zu schützen gilt.
Weil wir jetzt hier in diesem Webinar bei der DSEE sind, sind viele ehrenamtlich Engagierte, die sich auch meistens in diesem Typus wiederfinden, ne? Das sind die, die sich in größeren gesellschaftlichen Strukturen engagieren möchten und das auch als wichtig empfinden, die sind im Vergleich, wir haben hier den zweiten Typen, die sogenannten Etablierten, eher ein bisschen progressiver. Die Etablierten hingegen sagen manchmal so ein bisschen, so die konservative, , Cousine vielleicht auch, ein wirklich vertrauender Typus, ne, hatten mit gesellschaftlich stabilisierender Funktion. , und ihnen ist im Vergleich eigentlich noch stärker wichtig, so diese, diese, Verlässlichkeit, Zufriedenheit, dass gesellschaftlicher Frieden herrscht. Also, so dieser Wunsch, , so wie es gerade ist, es ist gut und das darf auch so bleiben.
Genau. Wir gehen dann einmal weiter zu den zwei gesellschaftlichen Polen, wie wir sie identifiziert haben. , das wird euch vielleicht bekannt vorkommen. Wir haben ja gerade eine starke Debatte über die wahrgenommene oder tatsächliche Spaltung in der Gesellschaft und wir haben hier diese zwei Pole, die auch tatsächlich sehr, sehr laut in Debatten wahrgenommen werden, die aber eben nur zwei von sechs Typen darstellen und wir hier nicht eine eindeutige Zweiteilung der Gesellschaft haben.
Die zwei Typen, das sind einmal die progressiv Verordneten, die einen starken Fokus legen mit ihrem gesellschaftlichen Blick auf Selbstentfaltung, auf Weltoffenheit, auf kritisches Denken. Da ist ein hoher Individualismuswunsch, ne? Also, man könnte vielleicht sagen, die Offenen gründen eher ihre eigene Initiative, als dass sie sich in bestehenden Initiativen engagieren, z.B. aber auch, eben ein Wunsch, Gesellschaft mitzugestalten. Da ist auch ein großer Veränderungswille da.
Wir haben, dem Gegenüber gestellt, die Wütenden, ein Typus, dem die nationale Ordnung sehr wichtig ist. Da ist ein hohes Misstrauen. , da ist auch, , keine gute Verortung im aktuellen, , gesellschaftspolitischen System und auch eher ein Wunsch, quasi in diesem System, so wie es gerade ist, zu verändern, weil es für sie so, , nicht gut ist.
Genau, das sind die zwei Pole, die haben eben gemeinsam, dass sie laut in Debatten zu hören sind und auch gut vertreten sind und sich diesen Raum auch nehmen.
Danach folgt, das unsichtbare Drittel. Und das unsichtbare Drittel, das ist für uns beim Morc einer der wichtigsten Befunde, mit dem wir über die letzten Jahre sehr, sehr viel, insbesondere auch mit Partnerorganisationen arbeiten, weil wir festgestellt haben, dass das zwei Typen sind, die in öffentlichen, in politischen, in medialen Debatten deutlich weniger zu Wort kommen, ihre Perspektiven deutlich weniger, Gehör finden und das auch Typen sind, die im Vergleich zu den anderen schlechter gesellschaftspolitisch orientiert sind, eingebunden sind, ne?
Also, das kann man sowohl sehen, quasi, wenn wir nach Einsamkeit fragen. Das sind Typen, die häufiger sagen, dass sie sich einsam fühlen, sind häufiger Menschen, die keine politische Heimat haben, also Wechselwählerinnen sind, nicht wählen gehen, etc. Gleichzeitig, und das ist jetzt hier nochmal ganz wichtig, sind es auch zwei unterschiedliche Typen, die im unsichtbaren Drittel zu verorten sind.
Beide haben quasi aber so einen Blick auf, wir schauen aus dem Privaten in gesellschaftliche Entwicklungen, ne? Also, wir verordnen uns erstmal mit einem privaten Blick in den größeren gesellschaftlichen Strukturen. Bei den Pragmatiker:innen, das ist der jüngste Typus, , bei uns, bei den sechs Typen, ist ein großer Fokus auf, , genau wie ich gesagt habe, so das private Lebensumfeld, Familie, Erfolg, Beruf, das Muster so Kontrolle vor Vertrauen. Das zeigt sich sowohl quasi im Privaten als auch mit Blick auf Gesellschaft. Also, da sind die Vertrauensbezüge gerade in größere gesellschaftliche Akteure, Politik, Medien, etc. geringer ausgeprägt.
Und wir haben die Enttäuschten, die jetzt im Vergleich zu den Pragmatiker:innen älter sind, auch zum Teil also ganz leicht mehr weibliche Menschen dort vertreten sind. Und dort ist ein ganz wichtiges Muster das der verlorenen Gemeinschaft, also dieses Gefühl, dass die Gesellschaft so, wie sie gerade ist und mit dem Versprechen, dass jeder es gut schaffen und gut leben kann, das ist für sie nicht eingelöst und erfüllt. Sie beklagen fehlende Wertschätzung, große Ungerechtigkeit und genau wünschen sich hier eigentlich mit ihrer Perspektive besser gehört zu werden.
Genau. Das als kurzer Überblick, das ist auf den ersten Blick für alle, die es zum ersten Mal hören, immer eine ganze Menge. Deswegen gerne nachschauen oder nochmal nachlesen. Wir nutzen diese Typen, ich habe es gesagt, als ein Hilfsmittel, um zu schauen, wer ist eigentlich wie gut eingebunden in die Gesellschaft, an welchen Orten findet Begegnung statt, auch von unterschiedlichen Menschen. Und das Schöne ist, das haben wir gestern auch gezeigt, dass im Engagement, auch in unserer letzten Forschung, die wir gemacht haben, sind alle Menschen aus allen Typen vertreten. Das heißt, ihr bei euch vor Ort seid in sicherlich unterschiedlichem Maße, sicherlich, diesen Menschen, überall schon mal begegnet und da liegt eben auch gesellschaftlich eine total große Chance drin.
Genau. Abschließend nenne ich noch einmal, wir sind dann nämlich auf fünf psychologische Bedürfnisse eingegangen, die Menschen, was Menschen wichtig ist und woran man im Ehrenamt bei der Mitgliederbindung total gut drauf eingehen kann. Das ist einmal das Thema Gemeinschaft. Es gibt ein großes menschliches Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit und nach Zugehörigkeit. Und das ist im Ehrenamt, das lässt sich in Vereinen, da lässt es sich wunderbar gut dran anknüpfen und mit arbeiten.
Dann das Thema Wertschätzung. Das ist, glaube ich, auch ein allgemeine menschliches Bedürfnis nach Anerkennung, nach Wertschätzung. Wir haben gestern so ein bisschen erläutert, dass insbesondere so über die letzten Jahre dieser Wunsch der Menschen in der Gesellschaft gestiegen ist, eigentlich mit dem, was sie tun, was sie leisten, auch wirklich dafür anerkannt zu werden und genau, wir haben gestern auch in der Fragerunde viel über das Thema Wertschätzung und welche Möglichkeiten es da auch gibt, das aufzugreifen, diskutiert.
Ein drittes Bedürfnis ist das Thema Vergnügen. , viele sind, glaube ich, im Ehrenamt mit großen gesellschaftlichen, mit dem Ziel, die Demokratie zu stärken. Und gleichzeitig für manche Menschen ist es auch einfach der Wunsch nach Lockerheit, nach Spaß, nach Abschalten, mit Menschen einfach eine gute Zeit haben. Da haben wir so ein bisschen gesagt, Menschen engagieren sich nicht nur, weil es gut ist oder das Richtige ist, sondern tatsächlich auch, weil es ihnen gut tut.
Genau. Und viertens das Thema Selbstwirksamkeit. Vielen von euch ist das wahrscheinlich klar, dass es einfach auch ein Bedürfnis der Menschen gibt nach Kompetenz, nach sich wirksam fühlen. Das ist in unterschiedlichen Lebensbereichen, kann das, , eine Rolle spielen, äh, von Familie, Beruf, aber eben auch im Ehrenamt. Und gerade wenn, die gesellschaftlichen Zeiten schwieriger sind und man wirklich im Kleinen das Gefühl haben kann, im Lokalen, hier kann ich einen Unterschied machen, ist das eine große Chance auch des Ehrenamts und woran man bei Menschen andocken kann.
Ganz abschließend das Thema Zuversicht, auch mit Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Stimmungslage ist es eine Chance im Ehrenamt, an den Menschen anzudenken, an diesem Bedürfnis, an eine positive Zukunft zu glauben, Sinn im eigenen Tun zu sehen und zu erleben, das Gefühl zu haben, auch kollektiv handlungsfähig zu werden, Hoffnung zu haben, Optimismus gemeinsam zu verbreiten. Auch hier eine ganz große Chance des Ehrenamts, daran anzudocken.
Das war die kleine Übersicht von gestern und jetzt gebe ich ab an Anna.
Ja, danke, liebe Inga. Wir haben im Chat schon gesehen, wie das manchmal so ist mit unterschiedlichen Perspektiven. Manche äh fanden das Review jetzt, äh, ausführlich, andere meinten, das war, äh, jetzt noch mal hilfreich, sich noch mal zu vergegenwärtigen, was wir gestern so besprochen haben. Wir starten jetzt auf jeden Fall in die Inhalte, die wir heute mitgebracht haben und fangen erstmal an mit, , etwas, was wir die sozialpsychologischen Grundlagen für Gesellschaft nennen. Also, wir wollen uns erstmal vergegenwärtigen, was passiert eigentlich auf einer psychologischen Ebene, wenn unterschiedliche Menschen aufeinander treffen. Das ist wichtig, weil das immer eine Rolle spielt. Also, bei jedem Treffen, das ihr als Verein organisiert, bei jeder Zusammenkunft, da passieren psychologische Prozesse in allen von uns, in allen von euch und diese Prozesse einmal zu verstehen und sich vor Augen zu führen, ist wichtig.
Erstmal, was immer eine Rolle spielt, wenn wir mit anderen Menschen aufeinander treffen, ist erstmal, welches Bild wir von uns selbst haben. Wir alle sind sehr darauf fokussiert, auch unseren eigenen Selbstwert zu schützen und zu stärken, denn unser Selbstwertgefühl, das ist für uns selber wahnsinnig wichtig. Das heißt, wir versuchen eigentlich auch immer, dieses Selbstbild, was wir von uns haben, ein positives Selbstbild von uns selbst aufrechtzuerhalten und zu stärken. Dazu gehört z.B. Spiel, dass wir von uns selbst denken, wir haben eigentlich schon mit vielen unserer Annahmen oder Meinungen oder Einstellungen erstmal recht, so, weil die haben wir uns ja irgendwo angeeignet, die haben wir uns vielleicht angelesen und dann ist es manchmal vielleicht aus diesem Selbstbild heraus, dass man eine Person, sein möchte, die, ich sage mal, in Anführungszeichen die richtigen Einstellungen hat, schwierig z.B. mit Menschen in Kontakt zu kommen, die vielleicht eine andere Perspektive auf dem Thema haben oder eine andere Einstellung haben, weil man dann erstmal sich denkt, Mensch, das fordert mich jetzt irgendwie hier in meinem Selbstwert heraus, das passt irgendwie gar nicht zu mir.
Also Selbstbild als Konzept sehr wichtig, sich das vor Augen zu führen und auch zu überlegen, welches Bild habe ich eigentlich von mir selber und wie gehe ich damit in Begegnungen mit neuen Menschen rein. Der zweite Aspekt, die zweite Grundlage, über die wir sprechen wollen, ist das Thema Wahrnehmung. , unsere Wahrnehmung als Menschen, die immer ein Stück weit gefiltert ist. Also, unsere Wahrnehmung, wie wir eine Situation wahrnehmen, wie wir eine Situation auch vor allem erinnern in der Rückschau, das basiert ganz viel darauf, welche Erfahrungen wir bisher in unserem Leben gemacht haben. Also, diese Annahme von einer objektiven Wahrnehmung, die man als Mensch haben kann, die ist aus psychologischer Sicht zumindest fragwürdig, denn es gibt einen Aspekt, den es gibt, sind sogenannte kognitive Verzerrungen. Das ist ein Fachbegriff aus der Psychologie. Ein umgangssprachlicherer Begriff, den ich nicht so mag, ist es ein Wahrnehmungsfehler. Ich finde, das ist ein bisschen, also ich mag diesen Fehlerbegriff nicht darin, weil es einfach so ist, dass es ja bestimmte Prozesse in unserem Kopf gibt, die dafür sorgen, dass, wir z.B. lieber Informationen aufnehmen, die unser bisheriges Weltbild bestätigen, ne? Das nennt man den sogenannten Bestätigungsfehler, also dass wir quasi selektiv nach Informationen suchen in Nachrichten, z.B. aber auch irgendwo anders, die unsere bisherigen Einstellungen bestätigen und hingegen Informationen, die eher unsere Einstellungen vielleicht herausfordern würden, die eher ein bisschen unter den Teppich fallen lassen. Der dritte Aspekt, über den ich sprechen möchte, ist das Thema Beurteilung. Also, als Menschen ist es nötig, wenn wir uns durch unseren Alltag bewegen, dass wir zu jedem Zeitpunkt sehr schnell sehr viele Urteile fällen. Also, wir entscheiden wahnsinnig schnell, ist das hier eine gefährliche Situation oder nicht? Ist das hier, was ist das hier für ein Setting, in dem ich mich bewege? Wir haben bestimmte Schemata im Kopf eingespeichert. Z.B. wir, die meisten von uns wissen, wie typischerweise ein Besuch im Restaurant abläuft. Wir wissen, dass man da reingeht, dass man wartet, bis man einen Tisch bekommt, dass dann, , ein Kellner oder eine Kellnerin kommt und eine Karte gibt und so weiter und so fort und diese eingespeicherten Schemata, die helfen uns auch quasi, neue Situationen immer wieder im Rahmen dieser Schemata zu beurteilen, sodass wir nicht jedes Mal wieder, wenn wir aufwachen, sozusagen, nochmal alle Informationen, die wir so den lieben langen Tag bekommen neu einordnen müssen.
Das heißt, , das ist einerseits ein notwendiger psychologischer Prozess, aber gleichzeitig auch ein Prozess, der natürlich, wie ihr euch vorstellen könnt, sehr fehleranfällig ist. Also, manchmal und nicht selten passiert es uns, dass wir eine Situation oder z.B. ein Verhalten von anderen Menschen beurteilen nach einer Erfahrung, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, aber dann feststellen müssen, oder habe ich mir jetzt ein vorschnelles Urteil gebildet, oder das ist gar nicht so. Ein Beispiel, was ich sehr gerne mache, auch aus dem Restaurantkontext: Ich gehe gerne essen, ich weiß nicht, wie es anderen Menschen so geht. Aber ein Beispiel, was ich gerne, äh, nenne, ist, dass man z.B., wenn man ja eine unfreundliche Person, trifft in einem Restaurant oder z.B. die Person, die einen bedient, äh, vielleicht unfreundlich zu einem ist, dann denkt man sich, hm, wahrscheinlich ist es einfach ein unhöflicher Mensch oder man fällt sofort ein Urteil über die Person und ihren Charakter als Ganzes. Was wir aber ja gar nicht wissen, ist z.B., dass diese Person gestern von ihrem Partner oder ihrer Partnerin verlassen wurde und deswegen heute einfach einen total schlechten Tag hat und deswegen heute auch nicht sehr freundlich zu uns ist. Und, , diese Informationen oder diese Möglichkeiten, die lassen wir gerne mal, nicht zu oder lassen die gerne mal am Rand liegen und, , fällen eben sehr schnell Urteile über den Charakter von Menschen, äh, ohne noch mal genau drüber nachzudenken, was da vielleicht die Hintergründe sein könnten, weil wir es eben gewohnt sind, so schnell Entscheidungen über Situationen zu treffen.
Ein anderes wichtiges Thema ist das Thema Vergleich. Vergleiche mit Menschen, das ist auch etwas, was wir immer wieder machen. Also, wir alle vergleichen uns ständig mit Menschen um uns herum. Und es ist auch ganz normal, weil es uns auch hilft, da komme ich wieder zum ersten Konzept zurück, um unser Selbstbild weiter zu definieren. Also, ein Teil unseres Selbstbildes besteht auch darin, dass wir wissen in Abgrenzung zu anderen Menschen, was teilen wir mit diesen Menschen, was ist ähnlich zu diesen Menschen, aber wie unterscheiden wir uns auch von anderen Menschen? , durch diesen Mechanismus kommen wir eben zu einem Bild über uns selbst. Und das ist einerseits ein normaler Mechanismus, aber manchmal kann es natürlich auch dazu führen, dass es gar nicht so fördernd ist, auch für unser gesellschaftliches Miteinander, z.B. oder dass es uns vor Herausforderungen stellt, denn die spannende Frage ist ja immer, mit wem vergleicht man sich eigentlich? Also viele Menschen in unserer Forschung zumindest sagen, hm, so im Persönlichen geht's mir eigentlich ganz gut, aber wenn man dann genauer nachfragt und dann eben z.B. so Vergleiche mit anderen Menschen, die eventuell wohlhabender sind oder wie auch immer anstehen, dann, ja, kommt man sich vielleicht plötzlich so vor, als wäre man gar nicht mehr in so einer guten Situation und das ist auch ein Mechanismus, den wir immer wieder kennen und der natürlich auch im gesellschaftlichen Miteinander eine große Rolle spielt.
Das fünfte Konzept, über das ich gerne sprechen würde, ist das Thema Gruppendenken. Also, auch das ist etwas, was wir alle in uns tragen, was auch relativ, was auch ein normaler psychologischer Vorgang ist, dass wir Menschen oder auch Dinge, die uns begegnen, bestimmten Gruppen zuordnen, ne? Also, bestimmte Gegenstände z.B. als Möbelstücke identifizieren oder wie auch immer. Also, wir bilden im Kopf Gruppen. Wir machen das auch mit Menschen an vielen Stellen. Und zwar definieren wir ganz automatisch manchmal, wer gehört zu meiner Eigengruppe, also wer gehört zur Gruppe, zu der ich mich zugehörig fühle, wer ist z.B. Teil meines Teams bei der Arbeit, wer ist z.B. Teil meines Vereins im Ehrenamt, äh, und wer ist die Außengruppe? Also, wer gehört nicht dazu? Wir alle fühlen uns ganz unterschiedlichen Gruppen, auch sehr vielen unterschiedlichen Gruppen zugehörig und das ist erstmal, wie gesagt, etwas, was ganz automatisch passiert, was auch hilft, unsere Umwelt zu vereinfachen, ne? Weil auch da wieder ist es ähnlich wie mit der Beurteilung. Dieses Gruppendenken, das hilft uns quasi, unsere Wahrnehmung zu strukturieren. Problematisch wird es dann aber, und da komme ich an auf den letzten Punkt, Vorurteile und Stereotype, wenn daraus eben genau das entsteht, also wenn aus diesem Gruppendenken, diese eine Gruppe, da sind alle, die dazu gehören, die sind so, die sehen auf eine bestimmte Art und Weise aus, die haben bestimmte Eigenschaften und jedes Mal, wenn ich eine Person treffe, die ich in meinem Kopf zu dieser Gruppe zuordne, dann urteile ich automatisch über diese Person, dann habe ich ein Vorurteil.
Und das Problem an Stereotypen und Vorurteilen ist, dass sie eben im extremsten und schlimmsten Fall zu diskriminierendem Verhalten führen können und dazu führen können, dass wir diese anderen Gruppen abwerten, dass wir uns diskriminierend verhalten und dass wir sie ausgrenzen. Das sind Prozesse, die in Gruppen, in Gemeinschaften stattfinden, psychologische Prozesse, um sich dieser bewusst zu werden, zu wissen, wie die eigene Wahrnehmung funktioniert, wie das eigene Denken funktioniert, das kann eben sehr hilfreich sein, wenn wir, , auf unser gesellschaftliches Miteinander und auch unser Miteinander im Verein blicken.
Wir haben durch die Förderung der DSE diese sechs gesellschaftlichen Konzepte der Sozialpsychologie auch als Toolkit aufbereitet. Und dieses Toolkit, das könnt ihr auch kostenfrei auf unserer Website bestellen, eben dank der Förderung der DCE, um euch diese Inhalte auch nochmal in Ruhe anzugucken. Und ihr könnt das auch auf der Website alles durchklicken und ein bisschen euch damit befassen. Das erstmal so als kleine Einführung. Ich würde jetzt an Inga übergeben, die darauf aufbauend einen Einblick in unsere Forschung zum Thema gesellschaftliche Begegnung gibt.
Wir haben uns beim Thema Begegnung angeschaut, wer und wie und wo begegnet man sich eigentlich in unserer Gesellschaft? Und ganz spannend für euch auch: Was heißt das denn tatsächlich dann für die Ansprache von unterschiedlichen Menschen, , für die Arbeit, für Angebote, , mit unterschiedlichen Menschen? Die, die gestern da waren, kennen das jetzt schon. Wir machen wieder eine kleine interaktive Übung und zwar dürft ihr raten,
Was die Menschen in Deutschland auf eine bestimmte Forschungsfrage von uns geantwortet haben. Genau. Und die Frage ist: Wie viel Prozent der Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die anders sind als sie? Dürft einfach mal drauf loslegen.
Ah ja, da sind viele über 50. Da haben wir doch noch auch mal eine 25, 40. Also die Bandbreite ist wieder groß.
Gut. , vielen, vielen Dank fürs Mitdenken. Ich löse hier schon mal auf. Es sind 58 % der Menschen, die sagen, sie haben Schwierigkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die anders sind als sie. Und ich habe vorhin ein bisschen vom unsichtbaren Drittel erzählt. , das sind insbesondere eher Menschen aus dem unsichtbaren Drittel, die auch sagen, jetzt in so neuen Situationen mit Menschen, die anders sind, da bin ich nicht als Erster dabei und fühle mich ganz sicher, ein neues Gespräch anzufangen. Eine Sache, die man einfach im Hinterkopf beachten sollte, gerade wenn man vielleicht jemand ist, dem das grundsätzlich sehr einfach und sehr leicht fällt.
Perfekt 58 hier ganz am Ende. Wir haben noch eine Frage. Wie viel Prozent der Menschen in Deutschland sagen, sie sprechen in der Regel nur mit wenigen bzw. immer denselben Menschen?
Würde mich interessieren, was ihr denkt. Fangen wir gleich hoch an mit 80, 70.
Die Zahlen sind eher hoch.
Interessant.
Vielen Dank. Wir haben 1, 2, 3 mal 30 % dabei. Also auch hier ist die Bandbreite groß.
Ich löse auf.
Es sind 60. Andrea, direkt hier am Ende noch auf den Punkt getroffen. Perfekt.
60 % der Menschen in Deutschland sagen, sie sprechen in der Regel nur mit wenigen bzw. immer denselben Menschen. Was man natürlich beachten sollte in der Arbeit mit Menschen, dass das tatsächlich, äh auf jeden Fall, ein Thema ist, in unserer Gesellschaft.
So, letzte Frage.
Es geht jetzt ein bisschen mehr um die Diskussionsfreude. Wie viel Prozent der Menschen in Deutschland sagen, sie versuchen so gut wie möglich, Diskussionen mit anderen Menschen aus dem Weg zu gehen?
Ja, sind wir ein bisschen niedriger.
Ja, auch wieder viel dabei. Ich löse auf. Es sind 46 %.
Das heißt, , auf jeden Fall unter, , genau unter 50 %, die das sagen. Gleichzeitig, das hatte ich gerade zu Anfang auch schon kurz gesagt, es sind mehr Menschen aus dem unsichtbaren Drittel, die sagen Diskussionen gehe ich eher aus dem Weg. Und es ist so eine der Empfehlungen, die wir daraus immer geben, sich wirklich einfach bewusst zu machen, was für Möglichkeiten, gerade auch, wenn ich irgendwie über wie mich jetzt an euren Kontext denke, irgendwie Vereinsitzungen etc. habe ich eigentlich und mit diesen unterschiedlichen Voraussetzungen der Menschen oder mit den unterschiedlichen Sicherheitsbedürfnissen, dem unterschiedlichen Wunsch, sich einzubringen oder Sorgen, sich einzubringen, umzugehen und das einfach im Blick zu behalten, ist tatsächlich total wichtig.
So wir haben, und das ist jetzt aus unserer Forschung zur Begegnung und Zusammenhalt, können wir gleich auch gerne noch mal einen Link reinschicken. , dann auch mal Kriterien abgefragt, wann gehen Sie denn gerne zu Veranstaltungen im weitesten Sinne? Und das zieht sich jetzt durch, dass die Menschen sowohl jetzt in den Befragungen, aber auch wenn wir den Zuhörern in unseren moderierten Gesprächen sagen, so locker wie möglich, kostenfrei, lebensweltnah und hier an vierter Stelle: Es sollte auch Spaß machen. Also, da merkt man dann immer so die ganz durchgetakteten und workshoplastigen Formate, da sind die Leute dann ein bisschen vorsichtiger.
Kommt natürlich immer auf den Kontext an, aber das einfach auch nur im Kopf zu behalten, dass für viele die Lockerheit enorm wichtig ist. Ich habe jetzt nochmal drei Zitate mitgebracht aus den Gruppendiskussionen von denen ich gerade erzählt habe, die auch ganz schön so den unterschiedlichen Blick der Menschen eigentlich auf so Angebote und Formate darstellen.
Hier ist erstmal das Thema, , dass viele Menschen uns sagen, es ist total wichtig, dass ich erstmal einen Andockpunkt habe. Also erstmal weiß, gibt es da irgendeine Gemeinsamkeit? Kenne ich da jemanden? Bevor wir vielleicht an die größeren Themen drankommen, seien jetzt z.B. politische Diskussionen. Also so dieses Thema, über Gemeinsamkeiten gehen, über Andockpunkte, über Vertrauenspersonen, Vertrauensanker oder Vertrauensorte ist einer der wichtigsten Erkenntnisse aus unserer Forschung.
Dann, was wir auch immer sehen, ich habe es gerade ein bisschen, , schon angedeutet, es gibt so einen Wunsch, dass es nicht zu kompliziert ist, nicht zu durchgetaktet, nicht zu pädagogisch. Grundsätzlich in der Breite der Gesellschaft, da gibt's natürlich Unterschiede, aber wenn wir darüber sprechen, wirklich eine breite Masse und auch mal andere Menschen anzusprechen, dann lohnt es sich, darüber nachzudenken, , wie kann ich denn ein Format machen? Natürlich möchte ich vielleicht meine Ziele verfolgen, aber wie kann das in einer Atmosphäre geschehen, dass die Leute erstmal ein Gefühl von "hier fühle ich mich wohl und hier fühle ich mich sicher" haben?
Aus dem Zitat erreicht werden kann, um dann darauf basierend aufzubauen.
Und abschließend, , das habe ich gerade auch ein bisschen mit der Forschungsfrage angedeutet, es gibt auch Leute, die sagen so etwas Wunderschönes wie hier, , in dem Zitat: "Nicht die ganze Zeit reden, ich bin eher der Typ, anpacken, einfach machen." Also auch zu überlegen, ne? Da gibt's Unterschiede darin, einige haben große Lust zu sprechen. , andere sagen, ich bin vielleicht echt jemand, der ist da, um irgendwas zu machen. Bei den großen Diskussionen bin ich raus, da einfach auch nicht immer nur von sich auf andere schließen, sondern vielleicht ins Gespräch gehen, mal, wer wem ist eigentlich was wichtig? wie können wir hier auch Meinungen vielleicht mal auf unterschiedliche Weise einholen? Das muss ja auch nicht immer nur im Gespräch passieren.
Genau. Das war ein kleiner Einblick in unsere Begegnungsforschung. Anna hat den Link auch geteilt.
Das heißt, an dieser Stelle ist eigentlich ein wunderschöner Übergang, um in Richtung, was heißt denn das jetzt ganz konkret für Formate und Ansprache im Ehrenamt.
Ja, vielen Dank, Inga, für diese Einführung in unsere Forschung. Wir haben euch, ähnlich wie gestern mit den Bedürfnissen, wieder verschiedene Aspekte mitgebracht, die wir ganz wichtig finden, wenn es darum geht, Ansprache und Formate im Ehrenamt zu gestalten. Und auf diese unterschiedlichen Aspekte würde ich jetzt gerne eingehen. Die haben wir, wie auch gestern, aus unserer Forschung abgeleitet und freuen uns darüber, mit euch ins Gespräch zu kommen. Und vielleicht dockt ja das ein oder andere bei euch an oder ihr habt mit dem einen oder anderen auch schon selbst Erfahrungen gemacht. Dann teilt die, wie gesagt, sehr, sehr gerne auch im Chat.
Das erste, worüber wir gerne sprechen wollen, ist das Thema übergeordnete Ziele in den Fokus stellen. Also, wir, , sehen in unserer Forschung, das hat Inga ja auch gerade gezeigt, dass es den Menschen eben wichtig ist, gemeinsam zu schauen, was wollen wir hier eigentlich mit, , mit dem, was wir hier im Verein machen, wo, was ist vielleicht irgendwie auch ein Ziel in Richtung Zukunft, irgendwas, was uns Zuversicht spendet, wenn wir noch mal an die, äh, Bedürfnisse denken? etwas, wo ich mich auch identifizieren kann. Also, was ist uns als Verein eigentlich wichtig und das vor allem auch immer wieder mit den Mitgliedern auch abzugleichen, ne? Weil ich weiß nicht, in wie groß die Vereine sind, aus denen ihr jetzt alle kommt, aber gerade bei Vereinen, die z.B. stark wachsen oder schnell wachsen, ne? Da ist es dann oft so, dass Menschen vielleicht ein ganz unterschiedliches Verständnis auch von dem Verein oder von der Organisation und von den Zielen entwickeln, , und alle so ein bisschen eine unterschiedliche Vorstellung haben und deswegen vielleicht gar nicht verstehen, warum manche Veranstaltungen durchgeführt werden oder warum manche Themen bearbeitet werden, weil sie das gar nicht in den Zielen wiederfinden.
Das heißt, so einen kontinuierlichen Austausch, eine kontinuierliche Rückkopplung darüber schaffen, dafür Formate entwickeln, lockere Gesprächsformate, Stammtische, in denen man das eben auch austauschen kann und auch sich auch als vielleicht Führungsgremium in dem Verein immer wieder auch kritisch zu fragen, was ist eigentlich das Ziel, auf das wir hinarbeiten und wie gut machen wir das auch sichtbar auf unserer Webseite z.B.? Wie gut machen wir das in der internen Kommunikation sichtbar und wie können wir diese gemeinsame Vision auch immer wieder an die, auch immer wieder erinnern? Das ist das erste, was aus unserer Sicht wichtig ist.
Das zweite ist, und das ist gestern auch schon angeklungen, es gibt eine wahnsinnige Vielfalt in dem, wie sich Menschen engagieren wollen. Also, manche haben total Lust auf Gremienarbeit und haben total Lust, längerfristig Verantwortung zu übernehmen. Andere sagen, ich möchte eigentlich eher so jetzt, ich habe gerade vielleicht drei Monate Zeit, weil ich gerade zwischen zwei Jobs bin oder wie auch immer und ich möchte jetzt eigentlich in diesen drei Monaten einmal eine Veranstaltung organisieren oder einmal einen Text formulieren oder eine Aktion auf die Beine stellen, aber danach habe ich nicht mehr so viel Kapazitäten.
Und dann ist es natürlich auch so, auch das hat Inga gerade gesprochen, für manche ist es total super, wenn es z.B. regelmäßige Gesprächsangebote im Verein gibt oder irgendwie Angebote, wo aktuelle politische Entwicklungen diskutiert werden oder wo die Vereinsstrategie bis ins Detail ausgearbeitet wird. Da haben manche total viel Freude dran. Andere sagen: "Puh, lass mich damit bloß in Ruhe. Ich will eigentlich vor allem umsetzen. Ich bin hier, weil ich irgendwie Spaß haben will mit ein paar Menschen und irgendwie ein lockeres Fest feiern möchte oder so." , das ist auch, , das ist auch ein Bedürfnis, mit dem Menschen in Ehrenamt kommen. Darüber haben wir gesprochen.
Und die Frage ist jetzt, wie man für diese verschiedenen Engagementtypen auch ein Angebot entwickelt, bzw. Also, ist man sich dessen überhaupt bewusst, dass es die gibt im Verein? Also, wisst ihr, welche unterschiedlichen Bedarfe gibt und welche unterschiedlichen Formen des Engagements ihr vielleicht anbieten könnt? Ich glaube, gerade eben kam ja auch schon im Chat die Frage, dass z.B. viele Jüngere sich schwer tun mit so langfristiger Einbindung.
Die Frage ist vielleicht so ein bisschen, gibt es denn in eurem Verein irgendwie eine Möglichkeit auch für ein kurzfristiges Engagement? Könnt ihr da ein Angebot schaffen, was trotzdem auch einen Mehrwert für euch als Verein hat? z.B. arbeiten in Taskforces oder wie auch immer.
Das nächste, über das ich gerne sprechen möchte, ist das Thema Sprache, denn Sprache ist total wichtig. Sprache kann einschließen, aber sie kann auch ausschließen. Und die Frage, die man, die, die Sprache, die man wählt, dockt auch ganz unterschiedlich bei verschiedenen Menschen an. Also, wenn ich jetzt Menschen sage, hier bei uns im Verein, da machen wir einen Workshop zu XY, dann werden ganz viele Menschen sagen: “Cool, ein Workshop, ich habe total Lust, irgendwie in meiner Freizeit, ja, mich auch intellektuell vielleicht mit Sachen auseinanderzusetzen.”
Andere werden sagen: "Workshop, das ist für mich Arbeit. Warum sollte ich zu einem Workshop gehen?" , während man z.B., wenn man sagt, man lädt einfach zu einem Stammtisch ein oder zu einem lockeren Zusammenkommen, dann kann das natürlich wieder ganz andere Menschen ansprechen. Also so die Sprache, die man wählt, um auch die eigenen Formate zu beschreiben, die eigenen Angebote zu beschreiben, die eigenen Kommunikationswege zu beschreiben, sage ich, wir haben eine WhatsApp-Gruppe oder sage ich, wir haben ein Mitgliederforum, in dem man sich exponieren muss oder so. Das ist ganz wichtig, wenn man darüber nachdenkt, wen man eigentlich erreichen will. Also gerade, wenn wir darüber sprechen, dass man vielleicht auch Menschen aus dem unsichtbaren Drittel im eigenen Verein hat, dann kann diese Sprache eben einen wahnsinnigen Unterschied machen und ganz viel auch öffnen oder eben auslösen bei Menschen.
Der nächste Aspekt ist, das hatte ich gerade schon ein bisschen angesprochen, das Thema unterschiedliche Strukturen ausprobieren. So, genau. Viele sind es sicherlich aus ihrer Vereinsarbeit gewohnt, in Gremien zu arbeiten. Das ist ja so ein bisschen die klassische Struktur, in der man sich bewegt. Aber es gibt ja inzwischen auch gerade im Bereich Arbeitswege. Also, die man ausprobieren kann. Ich habe gerade schon über Task Forces gesprochen. Wir bei D64, wo ich ja ehrenamtlich engagiert bin, arbeiten z.B. mit vielen Arbeitsgruppen, die sich monatlich treffen, in kleiner Runde und gezielt zu bestimmten Themen arbeiten. Dadurch hast du trotzdem irgendwie eine Regelmäßigkeit.
Aber hast eben auch die Möglichkeit, dich wirklich so konzentriert mit einem Subthema zu beschäftigen, was ja vielleicht auch, relevant ist, denn oft ist es ja so, dass gerade wenn man sich mit sehr großen Themen befasst, sich in Diskussion vielleicht manchmal ein bisschen im Kreis dreht oder immer wieder an dieselben Punkte kommt und da eben zu überlegen, wie könnte denn eine effektivere Struktur auch für uns als Verein aussehen, die eben auch diese unterschiedlichen Engagementtypen anspricht. Das ist eben aus unserer Sicht, was sehr zielbringend sein kann.
Und noch ein Aspekt, über den wir sprechen wollen, ist die Verbindung zur Lebensrealität herzustellen. Also die Frage auch, mit welchen Themen befasse ich mich eigentlich als Verein, mit welchen Aspekten von meinem Thema ist es immer was, wo Menschen auch persönlich andocken können, wo Menschen sagen können, da habe ich irgendwie selber, da finde ich mich irgendwie wieder in diesem Thema? Da habe ich das Gefühl, dass es eben diese Bedürfnisse, die mir vielleicht im Alltag fehlen, sei es jetzt das Thema Zugehörigkeit oder auch eben Vergnügen, dass da wiederkommt.
Gerade für jüngere Zielgruppen ist natürlich essentiell, darüber nachzudenken, welche auch digitalen Angebote kann ich dann machen, wie kann ich auch meine Kommunikation als Verein vielleicht in digitale Kanäle heben, so, dass es nicht unbedingt direkt ein Problem ist, wenn ich meine Sitzung verpasst habe oder nicht bei einem Treffen war, weil ich das irgendwo nachlesen kann. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt hat da ja auch schon ganz viele Angebote. Da geht es viel darum, wie auch gerade im Ehrenamt digitale Strukturen aufgebaut und genutzt werden können.
Auch gerade Open Source, Strukturen sind dann natürlich sehr wichtig und da eben zu überlegen, erstens, welche Themen wähle ich für meine Veranstaltungen, für meine Angebote an die Mitglieder und zweitens, wie, , transportiere ich das und passt es eigentlich zu der Lebensrealität dazu, dass Menschen vielleicht unterschiedlich viel Zeit haben? Das ist, glaube ich, eine wichtige Reflexion.
Und ein weiterer Aspekt, über den wir sprechen wollen, sind die Vertrauenspersonen. Also, ihr alle habt im Verein sicherlich Menschen, die Vertrauenspersonen sind, die für Menschen, die vielleicht außerhalb des Vereins stehen. , also wir alle haben Menschen, zu denen wir uns gut verbunden fühlen, zu denen wir vielleicht auch ein Stück weit aufschauen, die Vorbilder sind. Und die Frage ist, wie kann man diese Vertrauenspersonen gezielt auch einbinden, um Menschen, die schon vielleicht Mitglied sind im Verein, um sie auch in die Aktivität zu bringen?
Also, wir haben hier z.B. mal Mitgliederpartnerschaften oder Mentorings oder gezielte Neumitgliedertreffen aufgefüllt. Also gibt es bei euch im Verein denn ein Format, was sich gezielt an Menschen richtet, die vielleicht noch nicht lange im Verein sind oder bisher noch nicht aktiv waren und das daran erklärt, wie man eigentlich aktiv werden kann, was man eigentlich machen kann, an wen man sich wenden kann, wenn man Lust hat, was zu organisieren zu einem bestimmten Thema?
Wie ist es, wenn man darüber nachdenkt, dass man am Anfang sagt: "Hey, jede Person, die zu uns in den Verein kommt oder auch generell Mitglieder, die da sind, die bekommen einen Partner an die Seite gestellt. Jemand, der vielleicht schon im Vorstand aktiv ist oder in anderen Bereichen und der die Person einfach gezielt und persönlich, z.B. zu Sitzungen einlädt oder der Person immer mal wieder schreibt und fragt, wie es geht und schaut, ob es irgendwie eine Möglichkeit gibt, sich einzubringen oder vielleicht sogar so einen Mentoring Aspekt. Für eine sind ja auch Orte, wo Menschen ganz viel lernen können, auch voneinander, wo irgendwie Menschen sind, die ganz viel Erfahrungen haben und die Frage ist also, wie kann man das auch innerhalb der Mitgliedschaft sichtbar machen und einander da auch unterstützen und Formate gestalten, die genau auf diese Aspekte eben abzielen?
Das waren die Aspekte, die wir für wichtig halten, wenn wir über das Thema Mitgliederbindung sprechen. Und Inga wird euch jetzt aus unserer Arbeit mit Partnerorganisationen ein bisschen erzählen, wie das z.B. in der Praxis aussehen kann.
Genau, das ist jetzt unser letzter Abschnitt. Ich habe drei Beispiele mitgebracht. , und das sind Organisationen, mit denen wir in unserer Werkstatt, die wir bei More and Common haben, zusammengearbeitet haben. Und genau an diesen Fragen, ne, was heißt die Forschung für die Praxis? Welche Erfahrungen machen Initiativen und Vereine, in der Praxis und, genau, welche Menschen sprechen Sie an, wen erreichen Sie, wen erreichen Sie noch nicht? Ich habe die Frage hier auch gerade schon gesehen. Können wir gleich gerne noch mal in der Fragerunde drauf eingehen.
Zuallererst hatten wir das Thema Lebensrealitäten und Mehrwert für die Menschen im Fokus. Ich glaube, mit einer der zentralen Erkenntnisse auch viele Organisationen, mit denen wir gearbeitet haben, war der Switch von meiner eigenen Perspektive und dem, was mir wichtig ist und meinen eigenen Zielen, hin zu: Ich mache den Perspektivwechsel. Wir hatten die Methode gestern und ich überlege, was ist denn der Mehrwert? Was ist das Wichtige auch für die unterschiedlichen Menschen, mit denen ich im Verein arbeite, die ich erreichen möchte?
Und hier wirklich, sich Zeit zu nehmen und zu überlegen, ins Gespräch zu gehen, ist ganz, ganz wichtig, um dann eben auch in der passenden Art und Weise zusammenzuarbeiten, passende Angebote zu schaffen, die auch passende Sprache zu wählen, etc. Wir haben hier mit einem ganz tollen Verein aus Gartz an der Oder in Brandenburg zusammengearbeitet. Das ist die Kulturallianz. Die haben eine kleine Kulturorganisation gegründet und Kultur hier wirklich im weitesten Sinne. Und die haben das geschafft, über mehrere Jahre und mit sehr, sehr viel Vertrauens- und Beziehungsarbeit in die unterschiedlichsten Bereiche im Dorf, dass das ganze Dorf, in so eine Aktivität, in so ein Gefühl von "wir packen hier gemeinsam an" gekommen ist.
Und ich habe die Frage auch schon im Chat gesehen. Ich glaube, da ist immer eine gute Mischung notwendig aus Zeit nehmen für Vertrauen und Beziehungsaufbau, aber auch wirklich ins Machen kommen. Also, ich glaube, das haben die hier ganz wunderbar gemacht und sie haben es geschafft, indem sie überlegt haben, was die Menschen im Dorf brauchen, indem sie die Menschen gefragt haben und indem sie die sie dann auch selbst umsetzen haben lassen.
Also über das Jahr gibt es vom Bikertreffen über die Oper in der Kirche, über den Kinoabend, über das Sommerferiencamp für Kinder, so ziemlich alles. Das ist ein total schönes Beispiel.
Dann hatten wir auch schon das Thema Menschen mit ihren Fähigkeiten sehen und einbinden. Also wirklich überlegen, was können denn Menschen, äh, was möchten sie einbringen, was können sie einbringen und wo können sie dann auch in dieses Gefühl und nach Kompetenz und Wirksamkeit kommen. Wir haben mit einem Verein aus Heidelberg zusammengearbeitet, die haben einen ganz schönen Namen. Das ist der Verein gegen Müdigkeit, die haben im öffentlichen Raum einen Park, einen Parkstreifen eigentlich, belebt und haben das geschafft, auch ihren eigenen Verein, ja quasi zu erweitern, indem sie Menschen, die diesen Park viel genutzt haben, das waren auch Menschen ohne Wohnung, Menschen mit Fluchtgeschichte,
Auch Menschen mit Suchterkrankungen, indem sie es aber geschafft haben zu sagen, wir binden euch hier ein in unsere Tätigkeiten. Wir binden auch die Nachbarschaft ein und alle konnten quasi an den Angeboten selbst mitwirken und dadurch das Gefühl haben, sie sind in dem gesehen, wer sie sind und was sie mitbringen und worauf sie Lust haben. Und das ist, äh, auf jeden Fall auch zu einem sehr, sehr schönen Angebot hier geworden und trägt gleichzeitig dazu bei, dass, ja, öffentlicher Raum irgendwie viel belebter ist, vertrauensbildender gestaltet ist und die Menschen in Begegnung kommen.
Genau. Und abschließend ist auch eine Partnerorganisation aus unserer Werkstatt zu überlegen, welche unterschiedlichen Bedürfnisse ich eigentlich in meinem Verein zusammenbringen kann. Und hier haben wir mit dem Dorfbuchladen aus Kaufungen zusammengearbeitet. Da haben sich Menschen zusammengefunden, die gesagt haben, der Buchladen in unserem Dorf hat geschlossen. Uns ist das Thema Buch wichtig, Bücher wichtig. Wir möchten, dass dieses Angebot besteht. Es gab andere, die gesagt haben, uns ist das Thema Begegnung wichtig. Wir möchten, dass sich die Menschen hier mehr begegnen. Es gab andere, die gesagt haben, wir möchten politische Bildung machen, die haben sich alle zusammengefunden und waren quasi schon in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, erstmal sind sie zusammengekommen und haben darüber gesprochen, wo wollen sie hin, was sind Visionen, was sind Ziele und haben das quasi unter ein Dach gebracht und ich glaube, da brauchte es auch immer wieder, gemeinsame Aushandlung und Ideen, aber haben dadurch ein sehr umfassendes Angebot auch für das Dorf geschaffen.
Genau. Das sind jetzt einfach mal drei Beispiele aus unserer Zusammenarbeit. Ich weiß, dass es da eine un, also eine große Unterschiedlichkeit gibt an Ehrenämtlern, an Vereinen, an Initiativen und wir schauen jetzt mal zum Abschluss auf ein, zwei Methoden, die wir mitgebracht haben, die ihr quasi für euch nutzen könnt und wie ihr mit den Erkenntnissen auch weitermachen könnt.
Genau, das machen wir jetzt. Das haben wir gestern auch schon so gemacht. Es kam auch gerade die Frage im Chat zur, ja, Bestandsaufnahme beim Thema Zielgruppen. Da haben wir gestern schon ein Arbeitsblatt gezeigt. Das ist auch auf dem Miroboard, was ich euch gleich zeigen werde und, , die könnt ihr auch im Nachgang, äh, zugeschickt bekommen. , das sind, äh, Arbeitsblätter, die man nutzen kann im eigenen Verein und einfach mal gemeinsam als Mitgliedschaft bearbeiten kann.
Genau. Auf diesem Miroboard haben wir dann auch noch mal eine Übersicht über die sechs gesellschaftlichen Typen und noch mal eine Linksammlung, vielleicht mit hilfreichen Links, , die ihr, äh gerne, äh nutzen könnt. Hier ist einmal der QR-Code. Ihr bekommt ja auch die Präsentation im Nachgang zugeschickt, äh, und auch den Link, äh, zum Miroboard, wo ihr euch das dann nochmal in Ruhe anschauen könnt und wo auch das erste Arbeitsblatt von gestern zum Thema Zielgruppenreflexion
noch mal drin ist. Das Arbeitsblatt, was wir euch heute ans Herz legen wollen, da geht's um das Thema Formate und Ansprache. , da haben wir verschiedene Reflexionsfragen gesammelt, die euch eben helfen können, zu überlegen, erstmal auch da eine Bestandsaufnahme zu machen. Welche Formate gibt es bei uns im Verein überhaupt? , wie kommen die bisher an? Wer nimmt da teil? Welche Perspektiven haben wir darin schon berücksichtigt? Welches Engagement ist bei uns, äh, möglich, um dann darauf aufzubauen, sich mit der Frage zu beschäftigen, was sind denn vielleicht Angebote, Dinge, die wir noch nicht ausprobiert haben, die wir mal ausprobieren können, die für uns gut umsetzbar sind, was passt zu uns?
Wir glauben, es hat einen totalen Mehrwert, das auch wirklich gemeinsam in der Mitgliedschaft, zu besprechen oder im Vorstand oder wie auch immer in euren Gremien, denn, auch da ist natürlich die Perspektivenvielfalt super wertvoll. Unterschiedliche Mitglieder, unterschiedliche Gremienmitglieder machen unterschiedliche Beobachtungen im Verein, führen unterschiedliche Gespräche und das mal zusammenzuführen, in der gemeinsamen, ja, vielleicht Arbeitsgruppe oder wie auch immer, das ist sicherlich ein erster Schritt, der euch helfen kann.
Dann, auch es ging ja auch viel gerade darum, gibt es diese quasi eine Lösung für alle, Variante, die gibt es sicherlich nicht, denn wie ihr auch gerade im Chat schon festgestellt habt, Vereine sind sehr unterschiedlich. Also, jeder Verein funktioniert auf eine andere Art und Weise. Vereine haben unterschiedliche Strukturen. Ihr Ehrenamt hat ganz unterschiedliche Strukturen und Ausprägungen und deswegen haben wir eben Reflexionsfragen entwickelt, die euch dabei helfen können, die Lösungen zu finden, die für euren Verein und für euer Engagement passend sind.