Ja, liebe Teilnehmende, ich würde mich freuen, wenn wir doch die ein oder andere Frage machen, noch im Chat haben. Ich habe so ein paar Inhalte vorbereitet, das sind auch ein paar Sachen, die vielleicht dann in anderen Seminaren später auch noch mal intensiver besprochen werden, zum Beispiel die Sanierung oder auch die EDV, wo noch dann mit Energie gespart werden kann. Aber heute sozusagen der Tag des Einstieges, dann mit vielen kleinen Tipps, wo man denn auch einiges an Wirkung erzielen kann, um die Energiekosten besser in den Griff zu bekommen.
Ja, wir haben jetzt hier so ein Stündchen Zeit, wo ich Ihnen die, wo ich euch die Tipps so ein bisschen erläutern kann, und am Ende haben wir dann auch noch Zeit für die Fragen, die ihr so habt, dass wir da dann auch noch mal vielleicht finden, einen oder anderen oder auch alle noch mal ein paar Informationen spezifizieren können.
Ich bin heute hier auch als Honorarberater der Verbraucherzentrale. Dass ich das tue, hatte Rebecca ja vorhin schon gesagt, und das ist auch im Wesentlichen ein Standardvortrag der Verbraucherzentrale, den ich aber noch mit ein paar spezifischen Inhalten für euch noch mal aktualisiert habe, aufgepeppt habe. Aber wenn jetzt hier zum Beispiel „Beispiel Haushalt“ steht, dann kann man das natürlich auch auf andere Liegenschaften oder so, die von euch betreut werden, größer ziehen, nur dass man so ein bisschen meinen Eindruck hat. Und ihr dürft ja auch gerne dann für euren privaten Verbrauch zu Hause die ein oder andere Idee mitnehmen und auch umsetzen.
Wenn man sich dann mal zum Beispiel Haushalt anschaut, hier: drei Personen, 80 Quadratmeter Wohnung, dann haben wir zum einen den Heizenergieverbrauch hier als Gasverbrauch, 10.000 Kilowattstunden, und zum anderen den Stromverbrauch mit 3.000 Kilowattstunden. Und dann haben wir noch hier so dieses Appendix hier mit dem warmen Wasser, 1.500 Kilowattstunden. Das sieht dann bei den Kosten halt auch dann schon so aus, dass wir dann dort unterscheiden müssen: Wie wird denn das Warmwasser bereitet? Wenn man sich bei den Kosten das anschaut, dann habe ich jetzt hier 95 Euro für den Haushaltsstrom und 50 € für das Warmwasser. Das Gas dann für die Beheizung ist zwar der höhere Energieanteil, aber bei den Kosten geringer als das, was man an Strom verbraucht. Wenn allerdings dann das Warmwasser über die Heizungsanlage gemacht hat, dann verschiebt sich das wieder bei den Kosten mehr Richtung des Gasverbrauches, wo dann hier so 140 € zusammenkommen, und beim Strom sind es dann etwas unter 100 €. Also Gas ist der preiswertere Energieträger. Das heißt, da, wo man mit Gas was machen kann gegenüber Strom, ist das günstiger, aber am besten wäre natürlich, alles mit regenerativen Energien zu machen.
Wichtig ist natürlich, dass ihr, wenn ihr euch, wenn ihr verantwortlich aus seid oder verantwortlich fühlt für das, was an Energie in eure Einrichtung verbraucht wird, dass man immer mal wieder auch auf die Zähler schaut, damit man auch, wenn da mal etwas schief läuft, schneller bemerkt, dass etwas schief gegangen ist. Wir haben jetzt hier einmal zwei unterschiedliche Stromzähler: Auf der linken Seite, das ist der sogenannte Ferraris-Zähler mit so einem Rädchen, der sich dreht, und dann in der Mitte so ein digitaler Zähler. Für solche digitalen Zähler gibt es auch Auslesegeräte, die man daran anbringen kann und die dann über eine App ausgelesen werden können, sodass man da auch noch intensiver und schneller einen Blick auf den Verbrauch haben kann und vielleicht auch ein paar Informationen über den monatlichen oder Jahreswert hinaus bekommt, wo denn der Strom zu welchen Zeiten was benutzt wird, und vielleicht kommt man so dem einen oder anderen Stromfresser auf die Schliche und den dann abzustellen. Gasverbrauch: Hier so Gaszähler sollte man natürlich auch mal gucken. Natürlich ist gerade im Winter der Gasverbrauch höher. Das heißt, da muss man auch mal schauen, wie sind denn so die Außentemperaturen, um das ins Verhältnis zu setzen.
Wenn wir dann schon bei der Beheizung sind, und dafür wird ja meistens dann viel Energie verbraucht, kommt, ist auch darauf an, welche Temperaturen denn wo genutzt werden. Wenn man das auf einen Haushalt bezieht, da haben wir natürlich im Badezimmer die höchsten Temperaturen, weil man da ja dann auch duschen geht und auch leichter bekleidet auch mal ist. Da sollten es 21–22 Grad sein, allerdings auch nur während der Nutzung. Wenn das Bad nicht genutzt wird, kann natürlich auch dort die Temperatur runter. Im Wohnzimmer gemütliche 20 bis 21 Grad. Wenn wir auch jetzt hören, dass in den öffentlichen Einrichtungen nur noch 19 Grad dann gefahren werden sollen, der ein oder andere von euch hat da sicherlich auch schon so seine Erfahrung mitgemacht, wie sich dann ein Grad weniger auch schon mal oder zwei anfühlt. In der Küche sind wir ja meistens tätig, das heißt, da kann die Temperatur dann noch mal etwas niedriger sein, weil man ja da in Bewegung ist meistens, und wir haben auch in der Küche noch zusätzliche Wärmequellen. Vom Kochen, vom Kühlschrank kommt immer noch mal Wärme auch dazu, aber da sind so etwa 18 Grad ausreichend. Im Schlafzimmer wird in Deutschland ja sowieso meistens die Temperatur niedriger gehalten, 16 bis 18 Grad wären da so eine angemessene Temperatur.
Wir haben ja in den allermeisten Fällen, wenn nicht gerade eine Fußbodenheizung, Wandheizung oder Ähnliches verbaut ist, ein Heizkörperthermostaten, der an dem Heizkörper angebracht ist und über den die Temperatur geregelt werden kann. Üblicherweise, wenn das Heizkörperthermostat auf der 3 steht, dann hat man eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad, und jeder Strich — und das sind ja dann immer drei zwischen zwei Zahlen — geht die Temperatur um 1° höher. Das heißt, bei der Einstellung 4 wären wir dann schon bei 24 Grad, runter auf die zwei, da kommen dann etwa 16 Grad heraus. Und, wenn hier auch noch mal der Hinweis: Aber nicht unter 16 Grad, weil unter 16 Grad kann es auch physikalisch kritisch werden. Wenn nämlich dann feuchtwarme Luft in den Räumen ist und die Temperatur im Raum sehr gering ist, dann kann es zur Kondensation von Wasser an Wärmebrücken — meistens in irgendwelchen Raumecken oder in der Fensterlaibung — kommen, und wenn da ständig Wasser dasteht, dann kann sich dort ein Schimmel bilden. Deshalb halt der Hinweis, dass man nicht unter 16 Grad gehen sollte, auch bei der Nachtabsenkung oder auch dann in Vereinsheimen oder wo auch immer dann da geheizt wird, sollte eine Grundtemperierung bleiben.
Pro Grad, das wir weniger in der Raumtemperatur haben, werden sechs Prozent Energie gespart. Das heißt, wenn wir jetzt von 20 auf 19 Grad immer runterdrehen, dann würden wir 6% Energie einsparen; wenn es zwei Grad weniger wären, wären wir schon bei 12%. Also hier hat man eine gute Stellmöglichkeit, auch noch mal, um Energie einzusparen und damit dann auch Kosten zu sparen.
Besser wäre es natürlich, wenn wir diese Zeiten, in denen die Räume nicht beheizt werden müssen, besser ansteuern können. Wenn ich zum Beispiel in meinem Büro hier sitze, habe ich auch ziemlich genau ein solches programmierbares Thermostatventil, das so eingestellt ist, dass es morgens um 7 Uhr anfängt zu heizen und abends um 17 Uhr auch wieder ausgeht. Und dazwischen ist ja die Nachtzeit, da brauche ich mein Büro in der Regel nicht, und deshalb kann ich dann dort auch auf 16 Grad die Temperatur herunterfallen lassen. Jetzt habe ich ein sehr energieeffizientes Haus, aber deshalb fällt meine Temperatur auch da nicht so schnell ab. Aber das sind dann die Möglichkeiten, mit einem solchen programmierbaren Thermostatventile die Betriebszeiten der Räume, die da genutzt werden, besser abfahren zu können und die Abkühlungszeiten zu erhöhen. Und wenn man sich vorstellt, sagen wir mal, ich könnte über eine Nachtabsenkung acht Stunden um drei Grad die Temperatur senken — das wäre dann ja auch im ganzen Tag gerechnet dann im Mittel ein Grad wieder weniger — und schon hätte ich wieder 6 Prozent Energieeinsparung erreicht.
Wenn die größere Liegenschaften haben, wo viele Räume auch vielleicht mit unterschiedlichen Nutzungszeiten versehen sind, zum Beispiel wie in einer Schule oder dergleichen, wäre es natürlich gut, wenn man ein automatisches Energiecontrolling einsetzt, sodass diese Heizkörper dann auch über eine Zentrale gesteuert werden können, die am besten vielleicht sogar auch noch mit einem Terminkalender, wann die Räume belegt sind, hinterlegt sind, dass dann halt nur zu den Belegungszeiten geheizt wird. Das sind dann aber auch noch mal — wenn sowas noch nicht vorhanden ist — größere Investitionen, die da getätigt werden müssen, um sowas zu realisieren. Aber damit kann man dann halt auch deutlicher noch mal dann Energie einsparen.
Bei den kleineren Maßnahmen sollte man auch darauf achten, dass die Heizkörper auch wirklich ihre Wärme abgeben können. Wenn so ein Heizkörper halt hinter einem Vorhang oder hinter Möbeln versteckt ist oder auch bei der Fußbodenheizung ein Teppich drüber liegt, dann kann halt die Wärme von dem Heizkörper nicht frei abgegeben werden, und es kommt dann halt auch zu einem Wärmestau. Und zum einen wird das ganze System viel träger, und auch solche Maßnahmen wie halt Temperaturabsenkung und so, das wirkt sich dann halt nicht so schnell aus, ne. Deshalb sollten die Heizkörper ihre Wärme frei abgeben können. Gerade wenn sie auch so Plattenheizkörper haben, die auch eine Wärmestrahlung abgeben sollen, dann ist es halt gut, wenn Sie auch wirklich in Kontakt, also im Blickkontakt, Wärmestrahlungskontakt mit dem Heizkörper sind, weil man dann auch in der niedrigeren Raumtemperatur ein Wärmeempfinden hat, nur dass man hier auch die Strahlungswärme des Heizkörpers dann zusätzlich mit nutzen kann und dadurch dann auch die Lufttemperatur noch mal herabsetzen kann.
Der Heizkörper, wenn er gluckert — Heizung entlüften — ist, glaube ich, mittlerweile den meisten, die ein solches Radiatorensystem zu Hause haben, bekannt. Wichtig ist aber auch noch mal, dass die Thermostatventile frei sind, dass sie frei die Temperatur im Raum messen können, weil die sollen ja darüber entscheiden — wir hatten gerade diese Einteilung gesehen mit diesen 1, 2, 3, 4, 5, ne —, dass bei Stufe 3 dann auch auf 20 Grad geheizt wird. Wenn der Heizkörper hinter einem Vorhang ist und der Thermostat auch hinter dem Vorhang, bildet sich da ein Wärmestau und der Thermostat fühlt eine regelmäßig höhere Wärme, als eigentlich dort vorhanden ist. Das heißt, der Heizkörper wird den Raum nicht richtig erwärmen. Das führt natürlich zur Energieeinsparung — gewünscht, ja —, aber die Wärme ist dann halt auch einfach nicht da, das Behaglichkeitsgefühl. Auf der anderen Seite: Wenn der Heizkörper sehr nah am Fenster ist und ständig eine kältere Temperatur misst, als eigentlich im Raum ist, dann wird er auch dem Heizkörper mehr warmes Wasser geben und so dazu beitragen, dass da viel mehr Energie verbraucht wird, als eigentlich erforderlich ist.
Wichtig auch noch mal: Heizkörpernischen — das haben wir ja in Deutschland in vielen, vielen Gebäuden. An der Heizkörpernische ist die Außenwand dünner als in den, wo keine Heizkörpernische ist. Wenn von außen noch eine Außenwanddämmung auch über die Heizkörpernische drübergeht, ist das im Prinzip egal, weil dann habe ich ja außen die Dämmung. Wenn da aber keine Außenwanddämmung dann davor ist, dann geht halt in dieser Heizkörpernischen mehr Wärme verloren. Jetzt habe ich da bei dem Dämmen ein Fragezeichen-Ausrufezeichen-Fragezeichen hingemacht, weil es ist nicht ganz so einfach, einfach nur so eine Heizkörpernische zu dämmen, weil die Dämmung soll auch vollflächig auf der Wand dahinter aufliegen. Weil wenn sie nicht vollflächig da hinten aufliegt, dann kann feuchtwarme Raumluft hinter dieser Heizkörpernischen-Dämmung gelangen, und dort ist es ja dann kälter, und dort kann dann auch wieder aus dieser Luft Wasser auskondensieren und dann hinter der Dämmung zu einem Schimmelpilzproblem führen. Das heißt aber, auch eine Heizkörpernische vernünftig zu dämmen, dann müsste man eigentlich den Heizkörper abnehmen, die Dämmung aufbringen. Alles andere ist halt dann sehr Frickelarbeit, und das vollflächig gut aufgebracht zu bekommen. Deshalb da bitte sorgfältig arbeiten, wenn dann hinter dem Heizkörper gedämpft werden soll.
Wenn Sie bei den Fenstern Rollläden haben, dann ist es natürlich auch sinnvoll, wenn da keine Nutzung ist in dem Raum oder aber auch in der Nacht, den Rollladen runterzulassen, weil der Rollladen auch noch mal eine zusätzliche Dämmung darstellt. Das heißt, die Wärme nicht so schnell von drinnen nach draußen weg kann, sodass man halt mehr die Wärme im Raum behält, ne. Man kann auch mit Vorhängen arbeiten, sodass halt die Wärme mehr im Raum bleibt. Rolladenkästen sind auch oft häufig undicht und auch schlechter gedämmt, sollte man sich mal anschauen, ob es nicht möglich ist, den Rollladenkasten zusätzlich zu dämmen oder die Luftdichtigkeit herzustellen. Da geht auch oft viel Energie verloren.
Die Fenster sollte man sich sowieso auch noch mal genauer anschauen. Viele Fenster — viele nicht, aber einige Fenster — haben überhaupt keine Dichtungen, gerade ältere Holzrahmen zum Beispiel. Da ist gar keine Dichtung eingelegt, da kann man dann noch mal mit einem Dichtungsband arbeiten, weil dieses „wenn Holz auf Holz in der Fläche“, das wird nie wirklich richtig, sondern da sollte dann eine Dichtung rein. Aber auch, wenn dort zum Beispiel auch bei vielen Kunststofffenstern sowieso schon eine Dichtung drin ist, sollte man sich die mal anschauen, ob die dann auch wirklich rundherum ist und ob die auch noch flexibel genug ist, um auch wirklich einen luftdichten Anschluss herzustellen. Nur, man sieht ja in dem Bild, da ist so ein Test mal mit einem Blatt: dass ich dann Fenster auf, Blatt dazwischen, und wenn ich das Blatt da einfach sehr leicht rausziehen kann, dann ist das ein Indiz dafür, dass die Fensterdichtung nicht so besonders gut schließt.
Wir haben auch noch mal so eine Tür, so eine Wohnungstür zum Treppenhaus. Da haben wir oft auch, dass unter der Tür ein Luftspalt noch bleibt und wodurch dann die kalte Luft aus dem Treppenhaus dann in die Wohnung hineinkommen kann. Da kann man dann auch noch mal mit solchen Fußleisten arbeiten und dort diesen Kaltlufteintrag zu reduzieren.
Richtig lüften ist eine Kunst. Wenn wir ständig das Fenster auf Kipp haben, dann haben wir auf der einen Seite einen wesentlich höheren Energieverbrauch, weil ständig die warme Luft durch das Fenster hinausgeht, und wenn die Fenster auch länger offen sind, kann dann auch die Fensterlaibung auskühlen und, wie auch gerade schon mit den niedrigeren Temperaturen, kann dann halt an dieser kalten Fensterlaibung es zur Kondensation kommen und damit auch zu Schimmelschäden. Wichtig ist hier, dass wir Stoßlüftung machen, dass man die Fenster ganz öffnet — am besten auch auf unterschiedlichen Seiten des Raumes — und dann, je nachdem wie die Wetterverhältnisse draußen so sind. Im Sommer kann das ja ruhig länger offen stehen, aber wenn dort im Winter eine niedrigere Temperatur und vielleicht auch ein bisschen Wind ist, so hat man dann Verhältnisse, wo dann auch in drei, vier Minuten durchgelüftet ist. Und dann dieses auch kontrollieren über ein solches Hygrometer. Hier sieht man mal eins mit zwei solchen analogen Zeigern: Auf der einen Seite wird die Temperatur gemessen — die steht hier super, knapp 20 Grad — und auf der anderen Seite die Luftfeuchtigkeit. Weil vieles Lüften ist ja erforderlich, um Luftfeuchtigkeit nach hinaus zu bringen, zusätzlich natürlich auch noch mal aus hygienischen Gründen, weil auch aus den Möbeln Ausgasungen sind, Reinigungsmittel und so weiter, so weiter — alle diese Schadstoffe auch mit ausgetragen werden sollen. Aber so ein Hygrometer sollte dann zwischen 40 und 60% relativer Luftfeuchte sein. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, sollte auf jeden Fall gelüftet werden. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, ist das erst mal nicht ganz so schlimm, allerdings für Gesundheit auch nicht zuträglich, wenn da regelmäßig deutlich unter 40 Prozent Luftfeuchtigkeit sind. Ihr kennt es wahrscheinlich ja auch, ne: Die Augen werden trocken und die Nase auch, und man hat halt so ein trockenes Gefühl in der Luft. Dann sollte man vielleicht sogar auch darüber nachdenken, ob die Luft befeuchtet werden muss. In alten Gebäuden mit großer Heizlast — also wo viel geheizt werden muss —, da kennt man das vielleicht auch noch, dass dann an den Heizkörpern solche Wasserbehälter hängen, um die Luft zu befeuchten. Bevor man sowas tut, sollte man aber auf jeden Fall gemessen haben, ob das denn auch wirklich erforderlich ist, weil auch natürlich das Verdunsten von Wasser auch wieder Energie noch zusätzlich benötigt.
Wo man so als kleine Maßnahme auch mal gucken sollte, ist dann im Heizungskeller: Überall, wo noch Heizleitungen sind, die keine solche Dämmung haben, wie man hier sieht — die gibt es auch im Baumarkt zu kaufen —, kann man nachträglich denn dann dämmen. Sollte man noch mal hingehen und diese Leitungen nachträglich dämmen, und auch gerne bis in die Knicke hinein, und auch, wenn da mal eine Armatur ist, da kann man auch mit drüber dämmen, weil die Heizungswärme soll ja nicht in den Heizkeller hinein, sondern die Heizungswärme soll in die Heizkörper hinein, um dann an den Raum abgegeben werden zu können. Das heißt, hier mal schauen, ob da nicht noch Maßnahmen sind, um die Verluste im Keller dann zu begrenzen.
Bei den Dämmmaßnahmen kann man auch mal schauen, welche Maßnahmen denn besonders günstig sind und vielleicht noch nachträglich auch in Eigenleistung vielleicht erbracht werden können. So die üblichen Maßnahmen, wo man mal schnell auch noch eine große Wirkung zu geringen Kosten auch erzielen kann, wäre zum Beispiel die Dämmung der Kellerdecke von unten. Da werden dann halt solche Dämmplatten von unten auf die Kellerdecke aufgebracht, und je nachdem, wie es im Keller denn aussehen soll, kommt da noch eine Verkleidung drüber oder auch nicht. Und auf der anderen Seite auch oben im Dachbereich: Wenn der Spitzboden nicht benutzt wird, kann man auch von oben dann dort eine Dämmung aufbringen. Wenn es wieder begehbar werden soll, sollte man begehbare Dämmstoffe — also mit einer starken, großen Härte, wo man direkt drauflaufen kann — oder aber eine Holzkonstruktion darunter mit einer Platte dann als oberseitigem Abschluss. Da kann man dann auch mit relativ einfachen Maßnahmen, gerade auch wenn das Dach ansonsten, wie hier in dem Bildschirm, nicht gedämmt ist, mit geringen Kosten eine große Einsparung erzielen.
In vielen Bereichen Deutschlands gibt es ja auch dann zweischaliges Mauerwerk oder mit Verklinkerung davor. Auch eine sehr günstige Maßnahme ist, wenn man diesen Luftspalt, der dort besteht, noch mal mit einem Dämmstoff ausfüllt. Da gibt es Granulate, die da eingeblasen werden können. Auch das ist mal eine Möglichkeit, um mit sehr geringem Aufwand eine gute Wirkung zu erzielen.
Ich habe hier noch mal so ein paar Daten zu den Kosten mit reingetan: Wenn diese Kerndämmung, die ich gerade ansprach, so 50 bis 70 € pro Quadratmeter Fläche, wenn die Kellerdecke von unten zu dämmen 50 bis 80 €, oberste Geschossdecke 60 bis 80 €. Das sind so Maßnahmen, die ich hier grün hinterlegt habe, wo man doch mal gucken sollte, ob da nicht noch ein paar hunderte, tausende Kilowattstunden eingespart werden können — mit einem relativ geringen Aufwand. Wenn irgendwo noch einfach verglaste Fenster oder sowas sind, ne — ein Fenstertausch ist immer schon sehr teuer, 750 bis 1.000 € den Quadratmeter Fensterfläche —, aber in vielen Fällen, wenn der Rahmen noch in Ordnung ist, kann man auch einfach nur die Verglasung austauschen, und das zu wesentlich geringeren Kosten. Also hier mal gucken, was da gemacht werden kann. Und auch Vereine sind ja auch antragsberechtigt bei der BEG, der Bundesförderung energieeffiziente Gebäude. Das heißt, solche Maßnahmen werden dann mit 15% auch noch mal vom Bund gefördert. Auch noch mal dahin — es gibt ja auch noch mal ein Seminar, wo dann auf energieeffiziente Gebäudesanierung auch noch mal intensiv eingegangen wird —, aber hier kann man vielleicht ja schon mal das ein oder andere mal anfangen.
Bei den hohen Gaskosten hat der ein oder andere von euch sicherlich auch schon mal drüber nachgedacht, ob es nicht mehr Sinn macht, mit elektrischen Heizlüftern oder Infrarotheizungen zu heizen. Nein, eigentlich keine gute Lösung, weil: Strom kostet ja jetzt beim Preisdeckel 40 Cent die Kilowattstunde, Gas beim Preisdeckel 12 Cent die Kilowattstunde, und eine Effizienzsteigerung von 3 ist mit zum Heizlüfter auch nicht zu erreichen. Wo man vielleicht bei Vereinsheimen oder anderen Räumen, die nur relativ selten und dann nur kurz genutzt werden, drüber nachdenken könnte, wäre halt so eine Infrarotheizung: Also, eine Infrarotheizung arbeitet sehr stark über die Strahlungswärme, und wenn ich halt einen Raum nur kurz nutze, brauche ich dann nicht die gesamte Luft aufzuwärmen, sondern, wenn ich Strahlungsflächen schaffe, die ein Wärmeempfinden erzeugen — wie eine solche Infrarotheizung —, dann kann ich damit natürlich die gesamte Raumtemperatur über einen sehr langen Zeitraum absenken und dann nur im Bedarfsfall über so eine Infrarotheizung zu heizen. Sollte man sich aber genau angucken, was denn für eine Leistung dieses Infrarotgerät hat und wie viele Stunden dann Nutzung sind und, ob sich das denn dann auch lohnt, wenn man eine solche Infrarotheizung in welchen Räumen dann auch nutzt.
Ja. Warmwasser ist natürlich, gerade vielleicht zum Beispiel auch ein Sportverein, wo auch viel geduscht wird, ein wichtiger Faktor für die Energiekosten. Ich habe jetzt hier mal: zehn Personen, fünfmal die Woche duschen, mit einem normalen Duschkopf, 8 Minuten, 11 Liter die Minute durch — dann kommen da im Jahr 3.500 € Energiekosten zusammen. Ich gehe mal davon aus, dass dort, wo Sportvereine mit Duschen vorhanden sind, diese sowieso schon auch mit Sparduschköpfen ausgestattet sind. Kann man aber auch zur Not mal auslitern. Das heißt, man hält einen Eimer unter die Dusche und lässt den eine Minute laufen und guckt, wie viele Liter denn dann so durchgekommen sind, dass man mal ein Gefühl dafür bekommt: Wie sparsam ist denn der Duschkopf? Geht es denn nicht vielleicht auch ein bisschen besser? Und natürlich auch den Nutzer darauf hinweisen, dass vielleicht auch 5 Minuten Duschen reichen. Wenn man Minuten 6 Liter sind, haben wir die Energiekosten schon gedrittelt, wenn denn vorher es so schlimm war wie hier geschrieben. Für euch zu Hause dann auch noch mal der Hinweis: Mit Baden wird man auch nicht billiger davonkommen. Eine Person, 200 Mal baden: 580 Euro im Jahr. Wenn ich jetzt hier noch mal beim Duschen — wenn ich eine Person fünfmal die Woche —, dann sind wir hier bei 120 € im Jahr etwa, ne. Das heißt, Baden ist, gerade wenn man dann auch so häufig badet wie hier angenommen, keine Alternative. Beim Baden wird mehr warmes Wasser verbraucht als beim Duschen, deshalb besser die Dusche nutzen.
Und da, wo Durchlauferhitzer verwendet werden — das heißt, da, wo dann das warme Wasser direkt mit Strom erzeugt wird —, sollte man auch schauen, welche Einstellung denn dort an den Durchlauferhitzern verwendet wird, und möglichst eine möglichst niedrige Temperatur verwenden. Das ist bei solchen hydraulisch geregelten Durchlauferhitzern, wie hier auf der linken Seite, meist schwierig, weil es gibt da halt nur ein oder zwei Stufen, 1 oder 2, und es wird dann die Temperatur endgültig geregelt, indem ich dann Kaltwasser mehr oder weniger zugebe. Das ist weder vom Komfort her noch von der Energieeffizienz besonders sinnvoll. Und da, wo Sie noch hydraulische Durchlauferhitzer habt, dann am besten durch solche elektronischen Durchlauferhitzer austauschen, weil hier kann ich natürlich dann die Solltemperatur, die rauskommen soll, exakt einstellen, und hier wird die Strommenge so geregelt, dass auch wirklich dann die Wassermenge, die ich gerne haben möchte, mit der Temperatur herauskommt, die dann eingestellt ist, ne. Man sagt üblicherweise: Stromeinsparung mit so einem elektronischen Durchlauferhitzer 20%, und das auch noch bei mehr Komfort, ne. Da kann man vielleicht auch mit einem Austausch noch mal einiges an Einsparung haben. Oft sind ja auch in Küchen, auch in Vereinsheimen und dergleichen, so Untertischgeräte. Da auch mal schauen, auf welche Temperatur die denn stehen — 50 Grad sind da sicherlich völlig ausreichend, vielleicht tun’s ja auch 45. Die meisten sind auf 60 Grad eingestellt und halten viel zu warmes Wasser über eine viel zu lange Zeit vor. Auch da kann man vielleicht noch intelligentere Regelungen mit einem Taster-Schalter oder so haben, dass dann halt, bevor gespült wird, dann fünf Minuten vorher mal der Taster gedrückt wird, dass dann halt nur zu der Zeit das warme Wasser dann vorgewärmt und bereitgehalten wird.
Ich habe hier den Stromverbrauch der verschiedenen Haushaltsgeräte. Im normalen Haushalt ist es mittlerweile so, dass die Informations- und Kommunikationstechnik — hier ganz auf der linken Seite — einen wesentlichen Anteil hat, den größten Anteil, und die anderen Verbraucher dann so nach und nach folgen, so mit um die zehn Prozent alle, während Information/Kommunikation ein Drittel hat, für den Bereich dann ohne elektrische Warmwasserbereitung. Ansonsten wäre natürlich elektrische Warmwasserbereitung mit Abstand der größte Verbraucher.
Da sollte man dann natürlich gerade auch schauen, bei den Rechnern, die da so betrieben werden, was denn davon alles läuft und was denn da auch wirklich gebraucht wird und zu welchen Zeiten es gebraucht wird und wie oft man denn die Geräte vielleicht auch mal in einen Ruhezustand schicken kann. Ich hatte gerade vor Kurzem noch einen Sportverein, da waren drei Computer, die ständig durchliefen, um die Analysen von den elektronischen Aufnahmegeräten dort für die Sportler anschaubar zu machen. Und die hatten zwar jetzt jeder nur 60 Watt, aber wenn die 8.760 Stunden im Jahr durchlaufen, und davon dreimal, dann macht das alleine schon über 600 € Stromkosten. Und zum Glück haben sie wenigstens die Monitore dann immer zwischendurch ausgeschaltet. Aber: Muss so ein Rechner durchlaufen? Kann der nicht auch dann in einen ruhigeren Modus gehen, mit viel mehr Energieeinsparung, wenn denn dieser Rechner nicht genutzt wird? Und das ist sicherlich ein größerer Teil der Zeit, als dass die Rechner genutzt werden. Also da mal schauen, dass solche ständigen Verbraucher, gerade auch, wenn sie ein kleines bisschen höheren Stromverbrauch haben, regelmäßig heruntergefahren werden, ausgeschaltet werden oder zumindest in einen Stromsparmodus übergehen.
Auch sind Laptops — die sind ja auch dadurch, dass sie halt dafür konzipiert sind, dass sie mit einem Akku betrieben werden —, ist auch so konzipiert, dass sie wenig Strom verbrauchen, weil sonst wäre der Akku ja ruckzuck leer. Deshalb dann auch gerne Laptops statt den normalen Rechnern — sie verbrauchen deutlich weniger Strom.
Auch bei den anderen Geräten, die so am Rechner mit dranhängen — Router zum Beispiel —, könnte man ja auch bei Nichtbenutzung ausschalten. Allerdings auch bitte dann darauf achten: Heutzutage geht ja auch das Telefon über Voice over IP, und wenn ich den Router ausschalte und mein Telefon da dran hängt, dann ist das Telefon in der Zeit, wo der Router nicht da ist, dann ja auch aus. Deshalb gucken: Was hängt denn da dran, und in welchen Zeiten wird was benutzt, und welche Zeiten müssen denn da dann bereitgehalten werden, diese Möglichkeiten auch der Nutzung zu haben?
Schaltbare Steckerleisten: Alles, was sowieso immer am Strom sein muss, wie zum Beispiel auch das Telefon oder gegebenenfalls das WLAN, dann wie hier auf der linken Seite direkt am Stromnetz, und alles, was nur bei Bedarf zugeschaltet werden muss, wie Computer oder gerade auch am Computer dann noch mal zusätzlich die Utensilien, die da so dranhängen — wie die Boxen oder der Drucker, vielleicht auch noch ein Fax, der Bildschirm und so, ne —, kann man dann über eine Steckerleiste schalten, sodass die halt nur zugeschaltet werden, wenn sie wirklich gebraucht werden. Es gibt auch solche Steckerleisten dann in etwas moderner oder anders als Master-Slave-Schaltung. Das heißt, ich habe einen Verbraucher, der in einer speziellen Steckdose von so einer Master-Slave-Schaltung ist, und sobald ich den Verbraucher einschalte, dann schaltet er die gesamte Leiste frei, sodass dann alle Geräte — und ohne dass man überhaupt irgendwas schalten muss — direkt dann bei Bedarf zur Verfügung hat. Hier sieht es so ein kleines bisschen so aus, als würde die eine Steckerleiste in der anderen stecken. Das sollte man genau schauen, was man denn da dranhängt, weil sie pro Steckerleiste maximal 3 kW Leistung. Wenn dann nur ein Computer mal dranhängt oder ein Radio oder so, dann ist das nicht so schlimm, aber wenn dann Wasserkocher und eine Mikrowelle und was weiß ich was dranhängt, dann kann das auch schon mal zu viel werden, ne. Also bitte eigentlich gar nicht Steckerleisten so ineinander stecken und ansonsten sehr genau schauen, dass nicht der Stromverbrauch der Geräte, die da angeschlossen sind, in der Summe höher ist als die maximale Belastbarkeit, die eine solche Steckerleiste halten kann.
Und dann auch mal schauen, wo gibt es denn überall noch diese kleinen Verbraucher, die die ganze Zeit durchlaufen und die den Stromverbrauch in die Höhe treiben: Überall, wo ein Display oder sowas dran ist, da geht auf jeden Fall schon mal Strom durch. Da, wo Sensortasten sind — die müssen ja auch ständig gucken, ob der Sensor bedient wird. Wenn ein Trafo irgendwo, gerade auch bei älteren Halogenlampen oder so, dabei ist — Sie merkt man auch schon, dass die warm sind —, dass da Strom durchgeht. Wenn irgendwo etwas brummt oder so — das sind immer eindeutige Zeichen dafür, dass da Strom verbraucht wird, und dann sollte man da auch mal schauen: Wie viel Strom ist das denn eigentlich, was denn da verbraucht wird? Und dazu kann man dann auch zum Beispiel auch bei der Verbraucherzentrale Strommessgeräte ausleihen, um dann mal durchzugehen und zu schauen, welche Geräte denn wie viel Strom verbrauchen und wie die dann besser genutzt werden können oder ausgeschaltet werden können. Manchmal auch, zum Beispiel wenn ich jetzt hier auf der linken Seite dieses Display von dem kleinen Radio sehe — nur, das wird nicht sehr viel Energie verbrauchen, das wird nicht viel ausmachen —, aber durchaus kann so ein Radio, ich habe auch selbst ein solches in der Küche, das nimmt im ausgeschalteten Zustand 3 Watt Strom auf und im eingeschalteten 3,4. Das heißt, das, was ich eigentlich — nämlich das Radio dann hören — an Leistung haben will, wird mit einem hohen Standby dann eingekauft, der sich dann über die Jahre doch in erhöhten Stromkosten niederschlägt.
Beleuchtung ist noch mal ein ganz besonderes Thema. Solche Glühlampen und auch Halogenlampen — die gibt es gar nicht mehr in den höheren Leistungsklassen zu kaufen, die sind alle mittlerweile vom Markt. Auch die Energiesparlampen sind mittlerweile out, weil es gibt ja mittlerweile für alle Anwendungen LEDs. Vielleicht in der einen oder anderen kleinen Nische — wenn ich zum Beispiel für die Beleuchtung in der Dunstabzugshaube für das Kochfeld, ne, diese kleinen —, das wird dann schon mal schwer. Ich habe da mir was gebastelt mit einer LED, das würde ich aber nicht jedem zumuten. Aber für die allermeisten Anwendungen gibt es heutzutage LED-Lampen. Und wenn man sich die Stromeinsparung anschaut — ich hatte auch eine Halogen noch im Betrieb, wo ich gesagt habe: Ja, wenn die kaputt ist, dann tausche ich die mal aus. Ja, aber die hat dann gehalten, gehalten, und ich habe sie dann endgültig dann doch irgendwann ausgetauscht, weil so eine Glühlampe oder Halogenlampe, das ist nichts anderes als eine leuchtende Wärmequelle. Nur das bisschen, was da an Licht rauskommt im Verhältnis zu dem, was da an Strom verbraucht wird — Sie sehen es ja hier bei den Kosten —, na, da geht schon einiges runter. Gerade auch in den Sportvereinen schauen: Beleuchtungen — was weiß ich, zum Beispiel Flutlichter oder dergleichen —, da gibt es meistens ja schon hocheffiziente Technik drin, Quecksilber-Hochdruckdampflampen oder was auch da immer dann für solche Gelegenheit verwendet wird. Mit LED-Lampen geht das natürlich auch noch mal ein kleines bisschen energieeffizienter.
Wo man aber noch mal hinschauen sollte, sind gerade auch diese Spiegelrasterleuchten, die viel Verwendung finden. Die haben ja dann auch noch solche elektronischen Vorschaltgeräte. Meistens kommen die dann auf 54 Watt für eine solche Neonröhre, wie es dann so schön heißt. Die gibt es heutzutage auch in LED und auch zum Umrüsten. Da muss man noch mal kurz gucken, wie das denn mit dem Starter von der Lampe ist, ob das der mit der LED dann passt oder ob der ausgebaut und überbrückt werden muss und so. Aber die haben nicht nur auch noch mal eine Energieeinsparung — wofür 54 Watt dann drin waren, gehen meistens dann als LED 38 rein —, und was ein weiterer großer Vorteil ist: Die müssen dann auch bei Weitem nicht mehr so oft getauscht werden, gehen nicht so oft kaputt, und man muss da nicht so oft dran, sodass man da auch Personalkapazitäten beim Hausmeister auch noch mal einsparen kann.
Beim Waschen, Spülen, Trocknen: Ja, wenn dort Spülmaschinen betrieben werden, üblicherweise das Eco-Programm zu nutzen. Das dauert zwar viel länger, aber macht genauso sauber und spart noch mal deutlich auch Energie. Wo es auch noch mal wichtig ist: Waschmaschine auch in den niedrigeren Temperaturen bedienen — gerade auch, wo vielleicht in Sportvereinen häufiger mal gewaschen wird. Man macht sich da kaum mal eine Vorstellung davon. Auch von einem Sportverein, wo ich vor Kurzem war: Da waren vier Waschmaschinen; man sagte mir, die laufen fünfmal am Tag. Ich hoffe, dass nicht alle vier fünfmal laufen, sondern — aber das summiert sich über das Jahr: 200 Tage im Jahr, fünfmal gelaufen, 1.000 mal. Im normalen Programm mit dem Trockner hinterher 4 Kilowattstunden — na, dann bin ich bei 4 mal 1.000 — 4.000 Kilowattstunden. Das ist mehr, als ihr zu Hause wahrscheinlich insgesamt an Strom verbraucht habt, was denn da durchgeht. Und wenn ich hier mit einem Eco-Programm, Temperatur runter, auf zumindest ein Viertel mindestens mal einsparen kann, sind das mal locker 1.000 Kilowattstunden, die dann auch 400 Euro im Jahr kosten. Und was natürlich auch noch mal wichtig ist: Wenn Waschmaschinen und Trockner getrennt sind, wenn die Waschmaschine gelaufen hat und die Wäsche noch in den Trockner muss — wenn’s nicht alleine ist, ja, sowieso besser, Energie sparen da —, aber wenn der Trockner dann sein muss, dann die Waschmaschine auf maximale Schleuderdrehzahl. Weil alles, was die Waschmaschine mechanisch an Wasser aus der Wäsche rausgepresst hat, muss der Trockner dann nicht mit einem sehr hohen Energieaufwand noch mal hinterher tun. Nur mal so im Verhältnis: Eine Waschmaschine — eine Kilowattstunde, der Trockner — 3 Kilowattstunden pro Durchlauf. Das Trocknen der Wäsche ist sehr energieintensiv. Wärmepumpentrockner natürlich noch viel besser — ja, Invest: Das sollte man auch, gerade wenn viel gewaschen und getrocknet wird, sich anschauen und vielleicht dann auch umschwenken, weil die sind doppelt so energieeffizient wie die ohne.
Kühlen, Gefrieren: Empfohlene Temperaturen im Kühlschrank gerne sieben Grad. Wenn ihr da auf das, was ihr im Kühlschrank habt, mal einen Blick werft — z. B. auf der Milch steht dann da drauf: „Mindestens haltbar bis bei +7 Grad“, ne — das heißt, da ist auch schon die Empfehlung auf der Milchtüte mit drauf. Es gibt auch andere Lebensmittel — Fleisch und so —, die sind dann auch bei niedrigeren Temperaturen. Nicht jeder hat ein Null-Grad-Fach dabei. Das sollte man dann aber auch — da nicht den gesamten Kühlschrank runterkühlen, sondern das Fleisch dann vielleicht auch einfach früher verbrauchen. Der Gefrierschrank auf −18 °C — auch da steht diese Temperatur beim Mindesthaltbarkeitsdatum auch noch mal mit dabei. Nur −18 Grad sind da auch ausreichend. Beim Kühlschrank ist es genauso wie bei der Heizenergie: Jedes Grad, was ich weiter runterkühle, kostet 6% mehr Stromverbrauch. Und natürlich auch bitte schauen, dass da kein Eis auf den Kühlrippen ist, weil, wenn da Eis drauf ist, geht der Stromverbrauch schnell mal um 10 und — bei dickeren Ausprägungen des Eises — auch auf 20% in die Höhe. Und auch schauen, dass hinter dem Gerät die Luft zirkulieren kann. So ein Kühlschrank, der sollte 5 cm von der Wand weg stehen, damit hinten sich kein Wärmestau bildet. Und, weil wenn ich dann Wärmestau habe, muss der Kompressor gegen eine höhere Temperatur arbeiten und verliert dann an Effizienz. Da schauen, dass hinter dem Gerät dann auch die Wärme weggehen kann. Und wenn es so Einbaugeräte sind in den Einbauküchen, auch mal schauen: Da ist meistens ja dann unter dem Kühlschrank eine Luftzufuhr und hinten über dem Kühlschrank auch noch mal so ein Gitter in die Arbeitsplatte vielleicht eingelegt. Wenn das nicht der Fall sein sollte, vielleicht auch mal solche Lüftungsschlitze noch mal nachrüsten. Und natürlich nicht mehr Kühlgeräte betreiben, als denn wirklich erforderlich ist. Das sieht man ja auch immer wieder mal gerne, dass dann dort Kühlgelegenheiten vorgehalten werden, die vielleicht auch nur mal beim Sommerfest dann wirklich eigentlich benutzt werden, ne — alles abschalten, weil Kühlung kostet halt auch richtig viel Geld — und dann nicht mehr Kühlung betreiben, als man denn auch wirklich braucht.
Gut, ja: Wenn dann neue Geräte gekauft werden, natürlich auf jeden Fall schauen, dass die Gerätegröße zu dem passt, was ich dann wirklich an Bedarf habe, und dann auch schauen: Seit März 2021 gibt es diese neuen Label. Da gibt es dann auch bei den Kühl- und Gefriergeräten nicht mehr das A++, sondern wenn Sie heute — sage — in den Laden gehen, dann werdet ihr da hauptsächlich Geräte der Energieeffizienzklassen D und C sehen. Es kommen jetzt nach und nach auch Geräte mit der Energieeffizienz A in den Markt. Aber man kann auch hier direkt vergleichen: Auf dem Label steht auch immer die Kilowattstunden drauf, ne — entweder als Jahresverbrauch bei Kühlschränken oder für 100 Nutzungen z. B. bei Waschmaschine oder Spülmaschine. Da kann man dann die Geräte, die man im Laden sieht, auch miteinander vergleichen, indem man diesen kWh-Wert, der hier steht, dann miteinander vergleicht.
So, kommen wir so langsam zum Ende, weil jetzt habe ich hier noch die Stecker-Solargeräte. Das haben Sie vielleicht auch schon in der Presse entnommen, dass da Änderungen demnächst sich abzeichnen. Das ist vielleicht — natürlich ist es besser, wenn man eine große PV-Anlage für seine Gerätschaften zu betreiben in einem Vereinsheim oder auch zu Hause hat, wenn das Dach vollgepackt werden kann mit Photovoltaik. Gerade bei den Strompreisen, die wir jetzt sehen, ist das eine gute Investition, eine solche Photovoltaikanlage. Manchmal gibt es aber halt weder die Fläche oder aber auch — so als Einstieg — können solche Stecker-Solaranlagen verwendet werden. Es ist derzeit zulässig, 600 Watt direkt in den Stromkreis des zu versorgenden Objektes einzubringen. Das sind dann in der Regel zwei 300-Watt-Module, die dann an der Fassade oder aufgeständert auf dem Garagendach oder so angeschlossen werden ans Stromnetz. Diese Anlagen müssen dann auch beim Netzbetreiber gemeldet werden, und der wird dann wahrscheinlich auch sagen: „Ja, alles klar, dann komme ich raus und baue einen neuen Zähler ein mit Rücklaufsperre“, und — [Applaus] — dann muss die Anlage auch noch bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Also ein kleines bisschen Aufwand ist das schon, aber es lohnt sich, gerade auch, wenn tagsüber, wenn die Sonne scheint, auch Strom verbraucht wird.
So, damit bin ich dann mit dem Teil, den ich vorbereitet habe, durch. Wenn Sie auch noch weitere Fragen haben und andere Beratungen suchen, können Sie auch — in Nordrhein-Westfalen zumindest — den Energielotsen anrufen, und dort wird man Ihnen eine Möglichkeit aufzeigen, wo Sie noch weitere Beratung bekommen. Und ich darf mich dann aber als erstes mal für Ihr Interesse bedanken, und wir haben sicherlich aber jetzt noch viel Zeit für die weiteren Fragen.