Ja, schön zurück oder hallo zum ersten Mal heute. Wir gucken uns heute eher die Umsetzung an. Gestern haben wir uns ja so ein bisschen damit beschäftigt, okay, warum machen wir das? Springe auch gleich weiter, aber vielleicht ganz vorne weg zwei, drei Hinweise:
Wenn ich irgendwie zu schnell, zu laut, zu langsam, zu leise spreche, wenn jemand sagt: "Oh, ich kann das nicht erkennen" auf der Folie, oder eine visuelle, also eine auditive Erklärung braucht, weil man es nicht erkennen kann, dann schreibt das gerne in den Chat. Dann werde ich sicher angepingt von den Kolleginnen von der DSE und kann dann einfach darauf reagieren.
Genauso, wenn ich zu viel ins Englische verfalle, weil wir werden uns auch ein paar englische Begriffe anschauen. Da kommen wir nicht umhin im digitalen Raum und auch vor allem dann im Thema digitaler Barrierefreiheit, weil da viel auch aus Amerika kommt, mit dem wir uns dann beschäftigen können, wenn wir uns da auf den Weg machen. Ich versuche, die alle zu erklären und auch möchte euch da auch die Kompetenzen mitgeben, dass ihr dann auch versteht, was ist damit gemeint und auch, was kann ich darunter finden, wenn ihr dann weiter euch auf den Weg macht, sich damit zu beschäftigen.
Und gleichzeitig gibt es auch noch neben den Folien, die wir heute und gestern besprochen haben, eine kleine Begriffserklärung zu den englischen und Fachbegriffen, die auch ihr dann im Lernportal findet, wo so Themen wie Accessibility, Overlay Tools und so weiter, gehen wir überall drauf ein, auch noch mal dezidiert erklärt werden. Und die ganzen Unterlagen sind auch möglichst barrierearm umgesetzt. Genau.
Aber was wollen wir heute machen? Einmal kurz vielleicht in den Chat gefragt für die Menschen, die heute zum ersten Mal da sind: Wer möchte, kann vielleicht reinschreiben: "Bin zum ersten Mal da." Wiederholungstäter, Täterinnen können dann vielleicht das nicht schreiben, damit ich ein Gefühl habe.
Ich gehe kurz darauf ein, was wir gestern gemacht haben und auch die herzliche Einladung für die, die heute dann jetzt zum ersten Mal dabei sind, das eventuell im Lernportal nachzuholen, weil wir uns gestern vor allem damit beschäftigt haben, worum geht es eigentlich bei digitaler Barrierefreiheit? Wir sind einen Schritt zurückgegangen und haben geschaut, okay, es geht eigentlich um Inklusion, es geht darum, gleichwertige Zugänge zu machen, dass digitale Barrierefreiheit eigentlich ein hohes Gut ist, aber es in der amerikanischen und der englischen Welt auch Accessibility heißt, übersetzt Zugänglichkeit, und dass es eigentlich darum geht, Zugänge zu schaffen.
Weil wir in der zweiten Ebene uns angeschaut haben, wer sind denn so zielrelevante Zielgruppen? Wie nehmen Menschen mit Beeinträchtigung teil? Also, wie ist die digitale Teilhabe organisiert, welche Tools, welche Software, welche Systeme werden da benutzt? Wir haben uns angeschaut, was gibt es denn für assistive Systeme und auch vor allem gelernt, dass nicht Barriere gleich Barriere ist und dass auch Barrieren sich ausschließen können und somit es auch manchmal okay ist, eine Alternative anzubieten.
Das waren so ein bisschen gestern die Themen und darauf hingehend wollen wir heute schauen, wenn wir uns das quasi vergegenwärtigen, dass wir sagen, digitale Barrierefreiheit heißt, dass alle Menschen in der digitalen Welt gleichberechtigt, das heißt nicht gleich, weil das ist schon auch ein anderes Erleben, aber gleichwertig teilhaben können. Wie geht das, wenn wir uns auf den Weg machen?
Und da möchte ich euch heute, ich nenne das immer "kostet Konzeption", ein paar Lösungsansätze mit an die Hand geben, wo kann ich mich orientieren und auch ein paar Tipps und Tricks und dann auch vor allem das große Thema KI, weil da sind ein paar Chancen da, die schauen wir uns kurz an, aber da sind auch ein paar Themen, die eher problematisch sind in dem Bereich. Und ganz wichtig für mich ist: Danach bitte ausprobieren, ne?
Nehmt euch heute, das ist für mich auch das Ziel, eine Sache mit, das werde ich euch nachher auch noch fragen, die ihr dann vielleicht einfach mal in den nächsten zwei, drei Wochen ausprobieren möchtet von dem, was ihr heute hört. Das ist auch für mich heute das Lernziel, dass ihr an eurer Idee, an eurem digitalen Angebot, sei es die Webseite, sei es Social Media, ich habe ja eure Fragen am Anfang gekriegt. Das sind ganz viele unterschiedliche Themen, dass ihr das euch noch mal kurz vor Augen führt und dann mitdenkt, was ist für mich relevant und das dann auch in einem kleinen Schritt ausprobiert. Aber dazu später mehr.
Und wir fangen direkt an mit einem englischen Begriff, nämlich Design Thinking. Und jetzt kann man sich fragen, hä, warum fangen wir damit an? Wir wollen doch über digitale Barrierefreiheit sprechen. Ich mache das aber ganz kurz auf, weil Felix hat es ja gerade erwähnt, wir sind, ich und meine kleine Agentur aus Heidelberg, im Bereich der digitalen Teilhabe unterwegs. Das sind ja noch ein paar mehr Bereiche, zum Beispiel Spiel der inklusiven Medienarbeit, also wie geht Medienpädagogik möglichst barrierefrei in einfacher, leichter Sprache? Dann entwickeln wir auch selber und aber auch diese Form des lebenslangen Lernens, also wie geht gemeinwohlorientierte Digitalisierung, dass wirklich alle Menschen teilhaben können?
Und das sind ganz schön viele große Felder und digitale Barrierefreiheit steht auch so im Mittelpunkt, weil wir müssen natürlich alle irgendwie einen Zugang haben, damit wir auch teilhaben können und es ist ganz komplex. Und wer sich jetzt von euch schon einmal mit der digitalen Barrierefreiheit auseinandergesetzt hat oder sich da auf den Weg gemacht hat, und das ist mir ganz wichtig, auf dem Weg machen heißt auch nicht aufhören, sondern weitermachen. Das ist kein Thema, was dann abgeschlossen ist, hat aber auch manchmal so ein Thema von "Wow, jetzt stehen mir aber hier ganz schön viele Sachen auf dem Schreibtisch."
Und Design Thinking heißt einfach übersetzt, zu denken wie ein Gestalter, zu denken wie ein Designer. Es kommt aus der Softwareentwicklung und darum soll es heute auch nicht groß gehen, aber einfach als Inspiration, weil ich so diese beiden Impulse auch aufgebaut habe. Was wir klassischerweise machen: Wir beschäftigen uns damit und sagen, dann schließen wir uns ein und machen ein Konzept für unsere Webseite und digitale Barrierefreiheit setzen wir so und so um und dann wird es schon passen.
Und das Design Thinking sagt halt stopp, wir sollten uns einmal erstmal wirklich damit beschäftigen, um was geht es eigentlich, wo stehen wir, ne? Wo stehen wir im Thema digitaler Barrierefreiheit, wo wollen wir eigentlich hin und auch für wen machen wir das eigentlich? Deswegen haben wir uns gestern die Zielgruppen angeschaut, die relevant sind. Habe auch gestern schon gesagt, eigentlich ist digitale Barrierefreiheit für alle relevant, weil dadurch werden die Angebote oft zugänglicher, einfacher, besser strukturiert.
Wir werden übrigens noch wartende Teilnehmerinnen im Warteraum angezeigt, nur so als Info für die DSE. Und dann gehen wir aber relativ schnell aus dieser Problemorientierung, Herausforderung in die Lösung und dann probieren wir aus. Prototyp und Usertest heißt einfach, wir probieren aus. Und so habe ich das auch konzipiert, dass wir uns heute einfach mal damit beschäftigen, wenn wir uns auf den Weg machen wollen, wo können wir uns orientieren?
Und wenn wir damit anfangen, dann haben wir oft das Thema, wo müssen wir eigentlich überall an Barrierefreiheit denken? Wo sollten wir überall quasi bei unserem digitalen Angebot, bei einer Webseite zum Beispiel, an digitale Barrierefreiheit denken? Und wenn wir das angehen, oder wir als Admin und Bär sehen das quasi auf drei Ebenen, wo wir drüber nachdenken können. Zum einen über das Thema Didaktik und Design, also wie ist unser Angebot gestaltet? Wie ist auch unsere Textdichte? Wie viel Inhalt haben wir? Wie kommen die Menschen zu uns? Und wie geht es dann weiter? Und wie ist das auch Ganze in dem, sage ich mal, in dem Setting? Ich habe schon gesehen, ihr seid aus ganz unterschiedlichen Bereichen unterwegs. Das heißt, auch eure Webseite zum Beispiel, euer Social Media funktioniert für jeden von euch ein bisschen anders und also heißt auch dort Barrierearmut und Barrierefreiheit ein bisschen anders.
Die zweite Ebene ist die technische Barrierefreiheit. Das ist für mich immer das Sinnbild, das ist die Tür aufmachen. Ja, also wenn ich das gut programmiert habe, wenn ich die gewissen Richtlinien beachtet habe oder andersherum, wenn ich es nicht selber umsetze, ein Programm einsetze, was diese Richtlinien beherzigt, dann habe ich schon mal die Tür aufgemacht. Dann kann ich das Ganze mit einem Screenreader, also der Sprachausgabe von blinden Menschen. Gerne, wer jetzt sagt Screenreader, was ist denn das? Gerne in die Veranstaltung von gestern reinschauen. Dann kann das funktionieren, aber das heißt doch nicht, dass es super gut ist für mich, weil das ist eher ein Designfehler. Aber die Tür ist auf, ich kann in den Raum reinkommen, in den digitalen Raum und mitmachen. Ob es ein Angebot für mich gibt, das weiß ich noch nicht.
Das ist nämlich dann Kommunikation und Content, also die Inhalte eures Angebots, sei es ein Social Media Post oder sei es die Inhalte eurer Webseite, Bilder oder Texte. Und ihr seht schon, das sind unterschiedliche Kategorien und da wollen wir einmal reingehen. Beim Design ist es recht kurz erklärt. Da geht es vor allem, und das ist aber auch meistens eine sehr, sehr große Aufgabe zum Beispiel bei der Webseite, um einen einfachen Aufbau im Sinne von weniger ist mehr. Es ist ein klarer Aufbau, ein zielgruppenorientierter Aufbau, wo ich weiß, ich klicke auf diesen Reiter, auf das Element und ich komme dort raus, wo ich auch hinauskommen möchte. Das fühlt sich also intuitiv an.
Wenn ihr eine App habt, wenn ihr eine Webseite habt, dann sind das einfach Themen, bei denen man früh darüber nachdenken kann und auch Strukturendesign heißt auch, und deswegen stehen jetzt gleich zwei englische Begriffe, ich erkläre sie auch gleich, sich schon mal darüber klar zu werden, was haben wir denn noch für Angebote im Sinne der digitalen Barrierefreiheit auf unserer Webseite, auf unserem Angebot, zum Beispiel Angebot in deutscher Gebärdensprache oder Angebot in Leichter Sprache? Haben wir vielleicht noch eine sogenannte Sitemap? Ich zeige euch gleich mal, was eine Sitemap ist. Am Schluss. Also eine Auflistung per Links ist eine sehr gute Orientierung für blinde Menschen und auch für Menschen aus dem Autismusspektrum. Einfach eine alternative Navigationsform.
Und das Wichtige ist, sich früh in der Struktur und im Design schon Gedanken darüber zu machen, weil nichts Schlimmeres kann passieren, dass wir eigentlich ein Angebot für deutsche Gebärdensprache machen wollen oder sagen, ah, wir können uns das jetzt im ersten Aufschlag unserer Webseite gar nicht leisten und dann machen wir später irgendwann. Und wenn man später irgendwann macht, dann pflanzt man das irgendwo auf der Webseite irgendwie an oder im Angebot und dann findet das die Zielgruppe eigentlich nicht. Und das ist eigentlich meistens leider oft ein Fall, dass man ein tolles Angebot macht oder das Angebot da ist, will es mal nicht werten gesagt, und dann ist es irgendwo versteckt im Footer auf der Webseite oder irgendwo im Menü und oder ganz klein, weil man das nicht mehr oben an der Leiste, also im Headerbereich, sagt man auch, integrieren kann.
Deswegen früh auch das Thema digitale Barrierefreiheit mitdenken und das meinen einfach diese beiden Begriffe. Wer da im Design dann ist, kann ja sein, dass ihr darüber nachdenkt oder selbst aus dem Design auch kommt. Da gibt es zwei Themen, mit denen man sich mehr beschäftigen kann. Habe ich auch ein bisschen in der Begriffserklärung aufgeführt. Das ist einmal das Universal Design und das User Centered Design. Das heißt, das Universal Design kommt aus der Architektur und ist ein Richtlinienkatalog, wie man Produkte, und das kann man gut ja auf digitale Produkte oder Angebote auch übergreifen, so gestalten kann, dass sie für verschiedene Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen funktionieren, dass man einfach sich überlegt, aha, wenn ich jetzt das Tablet nicht halten kann, funktioniert das trotzdem oder brauche ich eine Alternative?
Und da ist es im Universal Design oder in diesem universellen Ansatz geht es darum, auch sich bewusst zu werden, dass man manche Barrieren nicht aufheben kann und dass es okay ist, dass es dann vielleicht einen alternativen Zugang dazu gibt. Beispiel aus der Architektur: Treppe und Rampe. Ja, ist ein klassisches Beispiel. Viele Architekten, also mein Vater war selbst Architekt, deswegen weiß ich das, mögen Rampen nicht und wollen viel mit Treppen arbeiten. Und dann muss man einfach gucken, kriegen wir einen alternativen Zugang, der trotzdem, und jetzt kommt der zweite Begriff User Centered Design, der Zielgruppe gerecht wird.
Also gerne die Einladung, sich das gestern noch mal dann im Lernportal anzuschauen, dass man wirklich einmal sich mit den Zielgruppen beschäftigt, weil dann lösen sich oft auch Fragestellungen. Und das untere sind auch ist auch noch mal wieder ein Begriff. Darum geht es eigentlich, dass eigentlich, wenn ihr das dann schon macht, dass man dann sich überlegt, was wollen denn eigentlich die Nutzerinnen von uns, wenn wir ein Angebot in deutscher Gebärdensprache machen, wenn wir ein Angebot in leichter Sprache machen, dann soll das eigentlich auch für die Zielgruppe cool sein, gleichwertiges Erlebnis. Heißt, wir wollen ja, dass die Information bei allen ankommt, aber auch wenn wir einen Alternativtext, ich erkläre gleich, was ein Alternativtext ist, machen, dass der auch irgendwie der Zielgruppe gerecht wird und nicht einfach nur da ist, weil wir es halt machen müssen, sondern dass jeder ein gleichwertiges, nicht das gleiche, aber ein gleichwertiges, angenehmes Erlebnis bei uns erhält.
Bei der technischen Barrierefreiheit, da haben wir Glück, weil Design ist immer eine individuelle Unterscheidung. Das hier sind auch Individualentscheidungen, aber das ist ganz wichtig und das kennen viele, die jetzt vielleicht schon sich mit digitaler Barrierefreiheit auseinandergesetzt haben und viele sprechen auch, wenn sie über digitale Barrierefreiheit sprechen, meist über diesen Aspekt. Das sind die, wie gesagt, die technischen Voraussetzungen, dass die Peripheriegeräte oder andere assistive Systeme funktionieren.
Und da gibt es im Internet eine gängige Norm, die wird aktualisiert und darauf berufen sich auch die Gesetze in Deutschland wie die BITV und auch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Bin ich auch gestern ein bisschen mehr drauf eingegangen. Und diese Richtlinien heißen Web Content Accessibility Guidelines. Sind sehr, sehr umfangreich. Ihr findet nachher in den Links auch eine gute Erklärung der Aktion Mensch, die ein bisschen einfacher ist. Ich habe euch aber auch hier die offizielle Seite quasi verlinkt und dort werden verschiedene Themen angesprochen für Gestalter, für Contentautorinnen, also Inhaltsautorinnen bei Webseiten oder auch bei Social Media, was man bedenken muss und aber auch, und das ist vor allem Fokus für Entwickler, wie muss ich das Ganze programmieren, damit es zum Beispiel über die Tastatur gesteuert werden kann? Wie muss ich das Ganze umsetzen, dass das auch für Screenreader-Nutzerinnen funktionieren kann?
Und für heute ist mir eigentlich wichtig, dass ihr die vier Kriterien kennenlernt, nämlich einmal wahrnehmbar. Das heißt, alle Informationen, die ihr auf eurer Webseite, die ihr auf eurem digitalen Angebot nach außen strahlt, sollen für alle Nutzerinnen wahrnehmbar sein. Ein Leitspruch in der digitalen Barrierefreiheit heißt das Zweisinnesprinzip. Das heißt, wenn ich etwas über einen Sinn transportiere, dann brauche ich eine Alternative. Wenn mir dieser Sinn fehlt, Beispiel Video: Ich habe ein Audio, dann sollte es auch die Möglichkeit der Untertitel geben, weil ich dann das Ganze auch lesen kann. Andersherum, ich habe einen Podcast, reines Audio, beziehungsweise andersherum ist ein anderer Fall, dann sollte es ein Transkript geben, dass ich mir das Ganze vorlesen kann oder auch durchlesen kann oder wenn ich ein Bild verwende, dass ich dann auch Alternativtexte habe, dass ich die Information dann wahrnehmen kann.
Bedienbar heißt genau das, was ich gerade erklärt habe. Es soll für alle steuerbar sein. Wenn ich jetzt zum Beispiel viel mit dem Screenreader, der Sprachausgabe, wie gesagt, damit steuern blinde Menschen den Computer. Der steuert nicht, der gibt nicht nur aus, welchen Text auf einer Webseite oder in der App vorhanden ist, wenn die richtig programmiert ist nach den WCAG, dann gibt die mir auch Metadaten aus, wie zum Beispiel das ist eine Überschrift, das ist ein Link und dadurch kann ich dann das Ganze steuern oder ich benutze eben nicht die Maus, sondern ein anderes Peripheriegerät. Das sind so Themen im Thema Bedienbarkeit.
Verständlich: Da geht es um das Thema auch einfache Sprache. Drückt euch einfach aus auf Buttons, auf Links. Zum Beispiel das Beispiel unten Link WCAG offizielle Seite ist besser wie www.wcag/34xyr. Ihr kennt diese Links, weil ich dann nicht genau erkenne und das ist wieder ein schönes Beispiel, was, wenn man aus der digitalen Barrierefreiheit denkt, dass für alle Menschen quasi ein Vorteil ist, ich weiß nicht, wo ich lande und ist es manchmal auch nicht angenehm zu lesen und darüber hinaus für Screenreader-Nutzerinnen, da wird der ganze Link dann vorgelesen und das nervt auch ein bisschen. Es wäre super, wenn man auf der Webseite immer oder auf dem digitalen Angebot versteht, wo komme ich raus? Ja, ich bin ein blinder Nutzer oder ein sehender Nutzer, Nutzerin. Wenn ich auf einen Link klicke, wenn ich auf einen Button klicke, komme ich dort auch raus, wo ich erwarte. Das sind so Themen in diesen Richtlinien.
Dann haben wir die Richtlinie robust und da geht es darum, dass ihr auf Tools, auf Software, auf Website CMS, also Content Management Systeme, also Systeme, mit denen ihr Typo, kennt vielleicht jemand WordPress, mit denen ihr Webseiten verwalten könnt, setzt, die diese WCAG beherzigen und die auch zukunftssicher sind, also keine Insellösungen, wenn ihr was selbst entwickelt, dann vielleicht darüber nachdenken, wie kriegt man dann die WCAG mit rein und robust heißt auch, ich kann es auf dem Handy benutzen, ich kann es aber auch mit dem Tablet benutzen, wenn ich irgendwie schnell drehe, dann geht das Ganze nicht ganz kaputt. Das sind so Themen, um die es hier geht.
Und dann ganz spannend und das ist vielleicht auch etwas, wenn ihr mit Agenturen arbeitet, dann ist oder auch man selber eine Ausschreibung schreibt, dann möchte man die WCAG beherzigen, dann hat man diese vier Kriterien, darunter 13 Richtlinien und dann sagt man, wir wollen auf jeden Fall Level 33A oder 2A erreichen. Und so funktionieren die aber nicht ganz. Die sind super kompliziert, weil jede Richtlinie hat dann quasi eigenes Level und die WCAG sagt auch, manchmal erreicht man hier nur einfach A und dreifach A und hat trotzdem guten Stand der Barrierefreiheit. Es gibt auch Richtlinien, die fangen bei zweifach A und gehen dreifach A. Es gibt manche, die haben nur 1 A bis 2A, also sehr komplex.
Und die WCAG ist auch gerade dabei, das Ganze zu aktualisieren. Die sind jetzt gerade beim Stand 2.3 meines Wissens nach und arbeiten gerade an der 3.0, die diesen Kriterienkatalog ein bisschen vereinfachen soll, weil das wirklich ein bisschen komplex ist und auf der anderen Seite Menschen mit einer kognitiven Einschränkung und aus dem Autismusspektrum wurden noch nicht so stark beherzigt. Das soll auch stärker hiermit reinkommen. Das heißt, für heute Wahrnehmbar, Bedienbar, Verständlichkeit und Robust nehmt ihr mit. Und wenn ihr sagt, wir wollen was entwickeln oder wir wollen uns auf den Weg machen und schauen, dann auf jeden Fall die WCAG immer bedenken oder mitgeben.
Dann haben wir die Tür aufgemacht, weil wir es dementsprechend entwickelt haben und gehen dann rein und sagen, jetzt brauchen wir aber auch Content. Auch hier wieder oder Inhalte, das Mehrsinnesprinzip. Alles, was ich auf meiner Webseite, auf meinem Angebot in Social Media quasi transportiere, sollte auch mit dem anderen Sinn quasi wahrnehmbar sein. Beispiel Social Media oder soziale Medien: Ich habe Videos, dann brennt am besten den Untertitel gleich mit ein. Ist auch ein Marketingtipp, weil die meisten oder viele Menschen einfach auf sozialen Medien unterwegs sind, sich die Reels oder die Kurzvideos anschauen und dabei ihre eigene Musik hören und da hilft dann auch der Untertitel, weil dann erkenne ich sofort, um was es geht und interessiert mich das? Und auf der anderen Seite kann man auch in sozialen Medien, gehe ich gleich noch drauf ein, auch Alternativtexte, also Bildbeschreibung hinterlegen.
Andere Themen sind Thema leichte und einfache Sprache und deutsche Gebärdensprache. Da bin ich gestern schon ein bisschen drauf eingegangen, da würde ich gerne heute noch mal drauf eingehen. Wir haben einmal die einfache Sprache, dafür gibt es mittlerweile die Norm. Ich bin da jetzt nicht der größte Fan, immer überall eine DIN-Norm zu haben. Da gibt es aber auch gute Argumente dafür. Möchte ich gar nicht die Diskussion aufmachen. Aber im Prinzip können wir hier in dem Raum beschließen, was ist einfache Sprache für uns, was sind, was heißt das, ne? Also, wir benutzen keine Nebensätze, wir benutzen keine Fremdwörter. Wenn Fremdwörter da sind, dann erklären wir die. Und das empfehle ich immer, dass sich einfach zu sagen, wenn wir digital kommunizieren, dann drücken wir uns möglichst einfach aus. Menschen haben vielleicht wenig Zeit, wenn sie auf unsere Webseite kommen. Sie müssen den Kontext verstehen. Da hilft einfach eine einfache Sprache und oft drücken wir uns doch sehr kompliziert aus.
Die leichte Sprache hingegen, das ist wirklich ein geschützter Begriff. Das ist eine zertifizierte Form der deutschen Sprache. Da wird gerade noch eine DIN-Norm entwickelt. Da gibt es nämlich regionale Unterschiede und das kommt aus dem Bereich Menschen mit einer kognitiven Einschränkung, die aus der Selbstvertretung tatsächlich gesagt haben, warum ist es eigentlich alles so kompliziert? Und haben quasi eingefordert, macht das doch Ganze einfach einfacher. Und deswegen hat man Regeln aufgestellt und wenn ihr leichte Sprache angeht, dann muss das auch von Menschen geprüft werden, die den Bedarf leichte Sprache haben. Das machen sogenannte Büros für leichte Sprache. Findet man oft bei Lebenshilfen. Empfehle ich immer, regional zu arbeiten, weil man dann oft regionale Unterschiede hat.
Was man heutzutage auch machen kann, zeige ich nachher. Man kann gut Texte schon mal vorarbeiten und dann muss man nicht den gesamten Text übersetzen lassen, sondern zertifizieren, weil ganz wichtig, die leichte Sprache ist nicht nur eins zu eins eine Übersetzung, sondern eigentlich auch ein didaktisches Werkzeug. Das heißt, Elemente werden vereinfacht, weil wenn ich jetzt einfach vier Seiten in komplexer oder in Alltagssprache in leichte Sprache übersetze, dann entstehen aus diesen vier Seiten gleich 10 bis 12 Seiten, vermutlich, weil ich muss alle Fremdwörter übersetzen, ich muss Absätze beherzigen, ich darf nur einen Satz pro Zeile benutzen und so weiter. Das heißt, macht euch Gedanken, wenn ihr ein Angebot habt in leichter Sprache.
Und auch hier wieder weniger ist mehr. Schaut mal, was soll da drauf? Wenn ich eine Webseite habe, die sehr, sehr viel Inhalte hat, dann hilft es oft, lieber eine dezidierte Seite in leichter Sprache mit einer zielgruppenorientierten Ansprache zu machen. Da ist viel, viel mehr gewonnen, wie alles in leichter Sprache zu übersetzen, weil man muss sich vorstellen bei Menschen mit einer kognitiven Einschränkung, die Kognition ist die Form der Beeinträchtigung und dann ist es schon besser, wenn man das gut didaktisiert. Mein Beispiel von gestern würde ich heute noch mal aufgreifen: Ein Konzerthaus über 170 oder über 100, will jetzt auch nicht übertreiben, Veranstaltungen, die mich auch gefragt haben, wir können nicht alles in leichte Sprache übersetzen, das schaffen wir einfach nicht. Da habe ich auch gesagt, das ist auch darüber hinausgeschossen, weil es geht nicht um alles gleich, sondern gleichwertig. Macht lieber eine gute Seite oder zwei Seiten, wo ihr beschreibt, was gibt es denn hier für Konzerte, wer kommt denn so, vielleicht auch ein paar Hörbeispiele und wo kann ich ein Ticket kaufen und fragen, was ist denn das Programm? Gibt es auch das Programm zum Ausdrucken? Das ist viel, viel Mehrwert dann für diese Zielgruppe.
Genauso ist es bei der deutschen Gebärdensprache. Die werden oft auch in einen Topf geschmissen. Dann ja, jetzt haben wir leichte Sprache, haben auch deutsche Gebärdensprache, ist nicht ganz so. Deutsche Gebärdensprache ist eine eigene Sprache mit eigener Grammatik und funktioniert auch noch mal nach eigenen Regeln. Und das muss man sich so ein bisschen vergewissern, weil nicht jeder Mensch, der gebärdet, unsere komplexe Sprache auf Anhieb lesen kann. Aber natürlich können viele Menschen die Gebärden auch lesen. Trotzdem ist es sinnvoll, ein Angebot zu machen in deutscher Gebärdensprache. Das ist meistens ein Video. Habt ihr bestimmt schon mal auf der Webseite gesehen und auch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, die BITV und so weiter, die schreiben das auch vor, um diese Menschen auch die Gebärden bei sich willkommen zu heißen.
Und jetzt ist die Frage, was machen wir da rein? Oft wird man übersetzt man da die Erklärung der Barrierefreiheit und da sagt die Community, also wir arbeiten viel mit Experten in eigener Sache. Zum Beispiel auch, wenn wir die deutsche Gebärdensprache Videos machen, arbeiten wir auch mit einer Muttersprachlerin, die sagt, das macht für uns eigentlich keinen Sinn, einfach nur die Erklärung der Barrierefreiheit zu übersetzen, weil wir wollen eigentlich wissen, um was geht es denn hier, ne? Willkommen heißen. Zu sagen, haben wir irgendwie, wenn wir jetzt eine Kulturvereinigung sind oder wir sind ein Fußballclub oder was auch immer, haben wir auch Angebote in deutscher Gebärdensprache? Das wird uns interessieren. Wie kann ich mitmachen? Und was gibt es denn hier auf der Webseite für mich? Also wie ein kleiner Wegweiser und vor allem auch dieses Willkommen heißen, weil es geht ja auch um Inklusion und man muss sich vorstellen, die Zielgruppe der deutschen Gebärdensprache ist auch eine, die deutsche Gebärdensprache wurde sehr spät erst anerkannt und deswegen lohnt es sich einfach ein Video zu machen, was wirklich zielgruppenorientiert ist. Gibt es auch gute Richtlinien, wenn ihr das mal dann sucht und euch da auf den Weg macht, was soll da rein? Wie kann man das gestalten?
Genau, jetzt ganz schön viel. Und deswegen ist mir das ganz wichtig, das war auch gestern schon das Thema, das ist ein Prozess. Ihr müsst nicht alles auf einmal denken und ich weiß, manchmal hat man eine Bestandswebseite und man muss sie barrierearm umsetzen oder wir wollen sie jetzt verbessern. Ich gehe jetzt einmal mit euch den Best Case durch, also das beste, das bestmögliche Szenario und dass man von Anfang an die Barrierefreiheit denkt und dann weiter im Prozess. Und dann gehe ich einmal darauf ein, wenn man irgendwo steht und dann loslegen möchte.
Wenn wir von Anfang an jetzt eine Webseite entwickeln oder auch eine App, da läuft es ähnlich, dann haben wir, sage ich mal, drei Phasen. So habe ich jetzt mal eingeteilt, wo wir an Barrierefreiheit denken sollten. Am Anfang machen wir uns ja Gedanken, Konzeption und UX Design ist auch so ein Wort, kennt man vielleicht, wenn man schon mal was entwickelt hat auf Neudeutsch, das ist einfach die Nutzererfahrung, ne? Also, wie fühlt sich das Ganze an digital, wie sieht das aus? Wo sind Buttons? Wo sind irgendwelche Links? Und so weiter. Und wenn man in dem Bereich ist, dann sollte man darauf achten, ey, das ist einfach intuitiv.
Wie kommunizieren wir? Also, welche Sprache nehmen wir? Einfache Sprache, welche, wie heißen denn auch unsere Buttons, dass man es versteht? Brauchen wir irgendwo in der Kommunikation auch eine Ergänzung, wenn man nicht sehen kann? Also auch schon mal noch mal andere Perspektiven ein, ist es dann auch klar, die Struktur, die wir uns überlegt haben und auch wie gehen wir mit dem Angebot deutsche Gebärdensprache und leichte Sprache um, weil wir müssen es ja auch irgendwo platzieren. Das ist das, was ich am Anfang gemeint habe. Und ganz, ganz wichtig am Anfang schon an das Thema Farbe und Kontraste denken. Auch die sind in den WCAG, da gibt es einen Kontrastchecker, habe ich gestern gezeigt, findet ihr in den Unterlagen von gestern und dann auch im Lernportal. Da kann man recht einfach schauen, bin ich kontrastreich genug, dass ich quasi die Einstellungen ermögliche, dass ich da reinkomme.
Dann kommt die Umsetzung, die Webentwicklung, also das heißt oder die Appentwicklung, die Programmierung, da ist es, dass sich die Entwickler und wenn ihr das selber seid, an den WCAG orientiert. Das heißt, wir optimieren für Screenreader. Wir schauen auch, dass es mit dem Tabindex funktioniert. Das heißt, ich kann Webseiten, das könnt ihr auch bei eurer Webseite dann einfach mal testen, mit der Tabulatorentaste weitergehen. Im besten Fall erscheint ein kleines Kästchen, dann weiß ich, wo ich bin und mit Enter kann ich bestätigen. Und wenn ich Shift und Tab drücke, dann geht es in die andere Richtung. Und wenn das gut funktioniert und ich nicht in eine Sackgasse komme und so weiter, dann funktioniert es auch, wenn ich andere Peripheriegeräte benutze, wie einen Taster oder so weiter, was wir uns gestern auch angeschaut haben und worauf man natürlich auch achten muss, dass es vergrößert werden kann und so weiter. Also in der Entwicklungsphase ganz klar sagen, bitte die WCAG beherzigen und dann kommt es meistens dazu und das ist der laufende Betrieb, jetzt haben wir die beherzigt, wir haben eine gute Struktur, jetzt müssen wir aber auch damit weitermachen.
Und da hilft es immer zu sagen, ich bin Content-Autorin, ich bin dafür zuständig, die Inhalte zu pflegen. Ich achte darauf, dass diese Struktur und diese Kommunikation, die wir uns am Anfang überlegt haben, auch weitergeführt werden. Ich überlege mir, was heißt es in den Überschriften, was heißt das in den Alternativtexten, wie schreibe ich die? Und füge die natürlich ein und bleibe da konstant am Ball und ich benenne, das haben wir ja gerade gesehen, die Links richtig mit beschreibendem Text und das ist vielleicht meine Aufgabe, wenn ich die Webseite pflege. Manchmal, je nachdem, wir sind ja im Ehrenamt, ist man das auch in Personalunion. So, dann hoffe ich, dass man das so ein bisschen sich aufteilen kann, weil alles auf einmal geht nicht.
Und jetzt die große Frage, wir haben aber schon eine Webseite, wir haben nicht darauf geachtet. So, da muss man dann mit den Tools, die ich gestern gezeigt habe, einfach mal eine Bestandsaufnahme machen und sich überlegen, wo fangen wir an. Und meistens fängt man dann in der, Entschuldigung, in der Mitte an, weil wir müssen dann erstmal die Tür aufmachen für verschiedene Steuerungen, weil es bringt jetzt erstmal nichts, wenn wir Alternativtexte überall reinmachen, außer wir können im Team gleichzeitig arbeiten, wenn ich gar nicht Bereiche ansteuern kann, ne? Dann lieber in die Erklärung der Barrierefreiheit schreiben. Wir müssen erstmal das Ganze steuerbar machen, deswegen haben wir noch keine Alternativtexte. Da muss man dann gucken, wie viel Aufwand ist es und so weiter und natürlich Thema Farben und Kontraste. Und dann geht man so Stück für Stück da vor. Das muss man sich aber wirklich im Detail angucken, weil das immer ein bisschen anders ist. Aber ich empfehle dann immer erstmal zu gucken, geht die Tür überhaupt auf oder müssen wir vorne anfangen? Also müssen wir noch mal bei der Entwicklung anfangen oder müssen wir eigentlich ganz zurück an den Anfang, wenn das finanziell möglich ist, ne?
Das ist immer so ein Thema, weil es gestern kam und ich gerade die Finanzen angesprochen habe. Ein guter Förderer auch für die digitale Barrierefreiheit ist die Aktion Mensch. Die haben gerade Förderstopp, aber die hatten eine Mikroförderung, die auch quasi Maßnahmen der oder hatten eine. Ich hoffe, die haben sie bald wieder. Die neuen Förderprogramme kommen noch dieses Jahr, wo man sich Maßnahmen zur Umsetzung der digitalen Barrierefreiheit auch fördern lassen kann. Recht niedrigschwellig mit einem kleinen Betrag. Genau.
Das heißt, es ist ein Querschnittsthema und jeder sollte daran denken. Ich muss in dem Design, in der Gestaltung daran denken, sollte einfach sein. Ich muss die WCAG Vorgaben quasi beachten im Bereich auf das Thema Kontraste, Schriftgrößen und so weiter. Dann habe ich die Programmierung, da muss ich auch reinschauen und sagen, okay, das funktioniert für die verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten. Und dann die Autorinnen müssen das weiterführen dann, wenn sie den Content einstellen oder die Inhalte und dann, wenn man jemand hat, der quasi so das Ganze überwacht oder Ganze, der sollte natürlich dann in den einzelnen Schritten immer sagen, okay, wir müssen noch mal auf das Thema digitale Barrierefreiheit gucken, wo sind wir da, was machen wir als Nächstes und nicht einmal digitale Barrierefreiheit und dann sind wir damit durch.
Ich habe da eine ganz wichtige Sache vergessen und zwar den Usertest. Ich springe noch einmal zurück. Wenn ihr in der Konzeption seid und ihr macht gerade eine neue Webseite oder ein neues digitales Angebot oder eine neue Social Media Strategie, das muss auch nicht immer ein krass toller großer Prototyp sein. Da reicht auch vielleicht ein Post: Holt euch Feedback. Holt euch Feedback von Menschen mit und ohne eine Beeinträchtigung und recht früh und nicht erst, wenn wir in der Entwicklung sind, sondern schon mal vorher. Und auch dann später, wenn man entwickelt hat, kann man dann auch mal einen Screenreader-Nutzer fragen. Funktioniert das? Neben den technischen Tools, die ich gestern gezeigt habe, ist es immer noch das Beste, um zu gucken, sind wir auf dem richtigen Weg. Da kann man sich schon früher nackig machen und einfach Feedback einholen. Das ist ganz, ganz wichtig.
Ich habe euch hier, da springe ich jetzt ein bisschen drüber, ein paar Tipps und Tricks, wenn ihr dann dabei seid, das Ganze einzubinden, weil Thema ist jetzt ganz oft gefallen, der erste Felix hat es genannt, dann der zweite Felix. Was sind eigentlich Alternativtexte? Alternativtexte sind Bildbeschreibungen, die man hinter ein Bild legen kann und die man dann mit diesem mit der Sprachausgabe, also dem Screenreader ausgeben kann und zeigt also Nebeneffekt netter, das hilft auch bei der Suchmaschinenoptimierung übrigens allgemein digitale Barrierefreiheit, weil Google sagt: "Hey, ihr beherzigt die WCAG, und ihr seid eine einfach aufgebaute Webseite. Ich bewerte euch mal schon mal höher, weil ich verstehe euch besser, zum Beispiel." Also, da hilft Barrierefreiheit übrigens auch in dem Fall und die Alternativtexte werden auch ausgewertet und damit kann Google auch besser verstehen, was ihr so anbietet auf eurer Webseite.
Und Alternativtext ist dann immer die Frage, wie soll ich das machen? Und da gibt es einen ganz tollen Leitfaden. Und das war ja auch ein Tipp von gestern. Immer mal einfach schauen, was sagen denn die Zielgruppen, die Interessensverbände, um die es geht. Und der Blindenverband oder Blinden- und Sehbehindertenverband hat auch eine Ausgründung oder einen Verein für die inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren. Und die haben einen ganz tollen Praxisleitfaden, ist hier verlinkt, gemacht, nämlich "Gut fürs Image", wo einfach beschrieben wird, was kommt in Alternativtext und wann brauche ich keinen Alternativtext, weil wenn ein Bild keinen Mehrwert hat an Informationen und den Lesefluss von dem Screenreader stört, dann kann ich das Ganze auch auf dekorativ schalten. Kann man zum Beispiel bei WordPress machen. Dann geht das, ja, dann wird er einfach übersprungen. Also, ihr braucht nicht immer einen Alternativtext.
Ganz kurz, ihr könnt euch das dann später im Detail noch mal anschauen. Am besten bringt man es dann auf den Punkt, was ist wirklich die Information, ohne jetzt zu werten. Ihr müsst auch nicht zu ausschweifend werden. Es kann reicht eine kurze Information. Ihr fangt an mit Foto Doppelpunkt oder Illustration Doppelpunkt. Jetzt hier bei mir wäre es, wenn ich jetzt ein Foto wäre, zeigt ein Mann mit Bart. Hinter ihm ist der Stadtplatz von Neustrelitz. Und ja, man könnte noch die Springbrunnen vielleicht erwähnen. So, reicht wahrscheinlich schon. Wenn es darum gehen soll, wie ich aussehe, weil das im Text wichtig ist, dann mich auch visuell beschreiben. Wenn ich jetzt zum Beispiel Workshop mache in T-Shirt oder im Hemd, könnte es eine wichtige Information sein. Also hier einfach mal reinschauen.
Und dann hatte ich ja gerade eben gesagt, gibt es so ein paar Tipps, wenn ich dann in die Content- oder die Inhaltserstellung reingehe. Thema Struktur. Wir haben uns gestern angeguckt, klare Überschriftenstruktur, das weiter beherzigen, am besten keine Texte in irgendwelche Bilddateien machen, weiter starke Kontraste verwenden. Auch als Autorin für Inhalte kann ich oder auf Social Media kann ich den Kontrastchecker einsetzen, um zu gucken, bin ich da richtig in den WCAG Kontrasten, Farben, am besten nur dekorativ einsetzen auch das auch für den für fürs Design notwendig oder dann halt quasi mit den Kontrasten arbeiten. Wichtig, keine Serifenschriften zu benutzen. Und wenn, dann eine serifenlose Schriftart, also serifenlose Schriftarten kurz erklärt sind diese Schriften und Serifenschriften sind zum Beispiel Schreibschriften, schwerer zu lesen und das, was ich vorhin gezeigt habe, nicht solche Links hier verwenden, die so super komplex sind, sondern anzuzeigende Links, zum Beispiel Erdmännchen wäre Doppelpunkt Zeitmaschinchen anstatt das Ding hier. Genau.
Ganz schnell im Durchgang. Vielleicht für euch interessant. Ansonsten findet ihr das natürlich alles, wenn ihr euch das noch mal anschaut beziehungsweise dann auch in den Folien. Und jetzt hatten wir die große Frage Social Media und ich habe vorhin erwähnt, wenn wir gar keine Webseite entwickeln, sondern es geht bei uns darum, wir möchten diese und diese Plattform benutzen, Nextcloud, was auch immer, oder wir sind auf Social Media unterwegs, auf den sozialen Medien. Auch dort gibt es wieder eine tolle Initiative auch von Expertinnen in eigener Sache, nämlich die Webseite beziehungsweise quasi die Organisation Barrierefrei posten. Alle, die quasi jetzt in sozialen Medien unterwegs sind, lade ich dazu ein, denen auch zu folgen. Das sind nämlich ganz tolle Tipps und die haben fünf, die großen fünf quasi aufgerufen und da seht ihr, das sind die gleichen Themen, die ich gerade genannt habe, weil wir noch in Amerika ändert sich ja vieles auch leider im Bereich Inklusion, die waren bei dem Thema Barrierefreiheit, Inklusion im digitalen Raum sehr, sehr weit.
Das ist auch oft manchmal das Thema Datenschutz Europa sehr groß, Barrierefreiheit in den amerikanischen Tools sehr groß. Big Blue Button zum Beispiel ist kein barrierefreies Tool. Ja, Zoom dagegen sehr, die haben beim Datenschutz nachbessern müssen und so weiter einfach als Beispiel. Aber wir können davon ausgehen, Instagram ist technisch barrierefrei. Ob das jetzt so viel Spaß macht, sei dahingestellt mit dem Screenreader, aber es ist barrierefrei und da sind auch blinde Menschen unterwegs. Da sind auch Menschen mit anderen Beeinträchtigungen, mit sogenannten Beeinträchtigungen unterwegs und auch Menschen ohne Beeinträchtigung. Und was muss ich beherzigen bei dem Thema? Seid verständlich, einfache Sprache, bringt es auf den Punkt, hilft auch eurem Marketing allgemein. Um was geht es? Warum sollte mich das interessieren?
Dann Hashtags. Es gibt eine Möglichkeit, barrierearm zu hashtaggen. Die Untertitel habe ich gerade erwähnt, einfach eingebrannte Untertitel benutzen. Ihr habt die Möglichkeit bei Instagram, aber auch bei Facebook und auch bei LinkedIn Alternativtexte in den Bildern zu hinterlegen. Und ganz wichtig, vernetzt euch, ja, folgt Experten in eigener Sache, die über verschiedene Themen quasi berichten. Und wenn ihr sagt, wir haben hier ein Angebot, das ist auch barrierefrei bei uns im Verein, kommt doch gerne, dann ladet doch auch auf Social Media den hiesigen Blindenverband mal ein, ob die vorbeikommen wollen und nutzt auch soziale Medien für den inklusiven Austausch.
Ich habe gerade eben gesagt, es gibt eine Möglichkeit, Hashtags möglichst barrierearm zu gestalten. Das ist quasi diese Möglichkeit, dass man jedes Wort groß schreibt. Hashtags sterben so ein bisschen aus, weil Instagram, LinkedIn und auch Facebook ja durch die KI mittlerweile ganz genau versteht, was ihr auf den Bildern habt und um was es geht auf eurem Kanal. Das heißt, die Hashtags sind eher nur noch da fürs Vernetzen, aber trotzdem kann man ja manchmal auch was hervorheben. Und da ist es dann wichtig, es wäre schön, wenn wir das dann auch lesen können. Und da kann man jedes Wort groß schreiben und zusammen und schon wird es gut lesbar und gleichzeitig funktioniert der Hashtag aber auch weiterhin.
Sehr gut. Bevor ich zum Thema KI gehe, gibt es ganz wichtige Fragen, Felix, sonst würde ich da jetzt in das Thema KI noch kurz gehen, ne? Mach ruhig weiter und ja, sehr gut. Die Sprache findest du im Bereich Kommunikation, aber ich glaube, Kai, das hat sich erledigt. Du hast auch gerade eben geschrieben in allen drei. Genau, in allen drei würde ich genauso sehen. Sehr gut.
So, jetzt haben wir gelernt, ah ja, es ist ein Prozess. Und wir können uns auf den Weg machen. Und jetzt gibt es das ganz große Thema KI. Habt ihr bestimmt auch in dem Kontext vielleicht schon mal gehört. Man hört es ja in jedem Kontext. Und ich möchte euch einfach dafür sensibilisieren, was geht und was geht nicht und was sagen auch die Zielgruppen dazu?
Zuallererst, wo kann es uns wirklich was helfen als Erstellerinnen von digitalen Content, zum Beispiel bei der Textvereinfachung. Es gibt ein Open Source Tool von der, das zeige ich auch gleich noch zum Abschluss von St. Pauli, vom Verein St. Pauli, kann jeder nutzen über KI basiert in einfache Sprache. Kann man komplexe Sprache links eingeben, kriegt man einfache Sprache rechts raus. Die gängigen großen Tools habe ich jetzt mal ein paar hier aufgeführt. Kann man auch für Übersetzung in leichte Sprache in einfache Sprache benutzen und aber auch für die Erzeugung von Alternativtexten, wenn wir jetzt keine Persönlichkeitsrechte quasi verletzen, die müssen aber dann so ein bisschen wissen, wie ihr das haben wollt.
Ein Tipp, ihr bringt das dem Kanal dann auch bei. Ihr gibt den EBO, also das "Gut fürs Image", dort ein und sagt bitte nach dieser Form die Alternativtexte erstellen. Und dann kann man recht schnell Alternativtexte erstellen. Und ich finde es immer noch schöner wie irgendwie eine vollautomatisierte Version, weil ihr könnt den Text noch mal kurz lesen und sagen: "Jo, passt." Und ihr kopiert den dann in eure Social Media oder in eure Webseite. Und es gibt auch die Möglichkeit, das sind zwei kommerzielle Anbieter, Summei, Claro, braucht man eigentlich fast nie, außer man hat wirklich viel dynamischen Content. Es gibt aber auch eine ChatGPT der Lebenshilfe Hamburg, die nach den Regeln der leichten Sprache übersetzt, vorher didaktisch reduzieren und dann sind es wirklich tolle Ergebnisse.
Und auch hier wieder, was sagen denn Experten? Ganz wichtig, wenn ihr das macht, beschäftigt euch ein bisschen mit der leichten Sprache. Holt euch den KI Codex oder den Codex für den Einsatz künstlicher Intelligenz für leichte Sprache und ihr müsst es danach auch zertifizieren lassen, wenn ihr die leichte Sprache so anbieten wollt und noch in der Zertifizierung seid oder sagt: "Boah, die Zertifizierung ist übrigens gar nicht so teuer." Aber die gucke ich mal, wenn ich die angebe, dann müsst ihr angeben, dass ihr das mit KI gemacht habt und dann sagt ihr leichte Sprache noch eigene KI Übersetzung wollen wir noch zertifizieren lassen. Also das ganz wichtig, dass man mit den Expertinnen arbeitet, aber manchmal kann man schon mal schauen, okay, das wären so die Inhalte, so würde es in leichter Sprache aussehen und dann gibt man das in die Zertifizierung.
Was gibt es auch für Möglichkeiten durch KI? Hat man vielleicht auch schon mal gesehen. Untertitelung, super, funktioniert toll in den gängigen Videoprogrammen, auch auf YouTube manchmal noch mit Fehler, wird immer besser. Also da können wir mal einen Haken dran machen, aber auf der linken Seite Thema deutsche Gebärdensprache, da gibt es solche Avatare. Zeige ich jetzt aus rechtlichen Gründen hier nicht. Da gibt es die quasi KI basiert übersetzen. Da gibt es eine Stellungnahme ganz frisch am Anfang des Jahres von mehreren Gehörlosenverbänden, wo Menschen aus den Gehörlosenverbänden und auch aus der Community sagen, wir lehnen die ab. Wir wollen das eigentlich nicht sehen, weil die funktionieren nicht.
Die Unternehmen arbeiten gerade aktuell, also so wie ich es gehört habe aus der Community, viel nicht mehr mit und es gibt keine Qualitätskontrolle. Oft wird das eingesetzt von Menschen, die nicht deutsche Gebärdensprache sprechen und dann kommen Fehler raus und der Kontext geht verloren. Ich bin mir sicher, irgendwann wird es ein tolles Tool sein oder Werkzeug für Simultanübersetzungen, aber ich würde immer empfehlen, lieber ein gut didaktisiertes Video machen mit einem echten Menschen. Das bringt viel, viel mehr und ist viel, viel willkommener als jetzt alles in deutsche Gebärdensprache mit KI Avataren übersetzen, weil wenn wir jetzt irgendwo bei Servicezentralen anrufen, werden wir in Zukunft auch oft mit einem KI, also wir Hörenden, sage ich jetzt, ohne jetzt jemand irgendwie ausschließen zu wollen, aber als hörender Mensch, rufen wir bei der Servicezentrale an und werden mit einem Bot telefonieren und irgendwie finden ja auch wir es ziemlich blöd. Deswegen vorsichtig damit bei Simultanübersetzung kann man es übersetzen.
Und was aber man sagen kann, es entstehen neue Möglichkeiten für die Vereinfachung bei der Arbeit und es entstehen auch ganz tolle Möglichkeiten für assistive Software auf Seiten der Nutzerin, also für Teilhabemöglichkeiten. Es gibt zum Beispiel die App BYI für blinde Menschen, die im Prinzip KI basiert übersetzt von Livebildern. Ich kann ins Museum gehen und dann wird mir das Bild vorgelesen. Aber wir brauchen immer diesen menschlichen Kontakt, wir brauchen diese menschliche Kontrolle. Die reine Automatisierung bringt hier nichts.
Und deswegen komme ich und ich habe es vorne im Chat gelesen auch auf die Overlays zu sprechen. Die sind sehr groß, die werben gerade auch ganz, ganz viel. Ganz viele digitale Barrierefreiheitsexperten und auch Expertinnen in eigener Sache sagen, das bringt uns eigentlich nicht so viel, weil sie versprechen, wir machen auf Knopfdruck Barrierefreiheit und ich weiß auch, dass die Aktion Mensch das teilweise gefördert hat und so weiter. In Amerika gibt es auch ein paar Klagen wegen falschen Marketing gegen diese diese Tools, wir in Deutschland sind da ein bisschen langsamer. Sie sagen oft auch in ihren AGBs, eigentlich sorgen wir gar nicht für Barrierefreiheit, sondern wir sind der erste Schritt oft und es können einfach mehr Barrieren entstehen wie unlogische Lesereihenfolge. Es gibt eine Contentüberflutung in leichter Sprache. Plötzlich haben wir alles in Alternativtexten, die gar nicht richtig stimmen. Und dann haben wir ganz viele Einstellungsmöglichkeiten und wir haben ja gestern gesehen, also wirklich die Einladung, die meisten Menschen, die eine Einstellungsmöglichkeit brauchen, bringen diese Einstellungsmöglichkeit mit ihrem Gerät schon mit. Es gibt manchmal den Fall, da macht es Sinn, das noch anzubieten, dann graduell. Das ist aber eine einfache Einzelfallentscheidung. Also aus meiner Meinung heraus kann man sich das Geld sparen. Ist immer eine Entscheidung und dann lieber wirklich Stück für Stück richtige Barrierefreiheit umsetzen, anstatt versuchen das mit einem Tool überzustülpen. Ja.